Stolberg - Stolberg baut digitales Gewerbeflächenkataster auf

Stolberg baut digitales Gewerbeflächenkataster auf

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Das Wort vom Gewerbeflächenkataster geht leicht über die Lippen, aber ein geeignetes digitales Werkzeug zu erstellen, dass möglichst allen praktischen Anforderungen gerecht wird, ist gar nicht so einfach.

Einen Weg dazu aufgezeigt hat das Wirtschaftsförderungsamt jetzt dem zuständigen Fachausschuss. Er beauftragte die Verwaltung einstimmig, den vorgeschlagenen Weg zu verfolgen. Die genauen Kosten zur Einrichtung eines kommunalen „gisTRA“-Portals sollen ermittelt und die Finanzen dafür für den kommenden Haushalt angemeldet werden.

Derzeit nutzt das Amt eine umfangreiche Excel-Liste, um Anfragen nach Gewerbeflächen und Ladenlokalen möglichst zeitnah zu beantworten und „damit gleichzeitig den Leerstand von Ladenlokalen zu bekämpfen“, sagt Bürgermeister Tim Grüttemeier. Diese Liste habe sich zwar bewährt, aber für die Zukunft sei eine Einbettung als Datenbank in ein Verwaltungsprogramm geplant. „Technisch ist das machbar“, sagt Nathalie Malekzadeh. Die Leiterin des Wirtschaftsförderungsamtes macht aber auch auf das Problem der Vollständigkeit aufmerksam. Das Amt ist abhängig von externen und privaten Informationen, um solch eine Liste möglichst aktuell zu halten. Daher sei eine derartige Datenbank wenig geeignet zur Erfassung eines vollständigen Gewerbeflächenkatasters, da nicht die Darstellung aller angemeldeten Gewerbe im Vordergrund stehe, sondern die Dienstleistung der Verwaltung für den Kunden zur Um- und Ansiedlung innerhalb des Stadtgebietes.

Bündelung von Informationen

Zur Darstellung angemeldeter Unternehmen könne man sich des Verwaltungsprogramms „Migewa“, wie es von Ordnungsämtern genutzt wird, bedienen. Es beinhalte zwar Informationen zu jedem angemeldeten Gewerbe und genieße eine hohe Aktualität, aber die Suche anhand bestimmter Kriterien könne nur über die Regio-It erfolgen. Zudem biete das Programm lediglich Informationen zu den Unternehmen an sich, jedoch keine Angaben zu Flächen, Immobilien und Leerstand. „Somit kann das Programm für die tägliche Arbeit der Wirtschaftsförderung allenfalls eine ergänzende Informationsquelle sein“, erklärt Malekzadeh, die weitere Szenarien prüfte. Das eigene Portal soll an ein größeres bereits bestehendes Angebot angeschlossen werden.

Das Portal „gisTRA“ der Agit erfülle die Anforderung, auch bei bundesweiten oder international suchenden Interessenten berücksichtigt zu werden und verfüge zudem über eine Schnittstelle mit www.immobiliensout24.de, so dass auch dort alle privaten und gewerblichen Angebote beachtet werden könnten. Weiterhin angeschlossen seien zudem weitere kommunale Portale, so dass „gisTRA“ der zentrale Baustein sei, die die Angebote aller Quellen bündelt, in die verschiedenen kommunalen Portale einspeist und selbst mit Informationen aus allen Quellen versorgt wird.

Erforderlich wird nun die Erstellung einer Stolberger Version eines „gisTRA“-Portals, das in die kommunale Datenbank eingebettet wird, und die Programmierung einer Schnittstelle zu „gisTRA“ selbst. Die Verwaltung kalkuliert mit Kosten in Höhe eines hohen vierstelligen Betrags.

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