Stolberg - Stolberger Feuerwehr: 8459 Stunden für Mitbürger im Einsatz

Stolberger Feuerwehr: 8459 Stunden für Mitbürger im Einsatz

Von: Toni Dörflinger
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Stattlich: Groß war die Zahl der Jubilare und Geehrten von Stolbergs Feuerwehr, die auf zahlreiche Dienstjahre zurückblicken können oder mit Ehrenzeichen und Urkunden ausgestattet wurden. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Die Feuerwehr der Kupferstadt Stolberg ist leistungsstark, befindet sich auf dem neusten Stand der Technik und besitzt ein hoch motiviertes Personal, das ständig seinen Ausbildungsstand verbessert. Dieses stellen eindrucksvoll die Berichte unter Beweis, die anlässlich der Jahreshauptversammlung im Münsterbuscher Jugendheim von Feuerwehrleiter Andreas Dovern und Geschäftsführerin Regina Erschfeld den Besuchern vorgetragen wurden.

Zu den Gästen der gut besuchten Versammlung gehörten neben den Aktiven und den Abordnungen von THW, DRK, Polizei und den befreundeten Feuerwehrgruppen auch etliche örtliche Kommunalpolitiker. Neben den Berichten spielten auch Ehrungen und Beförderungen eine große Rolle. Untermalt wurde die Versammlung von Musikstücken, zu denen unter anderem die Nationalhymne, mehrere Märsche und das Feuerwehrlied gehörten. Sie wurden vom Musikzug und vom Spielmannszug der Feuerwehr im Wechsel dargeboten.

Neue Fahrzeuge

In den Mittelpunkt des Rückblickes hatte man beispielhaft die Ausrüstung der Wehr und einige Einsätze gestellt. Erläutert wurden die Bilder und Texte von Regina Erschfeld. So stellte sie den Besuchern die neuen Einsatzfahrzeuge für die Löschgruppen Gressenich und Stolberg Mitte vor, die neben den erforderlichen Lösch- und Bergeeinrichtungen auch mit einem Stromgenerator und einem Lichtmast ausgerüstet sind. Außerdem erläuterte sie den Gästen die Funktion und die Arbeitsweise eines neuen Schlauchabrollbehälters, der auch als Löschwasserspeicher bei abseits gelegenen Einsatzorten dienen kann.

Einheitliche Farbe

Verbessert wurde auch die Beschriftung und Bemalung des umfangreichen Fahrzeugparks. So sind jetzt alle Einsatzfahrzeuge mit einer einheitlichen Rotgelben Heckwarnbeklebung ausgestattet, die die Auffälligkeit der Fahrzeuge verbessern und der Sicherheit des Einsatzpersonales dienen soll. Vorgestellt wurde von Erschfeld auch die neue, aus Helmen, Jacken, Hosen und Handschuhen bestehende Schutzkleidung. Sie bietet einen adäquaten Schutz gegen Hitze, Säuren, Laugen, Lösungsmitteln und anderen Chemikalien.

Eine neue Bekleidung erhielt laut Erschfeld auch die Jugendfeuerwehr. Schließlich konnten die Jungen und Mädchen mit neuen Jacken, Stiefeln und T-Shirts ausgestattet werden, die jetzt für ein einheitliches Bild und guten Schutz bei schlechter Witterung sorgen.

Eine Rolle spielten bei den Berichten auch die vergangenen Einsätze. So erwähnte Erschfeld beispielhaft das Freiräumen der Breslauer Straße von umgestürzten Bäumen nach dem Sturm im Januar, das Großfeuer an der Kurt-Schumacher-Straße im März, der Geländebrand an der Prämienstraße im August und die Hilfeleistung bei diversen Verkehrsunfällen im Laufe des Jahres 2015 an der Jägerhausstraße, an der Eisenbahnstraße und vor dem Einmündungsbereich des Europatunnels.

Außerdem befassten sich die Wehrleute mit Brandschutzerziehung in Schulen und Kindergärten und waren im Bereich der Brandschutzaufklärung aktiv. Ihre Schlagfertigkeit und ihren Ausbildungsstand konnte die Wehr bei einer Übung auf dem Betriebsgelände der Dalli-Werke eindrucksvoll unter Beweis stellen.

Im wahrsten Sinne des Wortes für Spiel, Spaß und Spannung bei den jugendlichen und erwachsenen Aktiven hatte das „Spiel ohne Grenzen“ gesorgt, das man erstmals auf dem Gelände der Hauptwache an der Kesselschmiede durchführte. Neuerungen erfolgten auch im Bereich von Organisation und Struktur: Brandschutz, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz sind jetzt im Amt 37 zusammengefasst und gegliedert, das jetzt direkt Bürgermeister Tim Grüttemeier untersteht.

Diese umfangreiche Palette an Aktivitäten und Einsätzen war für Bürgermeister Grüttemeier Anlass, um den Männern und Frauen der Feuerwehr seinen herzlichsten Dank auszusprechen. „Sie haben große Herausforderungen bewältigt. Sie sind ein starker Partner in den Bereichen Bevölkerungsschutz und Gefahrenabwehr. Ihr Engagement und Ihr Einsatz ist keineswegs selbstverständlich“, versicherte der Bürgermeister, der den Wehrleuten auch für ihren Einsatz beim Aufbau und der Einrichtung der Flüchtlingsunterkunft in der Propst-Grüber-Schule dankte.

Zu Ende ging die zweistündige Veranstaltung mit Ehrungen und Beförderungen. Die Ehrungen wurden von Bürgermeister Tim Grüttemeier, Wehrleiter Andreas Dovern und Kreisbrandmeister Bernd Hollands vorgenommen. Sie überreichten Urkunden und Medaillen. Stolbergs Feuerwehr hat derzeit 524 Mitglieder, davon 246 Ehrenamtliche, 65 Hauptamtliche, 69 Jugendfeuerwehrleute, 34 im Spielmannszug, 28 im Musikzug und 82 in der Ehrenabteilung. Zahl der absolvierten Einsätze: Rettungsdienst 5057, Brandeinsätze 373, Hilfeleistungen 432 und Sonstige 128. Der Fuhrpark umfasst 46 Fahrzeuge. Das Feuerwehrpersonal absolvierte 8459 Einsatzstunden und 1456 Übungsstunden. Dabei waren 9343 Feuerwehrleute im Einsatz.

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