„Stolberg goes Afrika“: Viele positive Rückmeldungen

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
5680040.jpg
Frequentierte Nahtstelle zwischen Burg und Alter Markt: In der Burgstraße war bei „Stolberg goes Afrika“ die Koexistenz von Festivalbesuchern, Pkw- und Linienverkehr zeitweise nur wenig entspannt. Foto: D. Müller

Stolberg. Ein bunter afrikanischer Basar in der Altstadt, beste Unterhaltung an den Bühnen, Schlangestehen vor der Burg und Stehplätze in der vollen Finkenbergkirche. Lebensfreude und Leidenschaft der Akteure prägen das Bild der weltoffenen und fröhlich feiernden Kupferstadt.

Die Kameras und Smartphones der zahlreichen Besucher halten nicht nur exotische Programmpunkte fest, sondern nehmen immer wieder die imposante Burg und die pittoresken Häuser und Gassen der Altstadt in den Fokus, was auf viele auswärtige Gäste schließen lässt. Wer „Stolberg goes Afrika“ erlebt hat, kann eigentlich nur ein positives Fazit ziehen.

So auch Max Krieger, der als Kulturmanager der Stadt die Hauptverantwortung für die Festivalreihe trägt: „Ich habe sehr viele gute Rückmeldungen bekommen. Von den Besuchern und den Aktiven.“ Musiker, Tanz- und Showgruppen sowie Händler seien voll des Lobes für die Stimmung und das tolle Publikum in der Kupferstadt gewesen. „Sie haben sich rundum wohlgefühlt. Der beste Beweis dafür ist, dass alle gefragt haben, wann sie wieder nach Stolberg kommen können“, sagt Krieger. Ihn habe es besonders gefreut, dass auch aus der Kupferstadt selbst wieder eine starke Beteiligung das Programm des Kulturfestivals bereicherte:

„Es gab drei Kunstausstellungen und die Aktionsbühne mit Programm im Steinweg, der Kulturverein ,City Starlights‘ und die Evangelische Gemeinde haben wieder Programmpunkte beigesteuert.“ Zahlreiche Geschäfte hätten zudem ihre Schaufenster dem Afrika-Motto entsprechend gestaltet und an dem verkaufsoffenen Sonntag teilgenommen. Die Unterstützung aus „den eigenen Reihen“ in Stolberg werde immer größer, was zeige, wie akzeptiert das Kulturfestival sei. Größer ist aber auch „Stolberg goes…“ geworden, sowohl was Programm als auch Besucherzahl anbelangt. Dennoch waren manche Veranstaltungen weniger gut besucht.

Der Vortrag der Volkshochschule lockte elf Gäste ins Turmzimmer, das Interesse an afrikanischen Märchen war noch geringer. „Es mag auch am schönen Wetter gelegen haben, dass die Indoor-Programmpunkte weniger wahrgenommen wurden. Grundsätzlich aber ist nicht nur die Anzahl der Besucher wichtig“, meint Krieger. Um ein vielfältiges Festival mit kultureller Bandbreite zu bieten, seien die Nischen ebenfalls abzudecken.

„Auch wenn Musik, Tanz, Kunst, Show und Kulinarisches die Leute anzieht, hat Kultur mehr Facetten, die ganz bewusst mit in das Gesamtkonzept von ,Stolberg goes…‘ einfließen sollen.“ Dies werde auch bei der achten Auflage des Festivals so bleiben, ebenso wie die geografische Konzentration auf den Bereich von Altstadt bis Burg, die sich bewährt habe. Aber „Stolberg goes…“ habe eine Dimension erhalten, die auch manche Änderung erfordern würden. „Wie schon in diesem Jahr wird es auf dem Kaiserplatz zur Parade auch ein Getränkeangebot geben. Allerdings müssen wir dann auch die Toiletten im Rathaus geöffnet halten.“

Eine andere wichtige „Baustelle“ sei die Burgstraße. Konnten sich Autos und Festivalbesucher am Freitagabend dort noch weitgehend arrangieren, wurde es am Samstag für einige Stunden eng an der Nahtstelle zwischen Alter Markt und Burg. Hunderte flanierende Menschen trafen regelmäßig auf entnervte Autofahrer, und spätestens immer wenn die Busse des Linienverkehrs sich mühsam ihren Weg durch das bunte Treiben bahnten, war statt entspannter Festivalatmosphäre aufmerksame Vorsicht geboten. „Wenn man will, dass ,Stolberg goes…‘ weiter wächst, muss man auch dementsprechend handeln“, sagt Krieger, dass er sich künftig eine bessere Lösung für die Burgstraße wünsche.

„Ich werde mich bemühen, die Stadtverwaltung und die Aseag an einen Tisch zu bringen.“ Bei schönem Wetter wäre es wichtig, die Situation zu der „Hauptstoßzeit“ wie bei „Stolberg goes Afrika“ am Samstag zwischen 17 und 22 Uhr zu entzerren. „Während dieser Zeit könnten die Linienbusse umgeleitet und ausschließlich den Anwohnern die Zufahrt mit Pkw gestattet werden. Ob solche Maßnahmen umsetzbar oder notwendig sind, entscheide aber nicht ich, sondern das Ordnungsamt.“

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert