Stolberger Musiksommer mit kammermusikalischen Leckerbissen

Letzte Aktualisierung:
Roman Verhees (Violine), Kalli
Roman Verhees (Violine), Kalliopi Zavridi (Violine), Maria Francés Pena (Viola) und Zoé Karlikow (Violoncello) warten im Rahmen des Musiksommers mit selten gespielten kammermusikalischen Leckerbissen auf.

Stolberg. Streichquartette von Mozart, Schostakowitsch und Dvorák bilden den Schwerpunkt des Kammerkonzertes der Hochschule für Musik und Tanz Köln / Standort Aachen im Rittersaal der Stolberger Burg.

Am Samstag, 12. Mai, warten Roman Verhees (Violine), Kalliopi Zavridi (Violine), Maria Francés Pena (Viola) und Zoé Karlikow (Violoncello) im Rahmen des 19. Stolberger Musiksommers mit selten gespielten kammermusikalischen Leckerbissen auf.

Mit dabei ist auch die aus Budapest stammende Sopranistin Margit M. Fodor, die zwei Arien für Violine und Basso Continuo von Bach und Händel zu Gehör bringen wird. Kalliopi Zavridi, Preisträgerin des griechischen Nationalwettbewerbs „Filonas” und Mitglied des „Europäischen Jugendorchesters”, studiert seit 2009 in Köln und Aachen bei Prof. Michael Vaiman und will mit einem Geigensolo von Bach („Sonate Nr. 2 a-Moll”) ihre außergewöhnlichen Qualitäten unter Beweis stellen.

Mozarts „Divermento I in D-Dur” steht als unterhaltende Gebrauchsmusik in der Tradition des 18. Jahrhunderts. Es verrät, in vielen Details, aus welchem schier grenzenlosen Ideenreichtum der damals gerade mal 15-Jährige schon schöpfen konnte und ist somit ein idealer Einstieg in den Abend.

Mit seinen dem Jazz verwandten Rhythmen zählt Antonin Dvoráks Streichquartett in F-Dur, das den Beinamen „Amerikanisches Quartett” erhalten hat, zu den Schlüsselwerken des tschechischen Komponisten. Er schrieb es während seiner Jahre in Amerika zwischen 1892 und 1894. Die Mischung aus Altvertrautem, das an die Heimat erinnerte, und der „Neuen Welt”, in der er sich befand, mag Inspiration für das Quartett gewesen sein. Es wurde schnell zu einem populären Werk und kennzeichnet die Modernität in Dvoráks Stil.

Das Bild des Komponisten Schostakowitsch ist schillernd wie kaum ein zweites in der Musikgeschichte des 20 Jahrhunderts. Im Westen kannte man wohl seine Partituren, hatte aber kaum Kenntnis von den kulturpolitischen Auseinandersetzungen, in welche der Komponist bis hin zur Gefährdung seiner Existenz involviert war. Nur über die ausdrucksmächtige Musik vermochte er sich jenen Hörern, die sich auf seine Musik einzulassen gewillt waren, umfassend mitzuteilen.

Die einzelnen Sätze des meist gespielten „Quartetts Nr. 8” (Musik gegen Gewalt) erinnern an Stationen des eigenen Weges: panisches Entsetzen, endloses Gehetztwerden, marionettenhaftes Mitmachen, stolperndes Hasten, Winseln um Liebe.

Das Publikum kann sich in Stolberg auf einen vergnüglichen Abend freuen. Beginn ist um 20 Uhr. Kartenvorverkauf bei der Bücherstube am Rathaus, Restkarten an der Abendkasse.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert