Stolberg - Stolberg will „demenzfreundlich” werden

Stolberg will „demenzfreundlich” werden

Von: gro
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Stolberg. Was muss geschehen, um dem Thema „Demenz” in Zukunft gerecht werden zu können? „Die Öffentlichkeit muss informiert werden. Information ist das wichtigste Mittel, um der steigenden Zahl von Demenzkranken in einer immer älteren Gesellschaft angemessen begegnen zu können”, mahnte Dr. Rudolf Harlacher bei seinem Gastauftritt in Stolberg.

Der Chef der Klinik für Geriatrie am Medizinischen Zentrum des Kreises Aachen machte vor den Mitgliedern des „Arbeitskreises Demenz” klar, dass die Anzeichen für eine Demenz häufig noch verkannt und die Behandlungsmethoden nicht selten falsch gewählt würden.

„Nur wer die Grundzüge einer Demenzerkrankung kennt, ist in der Lage, auf das oftmals herausfordernde Verhalten des Erkrankten zu reagieren”, betonte der Fachmann für Altersmedizin.

In diesem Sinne wird auch die Stadt Stolberg, die nach Aussage ihres Seniorenbeauftragten Paul Schäfermeier das Label der „Demenzfreundlichen Stadt” erringen möchte, ihre Bemühungen um eine Enttabuisierung in der Öffentlichkeit und eine bessere Vorbereitung der Angehörigen intensivieren. Eine erste Maßnahme - nach der Gründung des Arbeitskreises im Februar - ist ein Informations- und Diskussionsabend am Dienstag, 16. Juni.

Ab 18 Uhr werden sich der Krankenhausseelsorger Theodor Maas und Hasan Alagün vom Demenz-Servicezentrum für die Region Aachen/Eifel ausführlich zum Krankheitsbild äußern und Möglichkeiten der Hilfe und Entlastung aufzeigen.

„Wir müssen uns dem Phänomen frühzeitig stellen, weil die Zahl der Betroffenen in den nächsten Jahren deutlich zunehmen wird”, ist Paul Schäfermeier überzeugt. Die Teilnahme an dem Infoabend ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich.
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