Stolberger Hallenbad: Zauberhaft über das Wasser schweben

Von: Nadine Preller
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Quietschvergnügt: Hubert SchÀ
Quietschvergnügt: Hubert Schüller, stellvertretender Vorsitzender des Behindertenbeirats, sowie die Betreuerinnen der Kinder- und Jugendferienspiele Verena Ringering und Loredana Rubbeling (v.l.) würden die neue Wasserrutsche am liebsten gleich selbst ausprobieren. Foto: N. Preller

Stolberg. Ein heiliges Wunder im Stolberger Hallenbad? Oder warum schweben da plötzlich Kinderfüße unbeschwert knapp über der Wasseroberfläche? Bei näherem Hinsehen eröffnet sich dem Staunenden dann doch eine plausible Erklärung des Ganzen: Der Wasserlaufweg macht den Zauber möglich.

Besagte Plastikplane, einmal quer durch das Hallenbad am Glashütter Weiher gespannt, ist neben einem Wassertrampolin und einer Wasserrutsche jetzt neue Attraktion in Stolbergs einzigem Schwimmbad.

Großzügiger Spender der neuen Spielgeräte ist der Behindertenbeirat der Stadt Stolberg. „Uns ist es wichtig, dass die neuen Attraktionen von Kindern mit sowie ohne Handicap genutzt werden können - am besten noch nutzen sie die Geräte gleich zusammen”, sagt Hubert Schüller. Dass behinderte mit nicht behinderten Kindern künftig überall ganz unverblümt miteinander spielen können, liegt dem stellvertretenden Vorsitzenden des Behindertenbeirats am Herzen.

Und mit dieser Vorstellung dürfte er auch ganz der Idee der Hubertine-Heine-Stiftung entsprechen, mit deren Mitteln die Geräte finanziert wurden und deren erklärtes Ziel es ist, das der Stadt Stolberg vererbte Vermögen zugunsten behinderter Kinder einzusetzen.

Landung im seichten Wasser

Die Spielgeräte im Wert von 5000 Euro werden künftig sowohl im Nichtschwimmerbecken als auch im Schwimmerbecken zum Einsatz kommen. Und bereits am ersten Tag genießen die jungen Besucher des Hallenbads sichtlich ihr Privileg, auch unter den Ersten zu sein, die wie wild auf dem Trampolin in die Höhe springen können. Ein Schritt daneben? Egal, schließlich landet man im seichten Wasser. „Das Wasser ist das ideale Element, in dem sich auch Kinder mit Behinderung nahezu ungehemmt bewegen können”, sagt Michael Bosseler vom Jugendamt.

Seit Jahren fördert er in den Ferienspielen das Zusammenführen von behinderten und nicht behinderten Kindern. Und mit den neuen Geräten werde der integrative Gedanke fortgesetzt - denn natürlich werden diese jetzt pünktlich zu den Herbstferien auch in das Programm der Ferienspiele aufgenommen. Fachbereichsleiter Willi Seyffarth betont mehr noch, dass die Geräte künftig auch beim Schulschwimmen ihren Einsatz finden sollen. „Von der Spende profitieren somit alle jungen Menschen der Stadt.”

Koordiniert wird der fachgerechte Einsatz der Spielgeräte übrigens durch das Personal des Hallenbades in enger Abstimmung mit dem Sportamt und in Kooperation mit dem Jugendamt. Dieses übernimmt die pädagogische Betreuung der Angebote im Rahmen von besonderen Maßnahmen, so auch bei den aktuellen Ferienaktionen.
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