Stolberg - Stadtsportverband plant doppelte Reform

Stadtsportverband plant doppelte Reform

Von: Michael Grobusch
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Wahre Schlammschlachten auf As
Wahre Schlammschlachten auf Asche, wie sie zuletzt beim Finale der Stadtmeisterschaft 2010 in Breinig zu sehen waren, könnten bald der Vergangenheit angehören. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Personell hat sich der Stadtsportverband Stolberg bereits im vergangenen Spätherbst neu aufgestellt. Seitdem heißt der Vorsitzende Bert Kloubert, und die Führungsmannschaft hat ein deutlich verändertes Gesicht.

In diesem Jahr soll der frische Wind nun auch inhaltliche Auswirkungen haben - und das gleich in zweifacher Hinsicht. Mit der Reform der Sportlerehrung und einem neuen Modus für die Fußball-Stadtmeisterschaften sollen klare Ausrufezeichen gesetzt und die Veranstaltungen deutlich aufgewertet werden. Bert Kloubert formuliert es so: „Beide Termine sollen zu Highlights werden im Sportkalender unserer Stadt.”

Ein Anfang wird bereits im zweiten Quartal gemacht, wenn die besten Sportler des Jahres 2010 ausgezeichnet werden. Der genaue Termin steht zwar noch nicht fest - ein Vorschlag des Bürgermeisters wird nach den Osterferien erwartet. Im Vergleich zu den vorherigen Auflagen, und das ist bereits sicher, wird die Gruppe der Athleten aber deutlich kleiner ausfallen, weil die Leistungsanforderungen für eine mögliche Ehrung angehoben worden sind. „Wir wollen nicht mehr Auszeichnungen nach dem Gießkannenprinzip verteilen”, nennt der Stadtsportverband-Vorsitzende die Maßgabe. Und fügt die Begründung gleich hinzu: „Die Sportlerehrung soll auch einen Anreiz darstellen, herausragende sportliche Leistungen zu erbringen.” Die Bewertungskriterien sind definiert: Medaillenplätze auf Bezirks-, Landes- oder Bundesebene sowie bei internationalen Meisterschaften sind das zukünftige Maß der Dinge. „Und wenn es solche Ebenen nicht gibt, müssen wir den Einzelfall prüfen.” Im Motorsport sei dies beispielsweise der Fall. Unter die Lupe genommen wird nur, was Stolberger Bürger als Vorschlag eingereicht haben. Die Empfehlungen des Stadtsportverbandes gehen dann, wie auch in der Vergangenheit geschehen, zur Kenntnisnahme noch in den zuständigen Sportausschuss. Anschließend kann Bürgermeister Ferdi Gatzweiler die ausgewählten Sportler einladen.

Acht Namen stehen auf der zwischenzeitlich eingereichten Liste, die Ehrung soll deshalb ausnahmsweise im Ratssaal stattfinden. In den kommenden Jahren soll sich der Ort des Geschehens aber ebenso ändern wie das Auswahlverfahren. Dann will Kloubert alle Stolberger Bürger einbeziehen und die gemachten Vorschläge öffentlich zur Wahl stellen. „Bei der Jugend und im Erwachsenenbereich werden jeweils eine Sportlerin und ein Sportler sowie die Mannschaft des Jahres ermittelt. Dann zählt nicht mehr die Entscheidung des Stadtsportverbandes, sondern das Votum der Stolberger.”

Attraktivitätssteigerung

Das Votum der teilnehmenden Vereine hat unterdessen gezählt bei den Planungen für die Stadtmeisterschaften der Fußballer im August. Auch hier gilt: Neue Besen kehren gut. Ob das gleichbedeutend ist mit der angestrebten Attraktivitätssteigerung der Titelkämpfe, will Arthur Knappe jedoch noch offenlassen. „Wir werden uns nach dem Turnier wieder mit den Vereinen zusammensetzen und die Ergebnisse auswerten”, setzt der neue Fachwart-Fußball auf eine intensive und regelmäßige Kommunikation mit den Klubs. Die haben sich im Vorfeld der Stadtmeisterschaft 2011 auf eine Änderung des Modus verständigt. Erstmalig wird das Turnier, das anlässlich der 100-Jahr-Feier vom FC Adler Büsbach ausgetragen wird, auf eine Woche bzw. acht Tage begrenzt.

Auftakt am Kranensterz ist am Sonntag, 7. August. Am darauf folgenden Sonntag stehen dann kleines Finale und Endspiel auf dem Programm. Jeweils zwei Spiele der Vorrunde, von denen die beiden klassenhöchsten Teams SV Breinig und VfL Vichttal per Freilos entbunden sind, werden pro Abend ausgetragen, die Spielzeit beträgt zwei Mal 30 Minuten. Über die vollen 90 Minuten wird erst ab dem Halbfinale gespielt.

„Dadurch wird der Wettbewerb viel kompakter und interessanter. Und aufgrund der reduzierten Spielzeit sind die Chancen für eine Überraschung größer”, ist Knappe überzeugt. Der Fachwart blickt bereits weiter. Der Termin eine Woche vor Saisonstart soll beibehalten werden, als Austragungsort aber rückt Münsterbusch in den Blickpunkt. „Unser großes Ziel ist, dass die Stadtmeisterschaft immer im Stadion Glashütter Weiher stattfinden wird.” Nach der beschlossenen Sanierung werde das Stadion mit seinen zwei Plätzen, der Tribüne und der Infrastruktur ideale Voraussetzungen bieten. „Wenn man über eine solche Anlage verfügt, sollte man sie auch nutzen”, ist Arthur Knappe überzeugt. Einfließen lassen will er seine Erfahrungen aus Eschweiler, wo die Stadtmeisterschaft seit vielen Jahren als Höhepunkt der Vorbereitung gilt und als solche auch stets enorme Resonanz verzeichnet. „In unserer Nachbarstadt gilt die Regel, dass die Eintrittsgelder unter den teilnehmenden Vereinen aufgeteilt werden und die Einnahmen aus dem Verzehr an den Ausrichter gehen. Das wäre auch für Stolberg ein gutes Modell.”

Dass man von anderen Städten lernen kann, davon ist auch Bert Kloubert überzeugt: „Wir müssen das Rad in Stolberg nicht neu erfinden.”
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