„Stolberg goes Irland“: Stolbergs Charme und irische Lebensart

Von: Dirk Müller
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Die Großveranstaltung beim Festival „Stolberg goes Irland“ lockte mit echtem „Dublin Soul“ schon zum Auftakt am Samstag mehr als 2000 Besucher auf den Kaiserplatz. Sie kamen bereits bei dieser Gelegenheit voll auf ihre Kosten. Foto: D. Müller
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Die Coriovallum Pipe Band zog nach dem Konzert der Commitments und auch am Sonntagnachmittag Hunderte Besucher im Takt der Dudelsäcke vom Kaiserplatz mit hinüber in die Altstadt.
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Auch am Sonntag war der Kaiserplatz bei bestem Wetter voller Menschen. Sie verfolgten die Musikbeiträge und nutzten dann den verkaufsoffenen Sonntag des Stolberger Einzelhandels.
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Die letzte Zugabe spielen „The Stars from the Commitments“ zusammen mit der regionalen Band „Chain of Fools“.
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Die „Pat McManus Band“ sorgte im Rittersaal der Burg für einen furiosen Auftakt des Kulturfestivals.

Stolberg. Das Fazit ist eindeutig: Irland als Ländermotto ist ein wahrer Glücksgriff für das Kupferstädter Kulturfestival gewesen. „Eine echte irische Party war dann gut, wenn man sich am nächsten Tag nicht mehr daran erinnern kann“, sagte Brian Mandt, Präsident der Deutsch-Irischen Gesellschaft, aber „Stolberg goes Irland“ wird den Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben – als wohl das beste „Stolberg goes“ bisher.

Das Lebensgefühl der grünen Insel genossen am verkaufsoffenen Sonntag Tausende Besucher, die durch die Straßen der Stadt strömten und denen beim Finale von „Stolberg goes Irland“ noch einmal ein abwechslungsreiches und volles Programm geboten wurde. Etwa am Kaiserplatz, wo auf der großen Bühne Tanz und Musik stattfanden und original Guinness-Bier lockte.

Von dort aus konnten die Gäste sich im wahrsten Sinne des Wortes musikalisch mitziehen lassen, denn imposante „Pipe and Drum Bands“ marschierten klangvoll durch die Stadt und gaben Platzkonzerte an den diversen Schauplätzen des Festivals. Und zahlreiche Fans zogen Schritt für Schritt mit. Wie bereits am Samstag bot sich dabei ein Zwischenstopp an der Aktionsbühne bei Kaesmacher an.

Nach dem Genuss von Irish Stew, Guinness, Whiskey und der Livemusik am Steinweg konnte es weitergehen in Richtung Burg-Center, Altstadt und Burg. Irische Tänze, ein multimedialer Vortrag über die grüne Insel, irische Märsche und insgesamt 14 Konzerte machten den Festival- und Shopping-Sonntag äußerst attraktiv. Die Kupferstadt zeigte sich von ihrer besten Seite und lud zum Schlendern, Verweilen und Genießen ein.

Die große Bühne am Kaiserplatz zog schon am Samstagabend rund 2000 Besucher an, als „The Stars from the Commitments“ ihr Konzert gaben. Der „Dublin Soul“ der weltbekannten und in Stolberg begeistert gefeierten Band war zweifelsohne ein besonderes Highlight des rundum gelungenen Kulturfestivals. Dazu zählte auch der Überraschungseffekt, als am Ende des Konzertes die „Coriovallum Pipe Band“ trommelnd und Dudelsack spielend vom Kaiserplatz über Steinweg und Klatterstraße in die bereits zuvor sehr gut besuchte Altstadt zog. Begleitet von Hunderten Festival-Gästen, die anschließend eine großartige „Irish Old City Night“ erlebten.

Der Rittersaal der Burg wurde zum Kinosaal, als der Film „The Commitments“ gezeigt wurde, und Livekonzerte mit feinster irischer Musik am Alter Markt, im Kupferhof Rose, auf den Burghöfen und in den Altstadtkneipen unterhielten die Besucher glänzend. Der Charme der historischen Stolberger Altstadt vereinte sich mit irischem Lebensgefühl, die Gäste waren von dem Programm wie von der Kupferstadt begeistert. Selbstverständlich amüsierten sich auch viele „Einheimische“ bestens.

„Stolberg und Irland – das passt einfach wirklich zusammen. Gute Musik und gute Getränke mögen sowohl die Iren, als auch die Stolberger sehr gerne“, sagte ein ausgewiesener Altstadt-Kenner. „Tolle Musik“, „schöne Altstadt“ und „klasse Atmosphäre“, war von anderen Besuchern des Kulturfestivals allerorten zu hören.

Voller Rittersaal

Bereits der Start von „Stolberg goes Irland“ am Freitagabend war wegweisend und fulminant: Statt einer offiziellen Eröffnung mit kleinem Programm wie bei den vorherigen Auflagen des Festivals feierten die Stolberger und die Gäste ausgelassen und gesellig eine „Irish Pub Night“, die es in sich hatte. Die Blues-Rock-Legende Pat McManus sorgte mit seiner Band für einen proppenvollen Rittersaal und beste Stimmung. Die leise Kritik „kein Guinness in der Burg“ verstummte schnell, denn das schwarze Gebräu war an den anderen Stationen des Abends reichlich vorhanden.

Während am Burghaus die Livemusik in der angenehm kühlen Abendluft erklang, wurde es in den Gaststätten bald heiß: Bands spielten irischen Folk, Guinness wurde nahezu nonstop gezapft, und die zahlreichen Besucher fühlten sich in den gemütlichen und urigen Stolberger Altstadtkneipen mindestens so wohl wie in Irland. Die Musik bei den rund 35 Konzerten am Festivalwochenende war natürlich „very irish“; umso bemerkenswerter war die Vielfalt: Rockiger Blues, Soul, Pipe Bands mit Dudelsack-Sound und irischer Folk in zahlreichen ansprechenden Varianten – von historischem über traditionellem bis zu modernem Folk, „Celtic-Rock“, „Speed Folk“ und mehr – kamen bestens bei den Gästen an.

Weniger Vielfältig war indes die Qualität der Konzerte von „Stolberg goes Irland“, denn diese reichte „lediglich“ von gut bis sehr gut.

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