Stolberg - „Stolberg goes Österreich“: Falco-Schau stimmt auf Kulturfestival ein

„Stolberg goes Österreich“: Falco-Schau stimmt auf Kulturfestival ein

Von: Dirk Müller
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Zur inoffiziellen Eröffung des diesjährigen Kulturfestivals „Stolberg goes Österreich“ wurde in den Räumen der Sparkasse eine Ausstellung zu Leben und Werk des österreichischen Sängers „Falco“ eröffnet. Foto: D. Müller

Stolberg. Ein Wochenende mit vollem Programm steht der Kupferstadt bei „Stolberg goes Österreich“ bevor, und bei der elften Auflage des Kulturfestivals fand die „inoffizielle“ Eröffnung ebenfalls zum elften Mal in Form einer Ausstellung statt, zu der die Sparkasse an der Rathausstraße noch bis zum 23. Juni zu den bekannten Öffnungszeiten einlädt.

Im Mittelpunkt der sehenswerten Schau steht „Falco – ein österreichisches Musikwunder“. Zu sehen sind Plakate, Schallplatten, Zeitungsartikel und vor allem zahlreiche Fotos, die sowohl den Weltstar Falco, als auch den Privatmenschen Johann Hölzel, der 1998 ums Leben kam.

Das Besondere an der Ausstellung ist ihre Einzigartigkeit: Kulturmanager Max Krieger selbst hat die Exponate über viele Jahre zusammengetragen, und die faszinierende Ausstellung ist in dieser Art ausschließlich in Stolberg zu sehen.

Auf den Fotos ist Falco zum Beispiel mit mehreren Größen der Unterhaltungsbranche und weiteren Prominenten zu sehen. Die Bilder zeigen den Ausnahmemusiker in Gesellschaft von Peter Alexander, Hans-Joachim Kulenkampff, Thomas Gottschalk, Joachim „Blacky“ Fuchsberger, Mike Krüger, Niki Lauda, den Schauspielerinnen Ursela Monn und Brigitte Nielsen, die mit Falco 1987 den Song „Body next to Body“ aufnahm.

Auf einem Foto ist Falco in der Mitte des niederländischen Produzenten- und Musiker-Duos Rob und Ferdi Bolland zu sehen, die große Hits wie „Rock me Amadeus“ und „Jeanny“ für das österreichische Musikwunder produzierten. Aber auch der private Johann Hölzel wird bei der Ausstellung gezeigt, etwa beim Kuchenessen mit seiner Großmutter oder mit Frau und Kind. Damit spiegelt die Schau die innere Zerrissenheit wider, die Peter Adrian, Vorsitzender des Kleinkunstfördervereins Talbahnhof, in seiner Einführung in die Ausstellung thematisierte.

Verstärkt durch Alkohol- und Drogenkonsum konnte der Star irgendwann nicht mehr zwischen dem Menschen Johann Hölzel und der Kunstfigur Falco trennen.

Privat sei Hölzel ein rücksichtsvoller, sehr harmoniebedürftiger und eher schüchterner Mensch gewesen. Die Kunstfigur hingegen war, wie Falco es in „Rock me Amadeus“ indirekt auch über sich selbst singt: „Er war Superstar, er war populär, er war so exaltiert, genau das war sein Flair“. Und die Grenze zwischen Privatmensch und Superstar verschwamm auf tragische Weise.

Schon traditionell machte die Ausstellung, bei der Sparkassen-Gebietsleiter Klaus Wohnaut die Gäste begrüßte, auch musikalisch und kulinarisch Lust auf das Wochenende von „Stolberg goes“. Über den Gaumen erreichte das Motto-Land Österreich mit Tafelspitz, Wiener Schnitzel, Semmelknödeln, Apfelringen an Vanilleeis und mehr die Besucher.

Eine klangvolle Einstimmung auf das Kulturfestival steuerten die „Bovenberger Musikanten“ bei. Die Blaskapelle aus Heistern spielte Titel wie den „Bozener Bergsteiger Marsch“ und den „Saluto Lugano Marsch“.

Bereits bestens eingestimmt war der Bürgermeister: „Es liegt ein tolles Wochenende vor uns“, zeigte Tim Grüttemeier sich zuversichtlich. „Max Krieger ist es erneut gelungen, ein fantastisches Programm auf die Beine zu stellen, und ich freue mich auf die ,Powerkryner‘ am verkaufsoffenen Sonntag ebenso wie auf ,The Spirit of Falco‘ am Samstagabend auf dem Kaiserplatz und die vielen weiteren Konzerte, Partys und Veranstaltungen in der Altstadt“, bekannte der Bürgermeister.

Am Freitag läuft „Stolberg goes Österreich“ sich schon ab 10 Uhr warm, wenn die Gilde der Marktschreier auf dem Willy-Brandt-Platz in lautstarke Aktion tritt.

Am Abend lädt dann der Kunsthandwerker Hof am Alter Markt zum Wiener Café ein (siehe Infokasten), und in zehn Stolberger Gaststätten steigt die „Aprés Ski Party“.

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