Stolberg - Stolberger Eisenbahnfreunde: Historische Dampfloks zum Frühschoppen

Stolberger Eisenbahnfreunde: Historische Dampfloks zum Frühschoppen

Von: dö
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Dietrich Nikel (rechts) widmete sich beim Frühschoppen der Stolberger Eisenbahnfreunde dem Abschied vom Dampflokbetrieb der Deutschen Bahn. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. 1977 endete bei der damaligen Deutschen Bundesbahn (DB) der Einsatz der Dampflokomotiven. Mitte der 1970er Jahre waren einige dieser Dampfloks Thema für den heute in Würselen beheimateten 60-jährigen Fluglotsen Dietrich Nikel.

Er hatte damals zahlreiche im Bahnbetriebswerk Rheine (Westfalen, Münsterland) eingesetzte oder abgestellte Dampfloks vor die Kamera bekommen. Seine damals entstandenen Bilder und Filme zeigte Nikel jetzt beim Frühschoppen der Stolberger Eisenbahnfreunde im Foyer des Hauptbahnhofes an der Rhenaniastraße, der mit 45 Besucher eine überraschend große Resonanz verzeichnete.

Mekka für Eisenbahner

„Rheine war um diese Zeit das Mekka der Eisenbahnfreunde. Dort konzentrierten sich damals zahlreiche, abgestellte Dampfloks. Sie wurden als Ersatzteillager genutzt oder kamen gelegentlich noch für Sonderzugfahrten in Frage“, sagte der Eisenbahnexperte, der ein umfangreiches und stattliches historisches Bildmaterial vorführte. Laut Nikel hatte man zahlreiche dieser Dampfloks zuvor für den Güter-, Fern- und Reisezugverkehr der Deutschen Bundesbahn genutzt.

Unterlegt wurde das von Nikel gezeigte Bildmaterial mit umfangreichen, technischen und logistischen Informationen, bei der die Fahrzeugtypen, die Ausstattung der Loks und ihre Einsatzgebiete im Fern- und Nahverkehr eine große Rolle spielten. Dabei standen die Bilder im Mittelpunkt, die ölgefeuerte Dampfloks im Einsatz oder im Ruhezustand zeigten: Schließlich hatte die Bahn bereits in den 1950er Jahren bei Dampfloks Ölfeuerung anstelle der traditionellen Beheizung mit Kohlen genutzt.

Dazu waren allein 55 Loks, wie ein fachkundiger Besucher zu berichten wusste, im Laufe der Zeit umgebaut und umgerüstet worden: Bei der Ölfeuerung wird zähes, dickflüssiges Schweröl im Tender auf 70 Grad erwärmt und durch einen Dampfstrahl im Brennraum zerstäubt und verbrannt.

Den Abschluss des Oktobertreffens der Eisenbahnfreunde machte der Stolberger Bahnexperte Roland Keller. Er führte per Bild in den 1950er und 1960er gebaute Dieselloks vor. Unter anderem waren dabei auch einige der rot lackierten Dieselloks zu sehen, die man ähnlich gebaut und ausgerüstet, als „VT 08“ schon 1954 für den Antrieb des „Fußball-Weltmeisterzuges“ genutzt hatte.

Reihe wird fortgesetzt

Fortgesetzt wird die Frühschoppenreihe der Stolberger Eisenbahnfreunde am Sonntag, 19. November, um 10.30 Uhr, im Foyer des Hauptbahnhofes an der Rhenaniastraße. Dann werden die Bahnexperten Völl und Dickmann unter anderem per Bild und Film von den Bahnerlebnissen der vergangenen Monate und einer Sonderzugfahrt im Jahr 2011 von Würzburg über Leipzig und Görlitz nach Krakau (Polen) berichten.

Abschluss des November-Treffens ist ein Film aus den 1950er Jahren, der den Fernverkehr der damaligen Deutschen Bundesbahn (DB) beleuchtet, der von blauen F-Zügen, schnittigen Dieselloks und Triebwagen geprägt war.

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