Stadtteilbetrieb in der Velau eröffnet an der Eschweilerstraße

Von: Dirk Müller
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Stadtteilmanager Dr. Wolfgang Joußen (l.) und „low-tec”-Geschäftsführer Peter Brendel rahmen das „Haus Velau/Auf der Mühle”, symbolisch aus von den Gästen beschrifteten Steinen erbaut. Foto: D. Müller

Stolberg-Velau. „Mein Kompliment, dass sie es geschafft haben, Leute sinnvoll in Beschäftigung zu bringen”, hat Ferdi Gatzweiler das Wort an Peter Brendel, den Geschäftsführer der gemeinnützigen Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft „low-tec” gerichtet.

Der Bürgermeister war einer der etwa 70 Gäste bei der Eröffnung des Stadtteilbetriebs in der Velau, der einen wichtigen Bestandteil des Projekts „Soziale Stadt Stolberg-Velau/Auf der Mühle” mit seinem Anspruch „Sanieren, Qualifizieren und Arbeit schaffen” darstellt. Träger des Betriebs ist die seit 1996 in der Aachener Region aktive „low-tec”.

„Unsere Kernaufgabe ist die Qualifizierung und Vermittlung von Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt sind”, erklärte Brendel und beschrieb, wie es zu der Namensgebung der Gesellschaft kam: „Wir werden nicht jeden Menschen zum Ingenieur oder IT-Fachmann machen können. Wir wollten der High-tech-Region etwas entgegensetzen, so ist unser Name low-tec entstanden.”

Seit Ende letzten Jahres existiert der Stolberger Stadtteilbetrieb und arbeitet bereits effektiv. Vier ehemalige Hartz-IV-Empfänger haben mit Unterstützung der Arge bei „low-tec” sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze gefunden, und derzeit werden 20 Jugendliche im Stadtteilbetrieb qualifiziert und auf Ausbildung und Arbeit vorbereitet. Tätig war „low-tec” bisher zum Beispiel bei der Sanierung des Zinkhütter Hofs sowie der Erhöhung der Burgmauer, während die Sanierung der Ufermauer der Vicht durch Frost und Schnee zwischenzeitlich „auf Eis gelegt” wurde.

Förderung durch das Land

„Als wir draußen nicht arbeiten konnten, waren wir aber nicht untätig, sondern haben die Räume unseres Stadtteilbetriebs renoviert und eingerichtet und dabei gleichsam handwerkliche Fähigkeiten eingeübt”, betonte der Geschäftsführer Brendel. Immerhin galt es, die große Werkshalle, fünf Büroräume, den Seminarraum mit EDV-Ausstattung, den Pausenraum und die Garage, die als Lagerraum dient, herzurichten und zu gestalten. Insgesamt sind die Räumlichkeiten des Stadtteilbetriebs auf dem Gewerbehof in der Eschweilerstraße 58a/b zirka 600 Quadratmeter groß.

Stadtteilmanager Dr. Wolfgang Joußen verwies anlässlich der Eröffnung auf die Rolle des „low-tec”-Betriebs innerhalb der „Sozialen Stadt”: „Der Stadtteilbetrieb hat eine wichtige strategische Bedeutung bei der baulichen Umsetzung des Projekts. Er wird bei der Umgestaltung der Eschweilerstraße und auch im Zuge des Förderwettbewerbs Wohn-Räume tätig sein.”

Der Betrieb habe allerdings auch eine Perspektive außerhalb des Projekts „Soziale Stadt”, denn Qualifizieren und Arbeit schaffen seien Ansprüche für die Zukunft, bekräftigte Joußen. „Stadtteilmanagement und low-tec werden ein Konzept für wohnortnahe Dienstleistungen rund ums Haus entwickeln. Der Stadtteilbetrieb ist über das landesgeförderte NRW-Projekt Soziale Stadt hinaus ein auf Dauer eingerichteter sozialer Wirtschaftsbetrieb in der Velau.”
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