Stolberg-goes-Italy: Krieger zieht erste Bilanz

Von: -jül-
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Konzentriert zwischen Komplime
Konzentriert zwischen Komplimenten und Kritik: Veranstalter Max Krieger grenzt das Kulturfestival von einem Stadtfest ab. Foto: J. Lange

Stolberg. Es gab Komplimente wie auch Kritik. Nur eins macht Max Krieger in einer ersten Bilanz des Stolberg-goes-Italy-Wochenendes direkt klar: „Man darf ein Kulturfestival nicht mit einer Stadtparty verwechselns”, reagiert der Kulturmanager auf Wünsche, die Veranstaltung bis zur Mühle auszudehnen ebenso wie auf Beschwerden, dass sie sich bis zum Bastinsweiher hinzog.

„Wir sollten uns wieder auf die ursprüngliche Idee besinnen, mit dem Kulturfestival die touristischen Glanzpunkte der Kupferstadt herauszustellen”. Und das Herz Stolbergs seien nun einmal Burg und Altstadt. „Wer die gesehen hat, war begeistert”, berichtet Krieger von positiven Reaktionen des Publikums.

Wetter und Kurzurlaub

Diese gelten auch für das Angebot der venezianischen Gondel auf dem Bastinsweiher mit rund 300 Fahrgästen am Samstag - „eine einmalige Attraktion, die das Thema dieses Jahr hergab.” Aber man dürfe die Festivalstrecke nicht überstrecken. Während der Spezialitätenmarkt auf dem Kaiserplatz durch Qualität und moderate Preise geglänzt habe, habe der Besuch zu wünschen übrig gelassen. Ein Umstand, der dem langen (Urlaubs)Wochenende vermutlich ebenso zu schulden ist wie dem Wetter. Unter dem hatte nicht nur die Parade - die auch die Frequenz des verkaufsoffenen Sonntags stimuliere - zu leiden, die zeitverzögert dennoch startete. „Mein Dank an alle, die ausgeharrt haben”, sagt Krieger, der registrierte, dass mit der Sonne die Menschen wieder in die Stadt strömten.

Gleichwohl hatte der Regen zu Verzögerungen geführt. „Musikanlagen fielen aus, konnten aber dank Notmanagements schnell ersetzt werden.” Apropos Musik. Zeitgenössische italienische Klänge mögen zwar in deutschen Ohren schnell wie Schlager klingen, aber das gesamte Programm sei auf insgesamt sieben Bühen ausgewogen gestaltet gewesen: von klassichen Interpretationen und neapolitansichen Klängen über Operette und Big-Band-Sound bis hin zur Operngala. „Für jeden Geschmack etwas”, sagt Krieger und verweist auch auf Kunstausstellungen, Kinderbetreuung und Feuershow zur italienischen Nacht. Dass beispielsweise die zahlreichen Besucher beim Band-Konzert im Rittersaal der Burg unter fehlender Klimatechnik zu leiden hatten, ist ein alt bekanntes Problem der Stadt. Die beteiligt sich übrigens finanziell nicht an dem Kulturfestival. „Nur dank des Engagements der Sponsoren kann ich das bei freiem Eintritt als zusätzliches Angebot zum normalen Kulturmanagement auf die Beine stellen”, sagt Krieger, der das Risiko für seine Veranstaltung auch alleine trägt.

Als Glücksgriff und besonderes Highlight habe sich dabei der Festival-Ausklang im Kupferhof Rosental erwiesen. Die Operngala unter freiem Himmel vor der klassizistischen Fassade wurde von weit über 250 begeisterten Besuchern nicht nur gut angenommen, sondern sie war gleichzeitig eine Premiere nicht nur für die weitere Kulturfestival-Reihe. Max Krieger und Kupferhof-Inhaberin Monika Lück planen bereits weitere Open-Air-Konzerte an dieser historischen Stätte mit Ambiente und Atmosphäre.
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