Stolberger Konditor kocht in Fernsehshow „The Taste“

Von: Leandra Kubiak
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Kuchen, Torten und Pralinen sind seine Stärke. In der Kochshow „The Taste“ zeigt der Stolberger Konditormeister, was er am Kochtopf kann. Foto: Leandra Kubiak, Archiv

Stolberg. Er hat ein Faible für Süßes. Christopher Kulski ist 31, lebt in Mausbach und hat seine Leidenschaft für Pralinen, Desserts und Co. entdeckt. Ihm geht es aber weniger ums Naschen, für Kulski dreht sich vor allem im Beruf alles um Schokolade und andere Köstlichkeiten.

Als es an die Berufswahl ging, entschied sich der gebürtige Stolberger zunächst für die Ausbildung zum Koch und schloss diese auch ab. Schnell wurde ihm aber klar, dass es noch einen anderen Bereich gibt, der ihn reizt. „Das Süße liegt mir einfach mehr!“, sagt er.

Kurzerhand hängte er deshalb an die Kochausbildung eine Ausbildung zum Konditor dran und verband das auch noch mit dem Wunsch, einmal die Heimat zu verlassen. Sieben Jahre lang habe er in Berlin gelebt und gearbeitet und dort auch seinen Konditormeister gemacht.

Nun hat sich Kulski noch einer ganz anderen Herausforderung gestellt: Er nahm an der Kochshow „The Taste“ teil. In der Sendung, die für mehrere Wochen jeden Mittwoch um 20.15 Uhr auf Sat.1 läuft, treten Hobby- und Profiköche gegeneinander an.

Die Teilnehmer müssen in den einzelnen Folgen ganze Gerichte kochen und diese schließlich nur auf einem Löffel anrichten, so dass der Geschmack aller Komponenten gleichzeitig im Mund der Juroren landet. Allein in die Show zu kommen, sei gar nicht so leicht gewesen, erzählt Kulski.

Nach einem Gespräch am Telefon habe es ein persönliches Interview und schließlich ein Probekochen gegeben. Dann stand fest: Er hat es unter die Kandidaten geschafft, die in der Sendung zu sehen sind und unter Zeitdruck vor der Kamera den Kochlöffel schwingen dürfen.

Warum Kulski an der Sendung teilnehmen wollte? „Ich bin immer wieder auf der Suche nach etwas Neuem“, sagt er. Die Show habe ihn schon immer interessiert und es sei eben eine Herausforderung, sich dort dem Urteil der Star-Köche zu stellen. Zudem verlässt der gelernte Koch mit der Sendung sein gewohntes berufliches Umfeld und wagt sich noch einmal an die herzhafte Küche heran.

Hauptberuflich arbeitet er nämlich derzeit als Produktentwickler bei einem Schokoladenhersteller der Region. Zu tun hat er es da in erster Linie mit neuen Pralinen-Kreationen. Darüber hinaus hilft er regelmäßig in der Konditorei seiner Partnerin aus, sie ist Inhaberin des Cafés „Madame Gateaux“, das die Stolberger seit rund vier Jahren mit Torten und Kuchen versorgt.

Der erste Auftritt vor laufender Kamera sei dann schon aufregend gewesen, sagt Kulski. Das erste Gericht, das die Teilnehmer der Jury präsentieren, dürfen sie frei wählen. Nervosität entsteht trotzdem, denn für die Umsetzung haben die Köche nur eine Stunde Zeit; um sie herum stehen Kameras und nebenbei werden ihnen auch noch Fragen gestellt.

Der Eindruck, den der Stolberger von der Jury hat, die aus Frank Rosin, Alexander Herrmann, Cornelia Poletto und Roland Trettl besteht, war dann aber ein positiver. Und natürlich sei es spannend gewesen, ein Feedback von den renommierten Köchen zu erhalten.

Kommen die Kandidaten eine Runde weiter, werden sie in Teams aufgeteilt und jeweils von einem der prominenten Köche betreut.

„Vor der Sendung hatte ich mir gewünscht, in Frank Rosins Team zu kommen“, verrät Kulski. Als er erfahren habe, dass es sich bei dem Neuzugang der Jury um Roland Trettl handele, sei der für ihn aber durchaus auch interessant gewesen. Ob Kulski es eine Runde weiter geschafft hat, kann an dieser Stelle natürlich noch nicht verraten werden.

So viel ist aber sicher: Die Teilnahme an der TV-Show bereut der 31-Jährige nicht. Es sei eine gute Erfahrung gewesen und er sei vor allem von den Leistungen der Hobby-Köche beeindruckt. „Die Köche da sind wirklich hochkarätig“, findet Kulski. Gerade der Austausch mit den anderen Kandidaten hätte ihn bereichert und – wie es der Zufall wollte – traf der Konditormeister in der Sendung sogar auf einen Kollegen, den er aus seiner Zeit in Berlin kannte.

Fragt man Kulski danach, welches Gericht er (sozusagen ganz privat) am liebsten esse, so ist seine Antwort eindeutig: „Kartoffelpüree und Gulasch“ – und das am liebsten so, wie es die eigene Mutter kocht. Auch bei der Nachspeise hat er seinen klaren Favoriten: Crème brûlée. „Wenn die im Restaurant auf der Speisekarte steht, komme ich nicht drum herum, mir eine Portion zu bestellen“, so Kulski. In der Show hat der Konditor übrigens versucht, auch bei herzhaften Gerichten sein Faible für das Süße mit einzubringen. Wer wissen will, ob die süße Note ankam, muss am Mittwochabend einschalten.

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