Stolberg-Mausbach - Stephan III. strahlt im Sturm

Stephan III. strahlt im Sturm

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Der strahlende Prinz: Stephan III. (Mertes) erlebte ungeachtet aller Sturmwarnungen einen tollen Triumphzug. Foto: D. Müller
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Echte Hingucker, wie die noch original verpackten Barbie-Puppen, gab‘s reichlich in Mausbach

Stolberg-Mausbach. Während die Sonne sich durch die dicken Wolken über Wölleklösien nur hin und wieder blicken ließ, strahlte er die ganze Zeit: Der Mausbacher Karnevalsprinz Stephan III. (Mertes) erwies sich als sturmerprobt und wurde von tausenden Jecken bei seiner Triumph-Fahrt über die Straßen Wölleklösiens kräftig gefeiert.

Die KG Löstige Wölleklös hatte einen närrischen Lindwurm organisiert, der nicht vom Winde verweht war, sondern Spaß am Straßenkarneval mit Sicherheit vereinte. Dazu hatte die Mausbacher KG selbst zur Säge gegriffen und Aufbauten auf ihren Wagen kurzerhand entfernt.

Planen wurden eingerollt und zahlreiche Spanngurte kamen zum Einsatz, um die jecken Gefährte sturmtauglich zu machen. So flankierten die Löstigen Wölleklös ihren Prinzen Stephan III. sowohl mit den munteren Fußgruppen der Kinder- und Jugendabteilung samt Eltern, der Wölleklöschen, der Tanzgarde, des Damenelferrats, des gut aufgelegten Hofstaats Seiner Tollität, als auch mit den stattlichen Karnevalswagen von Prinzengarde und Herrenelferrat. Weitere große Wagen brachten die CG Schevenhütte und die „Werther‘s Echten op Kölsch-Tripp“ auf die Straßen Wöllklösiens, während die KG Adler Werth ihren „Wagenbau extrem“ mit Burg und anderen Wagen wegen der Sturmwarnung ebenso wenig präsentieren konnte wie die Mausbacher Gruppe „Plan B“ ihr närrisches Gefährt.

Treu blieben beide Gruppen dem Mausbacher Rosenmontagszug dennoch und gingen zu Fuß mit. Hingucker gab es viele in dem ansprechenden Umzug – einer davon waren sicherlich die noch original verpackten Barbie-Puppen. Oder die Glücksbringer vom Männergesangverein Mausbach, der seit 2 x 11 Jahren am Zug in Wölleklösien teilnimmt – diesmal als Kleeblätter, Schornsteinfeger und Glückspilze. Witzig anzusehen waren auch die „Super Mario Brothers“ und die „Kirche to go“ des Mausbacher Kirchenchors Cäcilia, der neben Messdienern und Bischof sogar den Papst auf den jecken Umzug geschickt hatte.

Dschungelcamper waren gleich zwei Mal vertreten, sowohl aus Mausbach, als auch von der „IG Dachschaden“, und die Brasselskapell hatte sich „Mer spelle laut un spelle schnell“ auf die Fahne beziehungsweise den Wagen geschrieben. Gut gelaunt waren auch die Närrischen Lehmjörese der KG Vicht, und eine beeindruckend große Fußgruppe von Grün-Weiß Mausbach amüsierte die Zuschauer als Eskimos.

Lustige Kühe waren auf den Mausbacher Straßen unterwegs, Pippi Langstrumpf war gleich vielfach zu sehen, und das Stolbärchen ging nicht etwa beim Rosenmontagszug in der Stolberger Innenstadt mit, sondern in Mausbach. Außerdem verkörperten die City Starlights noch weitere witzige Figuren. Für den guten Ton im Zug zeichneten das Mausbacher Trommler- und Pfeifercorps Mausbach und die Musikvereinigung Euphonia Mausbach verantwortlich.

Mit einer wahren Sensation warteten zudem jecke Archäologen auf: „Meer hann hämm vonnge“, stand auf ihrem Bollerwagen zu lesen. Mit diesem transportierten sie einen waschechten Römer, den sie am Tag zuvor in Gressenich ausgegraben hatten. Die Konsequenz für das Supermarkt-Bauvorhaben in Gressenich teilten die Archäologen auch gleich mit: „Seij könne wiijer baue!“ Die ausrichtende KG Löstige Wölleklös, alle an dem närrischen Lindwurm beteiligten Gruppen und die vielen heiteren Jecken am Straßenrand bereiteten Stephan III. einen tollen Triumphzug an einem Rosenmontag, an dem der Sturm in Mausbach kein großes Thema war.

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