Stolberger Innenstadt wird ab August zum Testfeld

Von: -jül-
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Stolberg. Der Feldversuch beginnt während der Sommerferien. Ab August testet die Stadt mit Markierungen, Baken, Kübeln und veränderter Ampelschaltung die Umgestaltung der Rathaus- und Salmstraße (wir berichteten) im Alltag. Die Fahrbahnen werden dabei auf zwei reduziert und das Parken neu geordnet; der gewonnene Raum soll Fußgängern und Auslagen von Geschäften zugute kommen.

Einstimmig stimmten die Fraktionen im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr für die Vorschläge der Verwaltung, die diese in der Lenkungsgruppe Innenstadt vorbereitet hatte. „Wir begrüßen den Versuch, den wir mutig und richtungsweisend finden“, sagte Paul Kirch (CDU). „Es ist das Ende des Stillstandes“, wertete Rolf Engels (SPD): „Die Innenstadt hat eine Lobby“.

Mathias Prußeit (Linke) befand die „Testphase ist in Ordnung“, und Khaled El-Deib (FDP) sieht in dem Aufwand von rund 35.000 Euro dafür „gut angelegtes Geld“; sehr wichtig sei aber eine sorgfältige Auswertung der Ergebnisse. Auf Vorschlag von Käthe Krings (Grüne) wird die Verwaltung vor der Umsetzung mit einer Veranstaltung die Planungen noch einmal mit den Bürgern diskutieren, und die Verwaltung will im Internet eine Diskussionsplattform dazu anlegen, kündigte Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt an. „Wir simulieren jetzt, wie es kommen könnte“.

Denn im Falle einer Förderung des „Entwicklungskonzeptes Talachse Innenstadt“ durch das Land möchte die Verwaltung aus Farbe und Baken „Nägel mit Köpfen“ machen. Vorbild für eine Gestaltung soll dann die bereits sanierte Rathausstraße im Bereich von Stadthalle und Bastinsweiher sein. Während des Feldversuches werde zunächst nur „mit einfachsten Mitteln“, so Fachbereichsleiter Bernd Kistermann, gearbeitet, damit gegebenenfalls erforderliche Veränderungen zügig vorgenommen werden können.

Für Bereiche, in denen sich das Provisorium so bewährt, dass es sich die Politik als eine dauerhafte Lösung vorstellen kann, wird mit langlebiger Farbe und besseren Elementen nachgearbeitet – bis es einmal zu einer baulichen Umgestaltung kommen kann.

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