Stefan Nägler ist fast so schnell wie die Profis

Von: Heike Eisenmenger
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Will bald bei den Tourenwagen durchstarten: Das erst 18 Jahre alte Motorsporttalent Sefan Nägler aus Stolberg verdient sich den Respekt gestandener Profis. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg-Donnerberg. Wenn der 18-jährige Stefan Nägler Gas gibt, muss sich die Konkurrenz warm anziehen: Der junge Rennkartfahrer gilt als viel versprechendes Nachwuchstalent im Motorsport. Es ist seine erste Saison im Tourenwagen, zuvor fuhr er vier Jahre lang Rennkart.

Die Tourenwagen-Saison ist für Stefan Nägler eine Bewährungsprobe, er gehört zum Nachwuchsteam der „Kartschule.de”.

Der angehende Industriemechaniker hatte seinen ersten Wettbewerb im Oktober, startete bei einem Fun-Cup-Rennen in Oschersleben, saß dort am Steuer eines flotten Käfers.

Genau genommen sei der Flitzer allerdings kein Käfer, „der Unterbau stammt von einem anderen Autotyp”, erklärt der 18-Jährige. Das erste Rennen begann viel versprechend, sein Team hatte sich direkt auf Platz sieben vorgearbeitet, fiel dann aber aufgrund eines technischen Defektes auf Platz 27 zurück.

Davon ließ sich Stefan Nägler aber nicht aus der Ruhe bringen, er arbeitete sich vom letzten Platz noch bis auf Rang 16 vor. Auch wenn dies nicht die Platzierung war, die der junge Stolberger anvisiert hatte, so hat doch das Aufhölmanöver gezeigt, was in ihm steckt.

„Stefan ist im Schnitt nur zwei Sekunden langsamer als ein Werksfahrer. Im Motorsport sind zwei Sekunden zwar eine kleine Ewigkeit, aber wenn man bedenkt, dass ein Werksfahrer tagein tagaus hinter dem Lenkrad sitzt, relativiert sich das. Die Werksfahrer, mit denen wir gesprochen haben, waren jedenfalls erstaunt darüber, wie schnell er als Neueinsteiger unterwegs ist. ”, erzählt sein Vater Bernd Nägler stolz.

Bernd Nägler ist Fahrschullehrer, unterstützt seinen Sohn, begleitet ihn zu fast allen Rennen. Insgesamt neun Rennen auf internationalen Strecken muss der junge Stolberger in diesem Jahr bestreiten. Gefahren wird auf Rennstrecken wie Monza, Spa Francorchamps, Nürburgring, Hockenheim und Oschersleben. „Dort fahren zu dürfen, das ist super, weil es wichtig ist, diese wichtige Strecken kennen zu lernen, Erfahrungen zu sammeln”, sagt Stefan Nägler, der von seinem ersten Fun-Cup-Rennen als „Schnellster Neueinsteiger” ausgezeichnet wurde.

Ebenfalls im Oktober war die Weltmeisterschaft im Fun-Car-Rennen auf dem Nürburgring. Am Start waren 80 Autos und Fahrer, darunter Profis, aus 16 Nationen. Das Team der Kartschule.de kam in der deutschen Wertung Platz 5 und in der Gesamtwertung Platz 49.

Erste Testfahrt im Polo

Im Monat April wartet eine neue Herausforderung auf Stefan Nägler: Er darf darf er seine erste Testfahrt im Polo machen. Im Polo-Cup mitfahren zu dürfen, das wäre das nächste Etappenziel für den jungen Stolberger auf dem Weg nach oben.

Aber zunächst einmal muss Srefan den hohen Berg der Serie der „Fun-Cup-Rennen” erfolgreich meistern, „dann sehen wir weiter”, sagt sein Vater und gibt seinem Sohn einen freundschaftlichen Knuff.
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