Stolberg - Stolberger Geschichte in Erinnerung: Online-Nachschlagewerk

Stolberger Geschichte in Erinnerung: Online-Nachschlagewerk

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Der kleine Bergbauzwerg Galminus zusammen mit Friedrich Holtz, dem Editor des Stolberger Alphabets der Heimatkunde. Foto: L. Otte/Galminus-Grafik: H. Albrecht

Stolberg. „Vor undenklich langer Zeit“, so heißt es in einer Sage, „lebten in unserer Gegend ganz viele Zwerge…“. Sie wohnten, zurückgezogen, tief unter der Erde und verbrachten ihr Dasein damit, ein sehr begehrtes Erz, den Galmei, aus den Stollen zu bergen. Irgendwann, mit dem Auftauchen der Franken und mit dem Verschwinden der Römer, zog es auch die Zwerge fort.

Und hier beginnt unsere Geschichte: In einer Gegenwart wie der heutigen, in der der Lebensalltag der Menschen bestimmt wird durch einen stetigen Wandel, durch Schnelllebigkeit und technologischen Fortschritt, wer nimmt sich da noch die Zeit für all die Geschichten, die einst unsere Kindheit geprägt haben? Für Märchen, Sagen, Fabeln oder gar Legenden? Es gilt, sich in Erinnerung zu rufen, wie wertvoll und faszinierend diese Texte zuweilen sind. Dafür muss der Einzelne vielleicht gar nicht die heimischen Bücherregale durchkämmen, denn viel Sagenhaftes findet sich gerade in Stolberg selbst.

Mit viel Liebe fürs Detail

Friedrich Holtz ist heute Editor des Stolberger Alphabets der Heimatkunde – ein Online-Nachschlagewerk für alle Regionalinteressierten. Er hat es sich in den vergangenen 25 Jahren zur Aufgabe gemacht, den Geschichten aus der Vergangenheit auf den Grund zu gehen. Und er hat diese schließlich, mit viel Liebe fürs Detail, zu einem literarischen Komplex zusammengestellt.

Neben Sachgebieten wie der Geologie, dem Bergbau und der Metallindustrie stößt man hier auch auf die Sagen der Zwerge. Und dabei gibt es einen, der ganz besonders in Auge fällt: Galminus. Der kleine Bergbauzwerg ist um die 2000 Jahre alt und lebte als letzter Verbliebener viele Jahrhunderte über versteckt. Doch vor einigen Jahren tauchte er plötzlich wieder auf der Bildfläche auf: „Damals ist im Zinkhütter Hof die Idee entstanden, ein Museumsmaskottchen zu kreieren, das als Sympathieträgerfigur museumspädagogische Aktivitäten unterstützt“, berichtet Friedrich Holtz.

Gutmütig und hilfsbereit

Schnell wurde deutlich, dass es eine Figur sein sollte, die vom Wesen her Gutmütigkeit und Hilfsbereitschaft verkörpert und gleichwohl fundamentale Bezüge zur hiesigen Region und Geschichte aufweist. Galminus erwies sich folglich als ideale Besetzung, denn die ganzen Sagengeschichten sind in seiner Gestalt vereint. Von Generation zu Generation wurden diese mündlich überliefert. Uralte Erzählungen von Penaten, Berg- und Hausgeistern, von den Schätzen unserer Stadt bis hin zu dem Sagengefüge der untergegangenen Stadt Gression: „Das Wesen der Tradierung ist ja, dass der Kern der Geschichte, und das über Jahrhunderte, erhalten bleibt“, setzt Holtz fort.

Und diese Aufgabe wird heute im Besonderen Galminus zuteil. Er sorgt dafür, dass die zahlreichen Erzählungen und Sagen der Kupferstadt nicht aus dem kollektiven Bewusstsein der Menschen schwinden. So wird sich der ein oder andere, vielleicht gerade jetzt an den etwas ruhigeren Tagen zu Jahresbeginn, noch einmal die Zeit nehmen, um sich zu vertiefen in die fantasievolle Welt der Märchen, Sagen und Legenden.

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