Stolberger Hotels freuen sich über viele Besucher

Von: Sarah-Lena Gombert
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Ob Geschäftsreisende oder Übernachtungsgäste: Die meisten Besucher nutzen den Stolberg-Aufenthalt für einen Abstecher zur Burg mit ihrer Altstadt. Foto: J. Lange

Stolberg. Das erste Quartal des laufenden Jahres ist erfolgreich für die Hotels in Nordrhein-Westfalen gelaufen: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat sich die Anzahl der Gäste und der Übernachtungen deutlich erhöht, wie aus einer Untersuchung des Statistischen Landesamtes mit Sitz in Düsseldorf hervorgeht.

Berücksichtigt sind allerdings nur Herbergen mit mindestens zehn Betten. Demnach sind in den ersten drei Monaten 5,1 Millionen Menschen in den Hotels des Landes untergekommen. Alleine für die Region Aachen und die Eifel sei die Zahl der Gäste um 7,9 Prozent gestiegen. Auch die Stolberger Hotels freuen sich über viele belegte Zimmer in den vergangenen Monaten. In vielen Fällen hängen diese Übernachtungen ganz eng mit der lokalen Wirtschaft zusammen.

„Bei uns gibt es in der Tat einen hohen Gästezuwachs – allerdings sind das längst nicht alles Touristen im klassischen Sinne“, sagt zum Beispiel Toni Christen, Inhaber des Hotels „Zum Walde“ in Zweifall. In seiner Unterkunft seien vor allem die Appartments in letzter Zeit sehr gefragt, vor allem unter ausländischen Gästen. „70 Prozent unserer Gäste kommen nicht aus Deutschland“, sagt er, räumt aber ein, dass es sich dabei durchaus um eine Momentaufnahme handelt. „Der aktuelle Grund ist, dass wir Gruppen aus beispielsweise Italien beherbergt haben, die von Zweifall aus die Geschichte des Hürtgenwalds erkunden wollten.“

Christen lobt auch die Arbeit der Stolberg-Touristik: „Wenn unsere Gäste Zeit haben, dann verbringen sie auch gerne einen Tag oder zumindest einen Nachmittag in der Stadt, und dann sind die Angebote der Touristik sehr wertvoll.“ Gerade die Burg und die Altstadt kämen bei vielen seiner Gäste sehr gut an.

Was den in Zweifall übernachtenden Gästen jedoch häufig fehle, sei eine bessere Anbindung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV): „Wer Urlaub macht, würde sein Auto eigentlich gerne am Hotel stehen lassen – aber mit dem Bus kommt man leider nicht so gut von hier weg.“ Dass aber auch im touristischen Bereich die Anzahl der ausländischen Gäste zugenommen habe, erklärt sich für Christen dadurch, dass deutsche Hotels und Gastronomie aktuell recht konkurrenzfähig seien im Vergleich zum benachbarten Ausland. „In Belgien haben die Preise ganz schön angezogen – das merken wir hier“, sagt er.

Größere Gruppen aus dem Ausland beherbergt ebenfalls das „City Hotel“ in der Stolberger Innenstadt immer wieder, wenn auch aus anderen Gründen als das „Zum Walde“ in Zweifall: „Wir haben viele Gäste, die sind Geschäftsleute, und die bleiben oft für einige Tage“, sagt eine Mitarbeiterin des Hotels, „doch aus Belgien, den Niederlanden und aus Österreich kommen häufig ganze Gruppen, die Touristen sind und von Stolberg aus die Region erkunden“, sagt sie. Eine andere Gruppe von Hotelgästen seien aber solche, die in Stolberg heiraten oder zu einer Hochzeitsgesellschaft gehören. „Da profitieren wir ganz stark von den Kooperationen, die wir hier beispielsweise mit der Burg und dem Kupferhof Rosental haben.“

„Unsere Übernachtungszahlen sind in der Tat gestiegen“, sagt auch Stefan Gogic vom „Vichter Landhaus“. Viele der Gäste, die im Hotel-Restaurant zwischen Vicht und Zweifall unterkommen, sind Geschäftsleute. Rund 80 Prozent der Gäste rechnet Gogic dem Bereich Business zu. „Das sind nicht nur Kunden und Mitarbeiter der Stolberger Firmen“, erklärt Gogic, „sondern auch Geschäftsleute, die beispielsweise Messen in Köln besuchen.“ Von Vicht aus bis zum Kölner Messegelände sei man mit dem Auto ungefähr eine Stunde unterwegs. „Die Zeit brauchen Sie unter Umständen auch, wenn Sie vom einen Ende Kölns ans andere fahren müssen.“

Auch größere Events in Aachen, so zum Beispiel das Pferdesport-Großereignis CHIO, sorge in den Stolberger Herbergsbetrieben für Hochbetrieb. „Zum CHIO sind wir regelmäßig ausgebucht“, sagt Gogic. Auch die Gäste in Vicht verbringen, wenn die Zeit es zulässt, gerne ein bisschen Zeit in Stolberg selbst. „Die Altstadt kommt natürlich gut an. Dass die Innenstadt allerdings mehr und mehr verwaist, weniger. Aber das ist ja ein Problem, mit dem mittlerweile viele Städte zu kämpfen haben. „Definitiv besser“ als im vergangenen Jahr läuft es auch im „Parkhotel am Hammerberg“ in der Stolberger Innenstadt.

„Wir verzeichnen in den ersten drei Monaten knapp 10 Prozent mehr Gäste“, sagt Dirk Stock. Auch in seinem Hotel ist ein Großteil der Gäste geschäftlich in Stolberg unterwegs, beispielsweise, um an einer Schulung der Unternehmen teilzunehmen, die hier in der Stadt ihren Hauptsitz haben. „Im Sommer haben wir erfahrungsgemäß mehr touristische Besucher in unserem Haus“, sagt Stock. Während seine Gäste voll des Lobes für die pittoresken Gassen der Altstadt seien, würden sich viele über mangelnde Angebote im Bereich der Gastronomie beklagen. „Auch die Beschilderung von Wanderwegen, beispielsweise der Kupferroute, ist in den Augen vieler Gäste nicht ausreichend“, sagt Stock.

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