Stolberg ist für den Wintereinbruch gewappnet

Von: lbe
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In allen Höhenlagen war es der kälteste April seit 1997. Foto: Uwe Zucchi/dpa

Stolberg. Bei Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt lohnt sich ein erster Blick mitten in die Wintervorbereitungen der Stadt Stolberg. Denn die laufen so langsam an.

Die offizielle Wintersaison beginnt für die Stadt zwar erst am 1. November. Bis dahin müssen aber das Streusalzlager gefüllt, die Fahrzeuge geprüft und die Mitarbeiter eingewiesen und mit neuen Revieren vertraut gemacht werden – und damit hat das Technische Betriebsamt (TBA) auch schon begonnen.

Streusalz sei genügend vorhanden, sagt der stellvertretende Leiter des TBA, Heinz Heitkämper. Eingelagert seien derzeit rund 1500 Tonnen. Und Nachschub könne innerhalb von 24 Stunden geliefert werden. Mit diesem Salz würden im Fall der Fälle nicht nur die Straßen bestreut, sondern auch die sogenannten Salzkisten, die in der Stadt verteilt stehen, befüllt. Wenn es richtig frostig wird, können die Mitarbeiter das Streusalz-Splitt-Gemisch aus den Kisten entnehmen und Gehwege – beispielsweise an Schulen – damit bestreuen. So soll sichergestellt werden, dass auch niemand ins Rutschen kommt.

Sollte – bei aktueller Wetterlage nicht ausgeschlossen – noch vor November Gefahr durch Schnee oder Frost drohen, würden die Mitarbeiter des Technischen Betriebsamtes auch vor dem 1. November ausrücken. „Das sind dann Einsätze auf freiwilliger Basis“, sagt Heitkämper. Denn vom Gesetzgeber dazu verpflichtet seien sie erst im elften Monat des Jahres.

„Bei leichtem Frost würden wir nicht fahren, erst dann, wenn auch Gefahren drohen“, sagt Heitkämper. Dann aber auch nur punktuell an den Stellen, an denen Gefahr drohe und nicht im gesamten Stadtgebiet.

Enden wird der Winterdienst offiziell am 31. März im nächsten Jahr. Sollte sich aber auch in diesem Zeitraum der Winter bis in den April hinziehen, werde auch dann punktuell bei Gefahr gehandelt.

Dass zunächst mal genügend Streusalz eingelagert sei und die Vorbereitungen bisher gut liefen, ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Lagerhalle in Mausbach ihren Dienst getan hat. Sie ist marode, verbogen, rostig und ihre Standsicherheit nicht mehr gewährleistet. Dennoch muss sie noch ein Jahr lang halten. „An der Situation vom vergangenen Jahr hat sich nicht viel geändert. Aber im nächsten Jahr wird eine neue Streusalzhalle gebaut. Aktuell ist diese Halle aber noch in Planung“, sagt Heitkämper. Und fügt hinzu: „Das muss funktionieren, eine andere Möglichkeit haben wir nicht.“

Er sei jedoch zuversichtlich, dass die Halle dieses eine Jahr noch standhaft bleibe. Die neue Halle solle dann auch ein größeres Fassungsvermögen haben, so dass mehr Streusalz eingelagert werden könne.

Bis dahin muss die alte Halle, die zuvor ein Möbellager war, in Mausbach aber wohl wieder mit Paletten mit Betonsteinpflaster gestützt werden – so wie auch im Jahr zuvor schon. So soll ein Auseinanderdriften der Fußpunkte verhindert werden. Das Herausrieseln von Salzkörnern muss dann in diesem Winter wohl noch einmal in Kauf genommen werden.

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