Stau im Rathaus: 52 Beschäftigte warten auf aufgabengerechte Besoldung

Von: Jürgen Lange
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Stolberg. Mehr als zwei Jahre liegen die jüngsten Beförderungen bei der Stadtverwaltung zurück. Die Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt und Willi Seyffarth waren letzten beiden Beamten, denen eine verbesserte Besoldungsstufe vergönnt war. Die Phase der Haushaltskonsolidierung brachte erneut einen Verzicht auf Beförderungen für die Beamten der Stadtverwaltung und der Feuerwehr mit sich.

 Entsprechend groß ist der Beförderungsstau. 31 Mitarbeiter der Verwaltung und 21 der Feuerwehr üben derzeit eine Tätigkeit aus, die besser bewertet ist als sie bezahlt werden.

Die ersten von ihnen können sich für das kommende Jahr Hoffnungen machen, in die entsprechende Besoldungsstufe aufzurücken. Nachdem die Stadt durch die Teilnahme am Stärkungspaket wieder einen genehmigten Haushalt hat, besteht auch wieder die Gelegenheit im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten die Beschäftigten entsprechend ihrer Tätigkeit zu alimentieren.

„Die große Koalition hat angekündigt, dem Beförderungsstau abbauen zu wollen“, erklärte der Bürgermeister Ferdi Gatzweiler auf Anfrage. Anfang nächsten Jahres will der Verwaltungschef mit der Politik über die Rahmenbedingungen und das weitere Vorgehen verhandeln. Das Prozedere sieht vor, dass der Stadtrat im Rahmen des Stellenplanes die Anzahl der Beförderungsstellen benennt. Diese will der Bürgermeister sodann ganz formell ausschreiben. Bis zur Besoldungsgruppe A11, so sieht es die Hauptsatzung der Stadt vor, darf der Verwaltungschef eigenständig die Personalauswahl für die Stellen treffen. Von der Besoldungsgruppe A12 an aufwärts ist das die Aufgabe des Stadtrates.

„Während der kommenden drei Jahre soll der Beförderungsstau bei Verwaltung und Feuerwehr sukzessive abgebaut werden“, erklärten Sprecher der Koalition aus CDU und SPD auf Anfrage. Der erste Schub an Beförderungen ist für das Frühjahr vorgesehen und soll in erster Linie Beschäftigten mit niedrigen Besoldungsstufen zugute kommen. Demnach sollen im Rahmen der Haushaltsberatungen im Februar Anzahl und Art der Beförderungsstellen benannt werden. Die erforderlichen Beschlüsse sollen auf der Ratssitzung im März erfolgen, so dass die Beförderungen mit Wirkung zum 1. März erfolgen können.

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