Stolberg - Stein für Stein wächst die neue Schule

Stein für Stein wächst die neue Schule

Von: Anja Klingbeil
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Großbaustelle am Rhein-Nassau-Weg: Auf rund 8200 Quadratmetern entsteht die neue Gutenbergschule. Im August 2011 sollen hier die Schüler einziehen. Foto: A. Klingbeil

Stolberg. Die Mädchen und Jungen der Kindertagestätte Zwergenburg am Rhein-Nassau-Weg drücken sich derzeit die Nasen an den Fenstern platt. „Besonders die Jungs sind ganz wild drauf, sich dieses Spektakel anzusehen”, erzählt Kita-Leiterin Claudia Breuer und lacht.

So ist das eben mit Jungs, wenn sie Bagger sehen. Und die sind direkt neben der Kita mächtig beschäftigt. Es ist die wohl größte Baustelle derzeit in der Kupferstadt, auf die die Kindergarten-Kinder den besten Blick haben. 20 Millionen Euro werden dort am Ende verbaut sein. So viel kostet der Neubau der Gutenbergschule, die am neuen Standort ein modernes Gebäude beziehen wird. Gestartet ist die Großbaustelle am 15. März.

Seitdem hat sich bereits viel getan. Die Rohbaumaßnahmen sind weit vorangeschritten. So weit, dass die eigentlich für Juni geplante Grundsteinlegung vielleicht schon im Mai über die Bühne gehen kann.

Gut im Zeitplan

„Wir sind sehr gut im Zeitplan”, sagt Christophe Göller, Pressereferent des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR). Und das obwohl der harte Winter beim Verlegen der Kanäle und Einrichten der Zuwege doch zu Problemen geführt hat.

Bauherr ist der Landschaftsverband, der gleichsam auch Träger der Gutenbergschule ist. Der LVR hat das rund 8200 Quadratmeter große Areal bereits im Jahr 2008 erworben. Die Gutenbergschule ist bisher am Sperberweg auf der Liester beheimatet. Dort allerdings in recht verfallenen Gebäuden. Und so ist auch der Rektor der Förderschule für sprachbehinderte Kinder und Jugendliche froh, dass nun endlich mit dem Bau der neuen Schule begonnen wurde. „Ich freue mich sehr, dass wir pünktlich einziehen können. Mit dem Standort bin sehr zufrieden. Wir durften ja damals auch mitentscheiden, wo wir mit der neuen Schule hinwollen”, sagt Wolfgang Röber.

In nur 15 Monaten soll der Neubau fertig werden. Zum 1. August 2011 sollen die Mädchen und Jungen ihre neuen Klassenzimmer beziehen. Und auch in Sachen Energiesparen wird die neue Schule viel zu bieten haben: Sie entsteht in Passivbauweisse. Somit werden sich auch die im Vergleich zu Normalbauten hohen Investitionskosten schnell amortisiert haben. Denn die neue Gutenbergschule wird einen niedrigen Energiebedarf aufweisen. Ein spezielles Belüftungssystem etwa sorgt dafür, dass eine Strom fressende Klimaanlage nicht nötig ist. Sonnenlicht-Kollektoren auf dem Dach versorgen die Einrichtung mit Solarenergie.

Wo zurzeit die große Baugrube klafft, wird bald der Rohbau stehen. Der soll Ende Oktober 2010 bereits hochgezogen sein. Die Schule wird aus zwei Teilen bestehen: einer zur Straße hin, teilweise dreistöckig, der andere mit zwei Geschossen. Ein Farbkonzept ist allerdings noch nicht enwickelt. Wie die Fassade aussehen wird, das wird derzeit erarbeitet. Auch mit den Arbeiten im Inneren wird dann erst ab November begonnen. Die Ausschreibungen für die Gewerke wie Elektroinstallationen oder Sanitäranlagen laufen.

Für die Kinder der Zwergenburg gibt es also noch einige Monate Aufregendes zu beobachten. Sie können erleben, wie die Schule wächst, Stein für Stein, Fenster für Fenster. „Das ist ja auch sehr lehrreich für die Mädchen und Jungen. So eine Art Live-Kino eben”, sagt Tagesstätten-Leiterin Claudia Breuer.
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