„Stolberg goes Afrika“ erhitzt die Gemüter

Von: gro
Letzte Aktualisierung:
4457810.jpg
Nach den USA in diesem Jahr soll Afrika 2013 im Mittelpunkt von „Stolberg goes“ stehen. Foto: (eis)

Stolberg. Das Thema für das kommende Jahr wurde zwar einstimmig für gut befunden, doch es ging beinahe unter in den Diskussionen, die sich im Kulturausschuss entwickelten. Denn wenn es, wie von Kulturmanager Max Krieger geplant und am Dienstag vorgestellt, vom 31. Mai bis 2. Juni „Stolberg goes Afrika“ heißen wird, darf sich die Kupferstadt mit ihrer Veranstaltungsserie großer Konkurrenz gewiss sein.

Parallel und dann bereits seit dem 29. Mai steht im benachbarten Aachener Stadtteil Kornelimünster „Roncallis historischer Jahrmarkt“ auf dem Programm. „Und das bedeutet Highlights am laufenden Band“, monierte ein entsetzter Willi Claßen (SPD) – und stellte die Frage, ob es denn nicht auf Ebene der Städteregion eine koordinierende Stelle für Großveranstaltungen gebe. Die gibt es, bestätigte Max Krieger und machte keinen Hehl daraus, „dass das sicherlich nicht mein Wunschtermin ist“. Er habe für eine Verlegung um eine Woche (später) plädiert, sei aber mit diesem Vorschlag bei der Geschäftswelt mit Hinweis auf den bereits angemeldeten verkaufsoffenen Sonntag am 2. Juni auf Ablehnung gestoßen.

„Stärken Sie mir den Rücken“

„Der SMS-Vorstandssprecher Patric Peters hat das so mit den Einzelhändlern vereinbart. Stärken Sie mir mit Ihrem Votum den Rücken, dann werde ich noch einmal einen Versuch unternehmen, die Verantwortlichen umzustimmen“, forderte der Kulturmanager mit spürbarem Unbehagen.

Diesen soll es nach entsprechender Abstimmung nun tatsächlich geben, wobei der Ausschuss-Vorsitzende Axel Wirtz zu bedenken gab: „Wir müssen auch realistisch sein. Gegen die Geschäftswelt zu agieren, wird in diesem Fall äußerst schwierig sein.“ Einen Konsens zu finden, aber offensichtlich auch. Denn laut Krieger habe es auch bei der Bewertung des dem Wochenende vorgelagerten Fronleichnamstages (30. Juni) sehr unterschiedliche Ansichten gegeben. „Die Geschäftsleute sind der Meinung, dass an diesem langen Wochenende nur wenige Leute verreisen werden, weil eine Woche davor Pfingsten liegt. Das sehe ich etwas anders.“

Man darf gespannt sein, ob es in diesem Interessenkonflikt eine Lösung geben wird. Sollte das tatsächlich der Fall sein, müsste das am Dienstag vorgestellte Kulturprogramm für das Jahr 2013 noch einmal umgeschrieben werden.

<i>Traditionell mit der Neujahrsmatinee – diesmal am 20. Januar und mit der RWE Band – wird das Kulturjahr in Stolberg eingeläutet.

Fünf auf das Jahr verteilte Abokonzerte, vier Kunstprojekte im Rahmen der Artibus-Reihe, das Schülertheaterfestival (Mai/Juni), die Ausstellung „Meine Heimat“ und das Gemeinschaftskonzert der Stolberger Männerchöre (beide November) bilden die Schwerpunkte des Programms.

Hinzu kommen die Sonderausstellung „Körperformen“ in der Burggalerie, „Märchen aus aller Welt“ und ein Benefizkonzert mit der Big Band des Landespolizeiorchesters NRW.</i>

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert