Stattliche Münze für gute Taten

Von: Dirk Müller
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Die Ehrenamtsbeauftragte Hildegard Nießen, Bürgermeister Tim Grüttemeier (v. l.) und Kunstschmied Adi Radermacher präsentieren die 700 Gramm schwere Ehrenamtsmedaille. Foto: D. Müller

Stolberg. Die besondere Würdigung von herausragendem bürgerschaftlichen Engagement seitens der Stadt ist auf dem besten Wege, eine Tradition zu werden, denn jetzt wird zum dritten Mal der Ehrenamtspreis der Kupferstadt Stolberg ausgelobt.

Die Preise in Form einer Urkunde und einer großen Medaille – jedes Exemplar ein von dem Kunstschmied Adi Radermacher handgefertigtes Unikat aus dem „Stolberger Gold“ Messing, das einst „gelbes Kupfer“ genannt wurde, – werden am 2. Juni dieses Jahres im feierlichen Rahmen im Rittersaal der Stolberger Burg verliehen. Wer mit den Preisen ausgezeichnet wird, entscheiden auch diesmal im ersten Schritt wieder die Stolberger selbst. Jeder Bürger kann ab sofort und bis zu Sonntag, 9. April, einen Vorschlag für einen der künftigen Preisträger einreichen (siehe Infokasten). „Die Voraussetzung ist, dass es sich um einen Stolberger Bürger handelt, der sich in herausragender Weise ehrenamtlich betätigt“, beschreibt die Ehrenamtsbeauftragte der Kupferstadt, Hildegard Nießen.

Vorschläge sollten das freiwillige Engagement der Personen skizzieren, und die Vorgeschlagenen selbst zunächst nicht informiert werden. „Schließlich soll die Würdigung für die Preisträger eine Überraschung sein“, sagt Nießen.

Im zweiten Schritt entscheidet dann eine Auswahlkommission mit der Ehrenamtsbeauftragten, dem „Preis-Schmied“ Radermacher, Bürgermeister Tim Grüttemeier, seinen Stellvertretern, den Vorsitzenden der Stadtratsfraktionen und Schwermetall-Geschäftsführer Dirk Harten darüber, wer letztlich bei der von der Spardabank West unterstützten Preisverleihung im Rittersaal ausgezeichnet wird. In der Vergangenheit hat diese Jury sich dabei flexibel gezeigt und nicht nur Einzelpersonen, sondern auch bereits eine Familie (Espeter/Tabalingo) und mit der Stolberger Tafel eine Institution in der Kupferstadt gewürdigt.

„Wobei es uns wichtig ist, dass durch den Preis das Ehrenamt in Stolberg Gesichter bekommt. Dazu sind Einzelpersonen besser geeignet“, meint Grüttemeier. Dafür spricht auch der „Nachklang“ des Ehrenamtspreises, denn nach der Verleihung werden die neuen Preisträger in die im Rathaus ausgestellte Galerie „Stolberger Köpfe im Ehrenamt“ aufgenommen. Angefertigt werden die Porträtbilder vom Kupferstädter Fotografen Robert Schäfer – natürlich ehrenamtlich.

Der Bürgermeister betont, der Ehrenamtspreis habe in mehrfacher Hinsicht einen hohen Stellenwert: „Er ist ein Erfolgsmodell. Die Preisträger freuen sich, dass ihr freiwilliger, unentgeltlicher Einsatz gewürdigt wird, und mit der Preisverleihung können wir hervorragend die Bandbreite des Ehrenamts in Stolberg aufzeigen und weitere Menschen dafür begeistern, sich zu engagieren.“ Dementsprechend offen sei die Auswahlkommission auch jetzt wieder hinsichtlich der bürgerschaftlichen Betätigungen, bekräftigt Nießen: „Es geht um alle Bereiche, in denen ehrenamtliche Arbeit für Menschen und das Gemeinwohl geleistet wird. Dies kann zum Beispiel in Sportvereinen, karitativen Einrichtungen, im Brauchtum wie bei Schützenvereinen oder Karnevalsgesellschaften, im kulturellen oder im Jugend- oder Seniorenbereich sein. Wir freuen uns auf Vorschläge, die die Vielseitigkeit des uneigennützigen Engagements widerspiegeln“, erklärt die Ehrenamtsbeauftragte der Kupferstadt.

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