Stolberg forciert Realisierung des Service-Zentrums im Bahnhof

Von: -jül-
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Vergleichbar mit den Dorv-Läden in Jülich-Barmen und im Dürener Grüngürtel soll das Angebot des Service-Zentrums in Stolberg auf den Bedarf der Reisenden und Besucher abgestimmt sein. Die Realisierung eines Kiosk in einem Hauptbahnhof gilt in der Städteregion als Modellprojekt.

Stolberg. Weiterhin engagieren möchte sich die Verwaltung bei der Realisierung eines Service-Zentrums im Stolberger Hauptbahnhof – gemeinsam mit den Partnern der Städteregion, des Aachener Verkehrsverbundes (AVV) und der EVS (Euregio Verkehrsschienennetz GmbH), die in die Sanierung des Hauptgebäudes investiert und dort ihren Betriebssitz und Stellwerk eingerichtet hat.

Bereits bei der Durchführung einer Machbarkeitsstudie zur Einrichtung eines solchen Servicezentrums hatte sich die Stadt im breiten politischen Schulterschluss eingebracht. Schließlich geht es über das Angebot eines Kioskes nebst umfangreichen Dienstleistungsangebot auch um die Bewirtschaftung einer öffentlichen Toilettenanlage, die neben den Nutzern auch alle Fraktionen seit Jahren für den Hauptbahnhof einfordern.

Die Machbarkeitsstudie, die von dem Landes-Modellprojekt „Dienstleistung und Ortsnahe Rundum-Versorgung“ (Dorv) durchgeführt wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass „unter bestimmten Umständen der Betrieb eines Servicezentrums tragfähig ist“, berichtet Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt. Nicht in einer klassischen, aber alternativen Betriebsform, wie sie Dorv beispielsweise in Barmen und im Dürener Grüngürtel seit Jahren anbiete, könne das Projekt realisiert werden. Geplant sei nun, dass die Dorv Quartier gGmbH Betreiber des Service-Centers werde und auch die Betriebskosten für Ladenlokal, WC-Anlage und Fahrradstation tragen solle.

Ein weiteres Pilotprojekt

Nachdem das Dorv-Konzept neben dem ländlichen Raum auch in Stadtteilen, aus denen sich kommerzielle Anbieter zurückgezogen haben, inzwischen erfolgreich bundesweit und auch in die Nachbarländer übertragen wird, soll ein solcher Bahnhofs-Servicepunkt ebenfalls als Pilotprojekt für die Region entwickelt und betrieben werden. „Hintergrund ist auch diesen Lösungsansatz ebenfalls übertragbar zu machen auf andere nicht mehr versorgte Bahnhöfe“, erläutert Pickhardt.

Ganz wesentlich dabei sei es, dass eine Finanzierung der Erstinvestition – wie in allen anderen Fällen auch – aus dem Umfeld zu erbringen sei.

Im Wesentlichen gehe es dabei um die Einrichtung des Pilotprojektes, an deren Kosten sich EVS, AVV und Städteregion ebenfalls beteiligen. Sie dürften bei rund 80.000 Euro liegen. Auf die Kupferstadt würde ein Anteil von 27.000 Euro, maximal 30.000 Euro entfallen, die der Stadtrat auf seiner Sitzung am heutigen Dienstag noch für dieses Jahr bereitstellen soll, damit das Service-Zentrum zeitnah realisiert werden kann.

Mit Fertigstellung des Hauptbahnhofes und des Ringschlusses sowie der Sanierung des Bahnhofsumfeldes soll das Service-Zentrum bereits etabliert sein. Derweil sind hinter den Kulissen die Planungen für das Parkhaus mit „Skywalk“ zum Mittelbahnsteig sowie die Abstimmungsgespräche zur Realisierung mit der Deutschen Bahn angelaufen.

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