Stolberger Metallwerk stoppt die Talfahrt

Von: gro
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Stolberg. Die Mitarbeiter des Stolberger Metallwerks (SMW) können sich auf ein entspanntes Weihnachtsfest freuen. Das ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit, hat doch ihr Arbeitgeber noch im Frühjahr mit Massenentlassungen für Schlagzeilen gesorgt.

Die Zeiten aber haben sich geändert. Ebenso schnell, wie die KME-Tochter von der Weltwirtschaftskrise erfasst worden war, hat sie sich jetzt im vierten Quartal von ihr befreit - wenn auch zunächst nur vorläufig. Die frohe Botschaft vor dem Fest lautet: „Wir sind auch formal aus der Kurzarbeit ausgestiegen.”

Leo Bergstein sagt das mit einer gewissen Zurückhaltung, denn für Euphorie sieht er keinen Anlass. Gleichwohl ist der neue Werksleiter froh, dass sein Unternehmen kräftig durchatmen kann. Denn der Aufwärtstrend dürfte sich auch in den ersten Monaten des neuen Jahres fortsetzen.

Was davor passiert ist, bezeichnet Bergstein als „freien Fall”. Bereits im Herbst 2008 hatte das Metallwerk einen deutlichen Auftragsrückgang verzeichnet. Im Frühjahr wurden dann 57 Arbeitsplätze abgebaut, in 49 Fällen musste eine betriebsbedingte Kündigung ausgesprochen werden. Mit nur noch 241 Mitarbeitern wird das Stolberger Metallwerk deshalb ins neue Jahr gehen.

Dort wie auch in den verbleibenden Wochen des Dezembers erwartet sie ein „sehr nervöser Markt”, wie Leo Bergstein berichtet. „Es gibt einen großen Bedarf bei praktisch allen Kunden”, so der Werksleiter. Die Herausforderung besteht darin, dass die Aufträge, die zu rund 90 Prozent aus dem Kreis der Automobil-Zulieferer kommen, ebenso kurzfristig abgewickelt werden müssen wie sie eingegangen sind.

Über die drei Schichten von montags bis freitags wird deshalb jetzt sogar wieder zusätzlich am Samstag gearbeitet. Mit den Auftragsbüchern des Betriebes füllen sich so allmählich auch wieder die Zeitkonten des Personals.
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