Stolberg - Sternsingergruppe aus Büsbach besucht die Kanzlerin in Berlin

Sternsingergruppe aus Büsbach besucht die Kanzlerin in Berlin

Von: Sarah Siemons
Letzte Aktualisierung:
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Fahren zur Kanzlerin nach Berlin: Die Büsbacher Sternsingerinnen und -singer. Foto: zva

Stolberg. Ein heller Stern führte die heiligen drei Könige zum Stall nach Bethlehem, so lautet die Überlieferung in der Bibel. In Anlehnung an diese Geschichte machen sich in diesen Tagen wieder viele Sternsinger auf, um Segenssprüche zu verteilen und Geld für das Kindermissionswerk zu sammeln.

Auch in Büsbach sind seit Tagen 22 Kinder und Jugendliche unterwegs, um von Tür zu Tür zu gehen und mit Kreide den Segen aufzuschreiben. Vier von ihnen treten morgen eine besondere Reise an: Sie besuchen die Bundeskanzlerin in Berlin.

Seit elf Jahren betreut Stephanie Jaskulski die Büsbacher Sternsinger. Und jedes Jahr beteiligt sie sich mit den Gruppen am Preisrätsel des Kindermissionswerkes. „Jetzt hatten auch wir mal Glück und haben gewonnen”, erklärt sie. Doch so einfach, wie es scheint, war das Ganze nicht. Denn das Glückwunschschreiben samt Einladung aus der Hauptstadt ging auf dem Weg ins Pfarrheim Sankt Hubertus verloren.

„Doch zum Glück hat sich das Missionswerk auch noch einmal direkt an mich gewandt”, sagt Jaskulski. Ob dem zweiten Brief schließlich ein Stern den richtigen Weg nach Büsbach gewiesen hat, ist unterdessen nicht überliefert. Das ist für Jennifer Wibbels, Rebecca Schulze, Jasmin Hugo und Matthias Jaskulski auch nicht wichtig. Wichtig ist für die Auserwählten Sternsinger nun ersteinmal die Reise nach Berlin. „Meine Eltern haben mir gesagt, dass das eine sehr schöne Stadt ist”, sagt die zehnjährige Rebecca. Aber auch auf die Begegnung mit der Kanzlerin freuen sich die vier. „Ich denke, dass sie eine ganz normale Frau ist, freue mich aber trotzdem sie zu treffen”, verrät die fünfzehnjährige Jasmin.

Kronen im Gepäck

Morgenfrüh um kurz vor sieben Uhr geht´s los. Die Deutsche Bahn hat das Zugticket gesponsert, das Missionswerk zahlt die Unterkunft. Knapp sechs Stunden dauert die Fahrt bis nach Berlin. „Unsere Gewänder und die Kronen und Turbane haben wir dann im Gepäck”, sagt die zwölfjährige Jennifer. Mitnehmen werden die vier, die von Stephanie Jaskulski begleitet werden, auch ein Gedicht, die wichtige Kreide, eine Schatztruhe und den Stern als Symbol. Denn die Gruppe aus Stolberg trifft im Kanzleramt zwar auf 108 andere Sternsinger aus ganz Deutschland und Ostbelgien, reist jedoch mit einem besonderen Auftrag an.

Denn es werden Jasmin, Jennifer, Rebecca und Matthias sein, die je eine Strophe des Gedichtes vortragen, anschließend mit Kreide den Segensspruch an die Pforte des Kanzleramtes schreiben und dann die Schatztruhe öffnen. In diese wird Angela Merkel nämlich eine stolze Summe aus ihrer eigenen Tasche legen, wissen die Kinder schon heute. Wieviel wissen sie allerdings nicht. „Das ist aber ganz egal, denn wir kommen auch zu denen, die nichts spenden und erteilen den Segen”, erklärt der vierzehnjährige Matthias. Auf die besondere Ehre, nicht nur als Vertreter des Aachener Bistums eingeladen worden zu sein, sondern auch als Repräsentanten aller Sternsinger im Kanzleramt zu sprechen, freuen sich die vier schon sehr. Und sie werden mit Sicherheit viele Geschichten erzählen können, wenn sie am Montagabend nach Hause zurückkommen.
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