Stolberg im Wandel: Die Stadt streift ihren schlechten Ruf ab

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Bürgermeister Tim Grüttemeier (l.) und der Landtagsabgeordnete Axel Wirtz (r.) durchforsten schon heute die Pläne der Zukunft. Foto: lbe

Stolberg. Der Ruf der Stadt Stolberg verändert sich. Darüber sind sich Bürgermeister Tim Grüttemeier und der Landtagsabgeordnete Axel Wirtz (beide CDU) einig. Das nehme man nicht nur in Stolberg wahr, sondern auch über die Stadtgrenzen hinaus.

 „Wir konnten in den vergangenen Jahren die Negativspirale drehen. Früher wurde die Stadt mit einem stinkenden Bahnhof und rechtsradikalen Gruppen verbunden. Heute erleben wir eine Aufbruchstimmung, die überregional bemerkt wird“, sagt Grüttemeier.

Damit das so bleibt und stetig noch besser werde, sitzen die beiden Männer schon jetzt über den Plänen der Zukunft. Stolberg habe bislang an vielen Förderprogrammen teilgenommen. Dadurch wurden städtebauliche Maßnahmen, wie beispielsweise die Innenstadtgestaltung, erst möglich. Auch die Erstellung des Sozialplans, der den Stolbergern die Möglichkeit gab, ihre Ortsteile zu bewerten und auf Schwachpunkte aufmerksam zu machen, konnte realisiert werden, weil ein Förderprogramm teils die finanziellen Mittel lieferte. Um so fortzufahren, solle schon jetzt geplant werden, was in vier bis fünf Jahren in Stolberg passieren muss. Denn auch weiterhin wolle sich die Stadt für Förderprogramme von Land und Bund bewerben. Doch darüber gesprochen werden, müsse jetzt.

Besonders im Fokus stehen bei den derzeitigen Planungen mögliche neue Gewerbeflächen. Denn Wirtz und Grüttemeier gehen davon aus, dass die Grundstücke im Gewerbegebiet Camp Astrid in einiger Zeit belegt sein werden. In den Jahren 2000 bis 2009 konnte die Stadt keine Grundstücke für den Handel oder Betriebe zur Verfügung stellen. So etwas solle nicht noch einmal passieren.

Daher planen sie schon heute für die nächsten Jahre. Mögliche Flächen wären am Zincoli-Gelände/Cockerillstraße in Münsterbusch. Dort könnten mittelständische Unternehmen angesiedelt werden. Zwar sei das jetzt noch Zukunftsmusik, doch aus den Fehlern der Vergangenheit habe man gelernt.

Ein weiteres, wichtiges Thema sei die innere Sicherheit. „Die Polizeipräsenz ist mangelhaft“, sagt Wirtz. Das sei aber kein typisches, Stolberger Problem, sondern ein generelles. „Die Menschen fühlen sich nicht sicher und das muss sich ändern. Es kann nicht sein, dass ständig Gullydeckel in Ladenlokale fliegen und niemand etwas dagegen unternimmt“, so Wirtz.

„Die Polizei leistet, was möglich ist“, sagt Grüttemeier. Man habe ein gutes Verhältnis. Dennoch ändere das nichts daran, dass zwei Streifenwagen von St. Jöris bis Kal-terherberg nicht reichen. „Da ist das Land gefordert“, sagt Wirtz, und ergänzt: „Polizisten gehören auf die Straße und nicht in die Amtsstuben.“ Dafür wolle er sich auch weiterhin stark machen.

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