Stolberg - Stolberg liegt bei Logistik gut im Rennen

Stolberg liegt bei Logistik gut im Rennen

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Bei der Machbarkeitsstudie zum Industriedrehkreuz Stolberg – Inden — Weisweiler geht es auch um die Verkehrskapazitäten und den Ausbau von Straßen- und Schienennetz. Symbolbild: Stefan Sauer/dpa

Stolberg. Im März nächsten Jahres soll das Ergebnis der Machbarkeitsstudie zur Entwicklung des Industriedrehkreuzes Stolberg – Inden — Weisweiler vorgestellt werden. Das erklärten Christoph Kemperdick (NRW.Urban) und Boris Linden (Innovationsregion Rheinisches Revier) im Wirtschaftsförderungsausschuss der Kupferstadt.

Zuvor soll eine dritte Werkstattrunde der Akteure die bisher erarbeiteten Szenarien bündeln und werten. Dabei geht es vor allem um die Verkehrskapazitäten und den Ausbau von Straßen- und Schienennetz, zukunftsorientierte Forschungsthemen und die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, die Bildung einer Standortmarke sowie die kurz- und mittelfristig verfügbaren Flächenpotenziale.

Für den Start reicht die Verkehrsanbindung, aber die Gutachter gehen davon aus, dass die Vollendung des dritten Bauabschnittes der L 238 erforderlich ist, um das zukünftige Verkehrsaufkommen zu bewältigen, wenn zusätzliche Züge in Stolberg umgeschlagen würden. Bedarf sieht Kamperdick. In fünf Jahren werde sich das Verkehrsaufkommen der Nordseehäfen verdoppeln. Die Straßen der Hafenstädte seien bereits dicht, eine Verlagerung auf die Schiene willkommen. Bezogen auf den Euregio Railport in Stolberg, der als Hinterlandterminal der Nordseehäfen auf die schienengebundene Logistik abzielt, stehen kurzfristig rund 19 Hektar Flächen zur Verfügung. Weitere 21 Hektar wären mittelfristig nutzbar, befinden sich aber in privater Hand.

Im Umfeld des Kraftwerks Weisweiler sind 50 Hektar kurzfristig, 85 Hektar mittelfristig und 100 Hektar langfristig nutzbar. Die Konversion der eigentlichen Kraftwerksfläche kann erst ab 2030 erfolgen, wobei RWE über ein alternative Kraftwerk Stromerzeugung nachdenke, so Kemperdick. In Weisweiler gilt mit 795 Hektar das Flächenangebot als so groß, dass selbst größere Handels- und Freizeitnutzungen eine Industrie- und Logistikansiedlung sowie Forschungsoutsourcing nicht stören würde. Beispiele waren der Flächenbedarf von Ikea (12 Hektar) und dem Heidepark (85 Hektar).

Stolberg mit seinem umfangreichen Güterbahnhof an zentraler Strecke biete sich für einen Güterumschlag und logistikaffines Gewerbe als Standort an.

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