Stolberg - Stolberg ist zur Hochzeitsstadt geworden

Stolberg ist zur Hochzeitsstadt geworden

Von: Ottmar Hansen
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Die Stolberger Burg ist bundesweit eine der beliebtesten Stätten, um zu heiraten. Aber auch im Zinkhütter Hof oder im historischen Rathaus werden immer mehr Ehen geschlossen. Die Stadt hat jetzt für alle Heiratswilligen eine neue Broschüre aufgelegt und Stammbücher mit neuen Motiven angeschafft.
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Bürgermeister Ferdi Gatzweiler und Standesamtsleiter Roland Gilleßen (von Links) präsentieren die neuen Stammbücher.

Stolberg. Für den schönsten Tag im Leben hat sich Stolberg zur bevorzugten Adresse entwickelt, 302 Paare gaben sich vergangenes Jahr hier das Ja-Wort. Nicht zuletzt, weil Stolberg ein reizvolles Ambiente für die Eheschließung zu bieten hat. „Wir haben mit viel Akribie dafür gesorgt, dass Stolberg zur Hochzeitsstadt geworden ist“, freut sich Bürgermeister Ferdi Gatzweiler.

Aus München, Frankfurt oder London kommen Anfragen von Paaren, die den Bund fürs Leben in Stolberg schließen wollen. „Das liegt auch daran, dass wir das Standesamt aus dem Rathaus heraus geholt haben“, betont Gatzweiler, der regelmäßig bei großer Nachfrage auch selbst als Standesbeamter einspringt. „Stattdessen vollziehen wir die Trauungen an den schönsten Orten in der Stadt.“

Dazu gehören das Waldhotel, das Historische Rathaus, der Zinkhütter Hof und natürlich die Burg. Dort kann man auch unter freiem Himmel heiraten, etwa auf der Burgterrasse. Und nach Abschluss der offiziellen Zeremonie nahtlos in die Feier mit Freunden und Verwandten übergehen.

„Viele sind im Internet auf unsere Hochzeitsangebote gestoßen“, weiß Roland Gilleßen, Leiter des Standesamtes. Viele kommen aber auch dank Mundpropaganda aus der Städteregion nach Stolberg, um in der Kupferstadt zu heiraten.

Ein weiterer Trumpf neben den unvergleichlichen Heiratsorten Stolbergs ist die Flexibilität der Behörde. Vieles ist machbar. „Wir hatten schon zwei Hochzeiten in mittelalterlichen Kostümen auf der Burg“, erinnert sich der Bürgermeister.

Eine der beiden „historischen“ Eheschließungen wurde im Sommer bei über 30 Grad im Schatten vollzogen. „Da haben wir in unseren Kostümen ganz schön geschwitzt“, so Gatzweiler. Ein Harley-Club habe vor der Hochzeit zweier Mitglieder vor der Burg einen „Soundcheck“ seiner Motorräder erklingen lassen.

Bei einer anderen Hochzeit hätten fünf Dobermänner das Brautpaar begleitet. Es werde jedoch darauf geachtet, dass die Eheschließung (oder die Beurkundung der Lebenspartnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare) an sich mit dem nötigen Ernst stattfinde, so Gatzweiler.

Die Stadt hat inzwischen neue Stammbücher mit zehn verschiedenen Symbolen auf dem Deckel angeschafft und eine farbige Broschüre aufgelegt. Die Trauung im Standesamt während der Woche kostet 80 Euro, am Wochenende 200 Euro. Für die Eheschließung im Rittersaal der Burg werden 320 Euro fällig.

Hinzu kommen die Kosten für die Reinigung sowie für die Feier in dem alten Gemäuer. Die einheimische Gastronomie und Hotels haben sich ebenfalls auf die gestiegene Nachfrage eingestellt und vermieten auf Nachfrage auch eine Hochzeits-Suite.

Für das kommende Jahr hat die Verwaltung bereits feste Trauungstermine festgelegt. Geheiratet wird am 4. Januar, 1. Februar, 1. März, 12. April, 3. Mai, 7. Juni, 5. Juli, 2. August, 6. September, 27. September sowie 8. November. Für das laufende Jahr sind noch zwei Termine am 9. November frei.

Wer aber besondere Terminwünsche hat, etwa an dem Jahrestag heiraten möchte, an dem er damals seine Angebetete kennen gelernt hat, oder ein Datum braucht, dass er sich besser merken kann (14.4,.2014), kann auch das mit den Standesbeamten ausmachen. Ansprechpartner sind Roland Gilleßen (13461), Heike Kluck (13466) und Stefan Babic .

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