„Stolberg Open“: Zufriedene Gesichter am Hammerberg

Von: Andreas Röchter
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Die Endspielteilnehmer der 3. „Stolberg Open“ kamen nach dem letzten Ballwechsel noch einmal zusammen. Foto: A. Röchter
Hammerberg
Ausgeglichene Bilanz: Am Freitag triumphierte Claudius Spirat (links) im Herren 30-Finale der „Stolberg Open“, einen Tag später nahm Markus Robioneck im Endspiel der Herren-Konkurrenz Revanche. Foto: A. Röchter

Stolberg. Ein vereinsinternes Duell über zwei Tage, das schließlich 1:1 endete, und fünf Hauptrundentitel für die Gastgeber: So lauten zwei Eckpunkte der Bilanz nach 17 Tagen Tennis bei den 3. „Stolberg Open“ auf der Anlage des TC Blau-Weiß Stolberg am Hammerberg.

Insgesamt 154 Spielerinnen und Spieler kämpften zweieinhalb Wochen lang um Ranglistenpunkte bei diesem hochwertigen Leistungsklassenturnier. 280 Partien setzte die Turnierleitung um Jürgen Sonnen, Joachim Nagelschmidt und Udo Chantré an. Am Freitag und Samstag wurden nun die insgesamt zwölf Finalspiele ausgetragen – je sechs in der Haupt- sowie der Nebenrunde, in der die Spieler, die in der ersten Hauptrunde unterlegen waren, eine zweite Chance bekamen.

Dabei stand nicht zuletzt das „Doppelduell“ der Vereins- und Mannschaftskameraden Markus Robioneck und Claudius Spirat, die beide für die Herren 30-Mannschaft des TC Blau-Weiß Stolberg aktiv sind und sich sowohl in der Herren als auch der Herren 30-Konkurrenz für die Endspiele qualifiziert hatten, im Fokus.

Den ersten Titel sicherte sich Claudius Spirat, als er die Herren 30-Partie mit 7:5 und 6:2 für sich entschied. Einen Tag später standen sich die beiden Kontrahenten erneut auf dem Hauptplatz der Anlage gegenüber. Und das Herren-Endspiel sollte sich zu einer ausgeglichenen, abwechslungsreichen und auch lang andauernden Partie entwickeln. Bis zum 3:2 für Markus Robioneck dominierte der jeweilige Aufschläger.

Doch dies sollte sich ändern. Robioneck schaffte das erste Break zum 4:2, um anschließend drei Spiele in Folge abzugeben. Doch auch Claudius Spirat zeigte kurzzeitig Nerven, als er beim Stand von 5:4 sein Aufschlagspiel zu Null abgab. Ein weiteres Break brachte Spirat wieder nach vorne. Diesmal blieb er konzentriert, hielt seinen Aufschlag und holte sich Satz 1, wie am Vortag, mit 7:5.

Auch in Durchgang 2 lief zunächst viel in Richtung Claudius Spirat, der über eine 2:0- und 4:2-Führung dem Sieg entgegenzustreben schien. Doch Markus Robioneck hatte andere Pläne. Er durchbrach den gegnerischen Aufschlag, glich aus und ging mit 5:4 beziehungsweise 6:5 in Führung. Ein Doppelfehler von Spirat sorgte schließlich für den Satzausgleich. Der Match-Tie-Break (bis zehn Punkte) musste die Entscheidung bringen: Markus Robioneck nahm den Rückenwind nach dem Gewinn des zweiten Satzes mit, lag schnell mit 3:0 vorne und baute seine Führung über den Zwischenstand von 4:2 auf 7:2 aus.

Als kurz darauf eine Vorhand von Claudius Spirat an der Netzkante hängen blieb, schien beim Stand von 8:2 mehr als die Vorentscheidung gefallen zu sein. Doch noch einmal bäumte sich der Sieger des Vortages auf und verkürzte auf 5:8. Allerdings zu spät: Der Punkt zum 9:5 bescherte Markus Robioneck vier Matchbälle. Gleich den ersten nutzte der Blau-Weiße zum Sieg bringenden Schlag.

Zwei Stunden zuvor hatte Blau-Weiß-Vorstandsmitglied Udo Chantré „sein“ Herren 60-Finale gegen Roland Jung (SW Mechernich) mit einem Ass eröffnet. Zwar wurde es im ersten Aufschlagspiel noch einmal eng – Chantré wehrte einen Breakball ab. Doch in der Folgezeit dominierte der Kupferstädter eindeutig. 6:0 lautete das Ergebnis des ersten Satzes. Doch ähnlich wie im ersten Durchgang tat sich Udo Chantré auch zu Beginn des zweiten Satzes schwer.

Er kassierte ein Break, glich postwendend zum 1:1 aus, gab kurz darauf aber zum zweiten Mal in Folge seinen Aufschlag ab und sah sich plötzlich gegen seinen taktisch klug agierenden Gegner mit 1:3 im Hintertreffen. Dann besann sich Udo Chantré jedoch seiner Stärken, spielte wieder konzentrierter, schaffte das Re-Break und ging mit 4:3 in Führung. Als dann Roland Jung per verschlagenem Volley leichtfertig die Chance zum 4:4 vergab, war Chantré zur Stelle. Das Break zum 5:3 und ein anschließendes souveränes Aufschlagspiel führten die Entscheidung herbei.

Neben Markus Robioneck, Claudius Spirat und Udo Chantré, trugen sich mit Werner Jahr, der nach seinem Sieg in der Herren 50-Konkurrenz auch im Finale des Herren 40-Wettbewerbs stand, dort aber unterlag, sowie Birgit Kogel-Petrillo zwei weitere Akteure des TC Blau-Weiß Stolberg in die Siegerliste ein. Sie alle nahmen während der Siegerehrung die Glückwünsche des Vorsitzenden Raymond de Waele sowie von Bürgermeister Tim Grüttemeier entgegen.

„Die ‚Stolberg Open‘ haben sich in nur drei Jahren zu einem weit über die Grenzen Stolbergs und der Region Aachen hinaus anerkanntem Turnier entwickelt, das organisatorisch und in Sachen Spielerqualität keinen Vergleich mit anderen Turnieren der gleichen Kategorie im Tennisverband Mittelrhein zu scheuen braucht. Dies ist nicht zuletzt der Verdienst der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, die zwar oft im Hintergrund agieren, ohne die jedoch eine solche Verantwortung nicht auf die Beine gestellt werden könnte“, betonte Udo Chantré, der auch 2. Vorsitzender des Vereins ist, nach dem Abschluss der Veranstaltung und blickte der vierten Auflage der „Stolberg Open“ im Jahr 2017 bereits mit Vorfreude entgegen.

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