Stolberger Konditoreien bereiten sich auf die Ostertage vor

Von: Sarah-Lena Gombert
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Konditorin Ronny Knebel von „Madame Gateaux“ in Mausbach backt in diesem Jahr zu Ostern eine Torte mit Buttermilch-Limettenmousse, Erdbeerkonfitüre und Mandelbisquit. Foto: S.-L. Gombert
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Bei Konditormeisterin Jutta Steckmann im Café Urlichs in der Innenstadtgesellen sich kunstvolle Osterhasen zu schmackhaften Torten, Teilchen und Kuchen. Foto: D. Müller

Stolberg. Zweige mit den ersten, zartgrünen Blättern. Ein paar bunte Eier und stilisierte Hasen. Die Sache ist klar: Bei der Konditorei „Madame Gateaux“ von Ronny Knebel in Mausbach ist man ganz auf Frühling und die Ostertage eingestellt. Und das nicht nur, was die Dekoration angeht, sondern vor allem bei den Backwaren.

Voll auf den Hasen gekommen ist man bei der Café Konditorei Urlichs von Helmut Ernst Steckmann in der Stolberger Innenstadt: Ein Blick in das liebevoll dekorierte Schaufenster lässt keinen Zweifel daran, dass es bis Ostern nicht mehr weit ist.

„Wir merken, dass die Kundschaft wieder mehr Wert auf Natürlichkeit legt“, erklärt Konditorei-Chefin Ronny Knebel im Gespräch mit unserer Zeitung. Aufwendige Ummantelungen aus Ganache und Fondant seien nicht mehr so gefragt, dafür seinen sogenannte „Naked Cakes“, also solche, die sich auf das Wesentliche konzentrieren, der Renner. „Auch was die Auswahl der Zutaten angeht, legen die Leute großen Wert auf Natürlichkeit“, sagt Knebel, die in ihrer Backstube weitestgehend auf Fertigprodukte oder künstliche Aromen verzichtet.

Solche „Naked Cakes“ gibt es bei Café Urlichs auch, aber nicht nur: „Die Geschmäcker unserer Kunden sind schon recht verschieden“, sagt Jutta Steckmann. Zwar würden Torten zu bestimmten Festtagen nicht mehr so häufig mit Rosen verziert, wie das früher der Fall war. Der Trend gehe definitiv zu schlichteren Torten. „Doch bei uns werden schon noch viele in Marzipan und Fondant eingeschlagene Kuchen nachgefragt.“

Mit dem Frühling kommt auch der Wunsch nach fruchtigen Torten zurück – nach der dunklen Jahreszeit soll das Obst wieder ein bisschen Farbe auf den Kuchenteller bringen. Während der Winter Saison für Sahne- und Cremetorten ist, wird nun im Café Urlichs wieder mehr mit Obst gebacken. Das ist auch in Mausbach so. „Unsere Rhabarbertorte ist ziemlich gefragt. Auch die Himbeertorte geht gut“, sagt Ronny Knebel, und die ersten Kunden würden sich auch jetzt schon nach Erdbeeren erkundigen. „Da müssen sie aber noch ein bisschen warten“, sagt die Konditorin aus Berlin, und lacht.

Dass es bei „Madame Gateaux“ nicht jede Torte das ganze Jahr über gibt, daran hätten sich die Kunden auch erst gewöhnen müssen. „Wir wollen nur mit Produkten arbeiten, die auch gerade Saison haben. Spargel kann man ja auch nicht das ganze Jahr essen.“

Als besonderes Glanzlicht für die Ostertage hat sich die passionierte Bäckerin in diesem Jahr eine spezielle Ostertorte einfallen lassen: „Buttermilch-Limettenmousse mit Erdbeerkonfitüre und Mandelbisquit“, sagt sie. Auf eine Ummantelung hat sie auch hier verzichtet. Trotzdem ist die Torte aufwendig genug in der Herstellung. Einen halben Tag dauert es, bis eine davon fertig ist, schätzt Knebel. Wer an den Feiertagen so eine haben will, sollte also am besten vorbestellen.

Mandelhasen mit Marzipankopf und Schoko-Öhrchen sind vor dem Osterfest der Verkaufsschlager im Café Urlichs: „Die Kunden wissen schon zu schätzen, dass sie hier etwas bekommen, das man nicht unbedingt im Supermarkt kaufen kann“, sagt Jutta Steckmann. So werden auch beim Konditor in der Stolberger Innenstadt spezielle Torten mit Ostergrüßen oder Hasenverzierung bestellt.

Läuft in einer Konditorei eigentlich das Geschäft zur Osterzeit erst wieder so richtig an, weil während der Fastentage die Kunden auf Süßes verzichten? „Ich hatte eigentlich nicht den Eindruck, dass die Nachfrage seit den Karnevalstagen abgeflacht ist“, sagt sie und fügt mit einem Zwinkern hinzu: „Aber vielleicht kommt das ja jetzt nach Ostern: Noch einmal schlemmen, und dann über die Strandfigur nachdenken.“

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