Stolberg - Steinbruch Schevenhütte: 1800-Kubikmeter-Felsplatte abgestürzt

Steinbruch Schevenhütte: 1800-Kubikmeter-Felsplatte abgestürzt

Von: tol/red
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steinbruch schevenhütte
Durch die abgestürzte Felsplatte steigt der Pegel im Steinbruchkessel erneut. Foto: R. Roeger

Stolberg. Im Steinbruch Schevenhütte ist am Freitagvormittag eine 1800 Kubikmeter große Felsplatte abgeplatzt und in den mit Wasser gefüllten Steinbruchkessel gestürzt. Die drei Meter dicke Schieferplatte lässt den Wasserpegel um einen halben Meter steigen. Jetzt sind nur noch etwa eineinhalb Meter „Luft“ bis zum Rand.

Vor genau einem Jahr sahen die Schevenhütter die Ortsrandbauten an der Nideggener Straße von einer Flutwelle bedroht. Die Panik hätte am Karfreitag noch größer sein dürfen: Der Wasserspiegel ist gegenüber dem Vorjahr noch einmal um mehr als vier Meter gestiegen. Einen halben Meter davon hat eine große Schieferplatte verursacht, die am Freitag ins Becken stürzte.

Geschätzte 20 Meter breit, 30 Meter hoch und drei Meter dick war die Wand, die jetzt im trüben Wasser verschwunden ist. Doch trotz des bedrohlich wirkenden hohen Wasserstandes zogen sich Polizei und Feuerwehr dieses Mal zurück, ohne große Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Um 14 Uhr hatte der Stadtbrandinspektor Ortstermin mit Vertretern des städtischen Umwelt- und Ordnungsamtes. Auf dem Berg am Waldrand wurden weitere Risse begutachtet, die in absehbarer Zeit weitere Steinmassen nach unten schicken werden, und am Beckenrand wurden Pegelstände markiert, die täglich kon­trolliert werden sollen.

Maßgeblich für die Entscheidung, dieses Mal nicht zu baggern und zu pumpen, ist aber die Tatsache, dass sich offensichtlich nicht mehr so viel Material lösen kann, wie nötig wäre, um das Becken zum Überlaufen zu bringen.

Es rutschten zwar am Nachmittag immer noch kleine Mengen an Steinstücken nach, eine echte Bedrohung erkannten aber weder die Vertreter der Stadt noch der Feuerwehrchef.

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