Stolberger Jusos: Zahlreiche Erfolge aufgelistet

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
11738485.jpg
Die Stolberger Jusos Tobias Behlau, Jana Orgeig und Michael Weskamp (von links) hauen zum politischen Aschermittwoch ganz schön kräftig auf die Pauke. Foto: D. Müller

Stolberg. Dass sie ein „rotes Tuch“ für manchen Stier sind, beweisen die Kupferstädter Jusos traditionell bei ihrem politischen Aschermittwoch. Und der neue Vorsitzende der Jungorganisation der Sozialdemokraten, Tobias Behlau, nimmt auch diesmal kein Blatt vor den Mund, wenn er auf die kommunalpolitische Arena blickt.

Der „schwarze Stier“, also die CDU, brauche das „rote Tuch“ der SPD, um sich zu bewegen, meint Behlau. „Das wird an vielen Beispielen deutlich, etwa an der Mühle. Dass sich bezüglich des Stolberger Sorgenkindes etwas bewegt, liegt allein an der Federführung der SPD“, sagt der Juso-Vorsitzende.

Der „schwarze Stier“ der CDU versuche indes, sich farblich zu gestalten, indem er sich immer wieder mit „fremden Federn“ schmücke: „Ohne die Stolberger SPD wären Projekte wie das im Bau befindliche Seniorenheim in Breinig, die Bereitstellung der Mittel für die Umgestaltung der Büsbacher Ortskerns, die Öffnung der Kupferstädter Weihnachtsmärkte und mehr nie realisiert worden. Und jetzt vermarktet die CDU diese als ihre Erfolge. Das ist dreist und peinlich.“

Ihr wahres Gesicht zeige die Stolberger CDU etwa hinsichtlich des sozialen Wohnungsbaus oder der Verkehrsproblematik auf der Burgstraße, sagt Juso Michael Weskamp.

Konservative Kundschaft

„Die CDU betreibt eine Politik, die auf ihr tief konservatives Klientel ausgerichtet ist, das sich eher um sich selbst sorgt als um das Gemeinwohl“, erklärt Weskamp. Insbesondere beim Thema Burgstraße könne man erkennen, dass der „schwarze Stier“ sich „lieber um die wenigen eigenen Wählerstimmen in diesem Bezirk kümmert, indem er die SPD bei ihrer wertvollen Arbeit zur Lösung des Problems behindert“, meint Jana Orgeig von den Stolberger Jusos. Für Orgeig, Behlau und Weskamp sei klar: Der „schwarze CDU-Stier“ brauche das „rote SPD-Tuch“, um zum Wohle aller Stolberger zu wirken – die SPD hingegen könne dies auch gut alleine.

Auch in Richtung der Jungen Union (JU) hauen die Jusos bei ihrem politischen Aschermittwoch kräftig auf die Pauke. „Die Bundes-JU setzt sich vermehrt für eine Flüchtlingsobergrenze ein. Wir fragen uns, wie sich das mit dem von der Stolberger CDU proklamierten Spruch der ,weltoffenen Kupferstadt‘ vereinbaren lässt“, moniert der Juso-Vorsitzende. Ohnehin sei die Stolberger JU „inhaltlich nur schwer zu fassen“, betont Behlau: „Die Junge Union der Kupferstadt ist ein loyaler Begleiter ihrer Mutterpartei, ohne aber Stellung zu irgendetwas zu beziehen.“

Die JU mache eigentlich nur Wahlkampf – auch in Zeiten, die weit von der nächsten Wahl entfernt sind: „Bestes Beispiel ist die Weihnachtskistenaktion der Stolberger Tafel und des Zeitungsverlags Aachen. Wir begrüßen es natürlich, dass die JU wie wir Jusos daran teilnehmen. Bedauerlich war es aber, dass die Jung-Konservativen die Aktion als vorzeitige Wahlkampfveranstaltung missbraucht haben und ihre vermeintliche christliche Nächstenliebe durch große Aufkleber auf ihren Paketen und durch kommunionsähnliche Trachten zum Ausdruck gebracht haben“, so der Juso-Vorsitzende.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert