Stolberg ohne Angst vor „Aquis Plaza“

Von: nai
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Stolberg. Das „Aquis Plaza“ in Aachen hat seine Türen geöffnet und rund 80.000 Menschen sind zur Premiere nur dafür in an den Kaiserplatz geströmt. 130 Geschäfte, 290 Millionen Kosten auf 29.000 Quadratmetern.

Tausende Menschen sind aus der ganzen Region angereist und haben schon um sechs Uhr morgens geduldig auf die Eröffnung des gläsernen Konsumtempels gewartet. Die Stolberger Geschäftswelt sieht die Eröffnung aber äußerst gelassen.

„Die Jugend geht sowieso in der Großstadt einkaufen“, sagt Marita Matousék vom Stadtmarketing. Sie glaubt nicht, dass sich für den Einzelhandel in Stolberg etwas ändert. „Die Geschäfte in der Aachener Innenstadt werden wahrscheinlich sehr unter dem Shopping Center leiden“, sagt sie. Die Probleme im Stolberger Einzelhandel lägen aber woanders, meint Matousék.

Barbara Kohler vom gleichnamigen Modehaus sieht das ähnlich: „Wir haben hier sehr wenig Laufkundschaft.“ In der Kupferstadt komme es vor allem auf die Stammkunden an. Wie die meisten Geschäftsleute in der Region hat auch sie sich informiert, welche Geschäfte in das neue Shopping-Center eingezogen sind. „Ich weiß, dass einige Firmen sich ganz bewusst gegen ein eigenes Geschäft im ,Aquis Plaza‘ entschieden haben, um den Geschäften in Aachen nicht zu schaden.“

Andere Marken könnten die Kunden jetzt eben in zwei Läden kaufen. „Uns wird das, glaube ich, nicht groß betreffen.“ Kohler weiß, dass die meisten ihrer Kunden ganz bewusst zu ihr ins Geschäft kommen. Auch weil sie Kleidung anbiete, die in der Region nicht überall erhältlich sei. „Und wir setzen natürlich auf intensive Kundenbetreuung.“ Etwas, das in großen Kaufhäusern in dieser Form nicht möglich sei.

Stefan Wallraven, Projektleiter bei Rathaus-Passage und -Carré, sieht durch „Aquis Plaza“ keine Gefahr für die Kupferstadt: „Auswirkungen wird das aber auf die Aachener Geschäfte haben.“

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