Stadtparty: absolut positiv bis eher durchwachsen

Von: dim
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Das atmosphärische Feuerwerk auf dem Kaiserplatz stellte das Ende einer Stolberger Stadtparty dar, die für viele Besucher, aber nicht für alle Akteure ein voller Erfolg war. Foto: D. Müller

Stolberg. Als die Band „Los Meles“ mit einem stimmungsvollen Repertoire das Publikum begeistert, ist auch am letzten Abend der Stadtparty der Kaiserplatz genauso gut besucht wie am Eröffnungsabend, als „Lagerfeuer“ die Massen unterhielt.

Ein atmosphärisches Feuerwerk mit musikalischer Untermalung stellte den glanzvollen Schlusspunkt einer Großveranstaltung dar, von der viele Besucher sagen, sie sei die größte Stadtparty gewesen, die Stolberg je gesehen hat. Aber war sie auch die beste? „Ja“, sagt der städtische Party-Planer Jürgen Gerres unumwunden. „Dank des enorm großen Engagements vieler Stolberger Gruppen und Vereine waren das Programm und die Aktionen sehr facettenreich und qualitativ hochwertig.“

Alle drei Tage seien gut von Gästen frequentiert gewesen, und besonders am Sonntag hätten tausende Besucher die zwei Kilometer lange Vergnügungsachse in der Innenstadt belebt.

So sieht es auch Marita Matousek, die für den Getränkeausschank auf dem Kaiserplatz verantwortlich war. Zwar habe der Samstagnachmittag ein wenig unter dem unbeständigen Wetter gelitten, aber „am Samstag zählt ohnehin mehr der Abend. Heute arbeiten viele Leute samstags nicht mehr bis 14 Uhr sondern teils wesentlich länger. Wer am Nachmittag flanieren möchte, macht das am Sonntag.“ Dennoch sei auch dieser Stadtparty-Tag trotz Witterung erfreulich gewesen, da viele Menschen in der Stadt unterwegs gewesen seien, sagt Matousek.

Und als die Band „Voices“ mit hohem musikalischen Können am Samstagabend aufspielte, füllte sich der Kaiserplatz wieder mit Publikum, guter Laune und angenehmer Atmosphäre. Gerres vom Amt für Wirtschaftsförderung und Events begründet sein absolut positives Fazit der Stadtparty auch mit einer „noch nie dagewesenen Dichte“: „Von der Kinder-Party-Meile auf der Mühle, wo die Geschäftsleute schon am Samstagnachmittag ihre Läden geöffnet ließen, über das Festzelt auf der Frankentalwiese, Schiffsmodelle auf dem Bastinsweiher und der großen Automeile bis zum Kaiserplatz wurde wirklich lückenlos viel geboten. Im Steinweg pulsierte vor allem am verkaufsoffenen Sonntag das Leben, und die Burg mit den Rittern und dem mittelalterlichen Treiben, dem Torburgmuseum und Aktionen im Kunsthandwerkerhof am Alten Markt lockten auch die Stadtparty-Besucher an.“

Durchwachsener fällt das Resümee von Sascha Nerlich aus, der mit Bernhard Blaszczyk die Party im Stadtteil Mühle organisiert hat: „Die Kinder-Party-Meile war ein voller Erfolg. Was aber das Festzelt auf der Frankentalwiese angeht, haben wir noch Lehrgeld zahlen müssen.“

Im wahrsten Sinne des Wortes, denn Blaszczyk und Nerlich finanzierten Zelt und Personal größtenteils auf eigenes Risiko. „Da war es schon bitter, dass wir am Freitagabend kaum Gäste bei der 80er-Jahre-Party hatten“, bedauert Nerlich. Bei der Mallorca-Party zeigte sich am Samstag jedoch ein völlig anderes Bild: Etwa 550 Zeltbesucher feierten ausgelassen mit Willi Herren und „Pat“.

Doch auch das Oktoberfest am Sonntag sei trotz freien Eintritts „enttäuschend schlecht“ besucht gewesen. „In dieser Form werden wir bei der nächsten Stadtparty wohl kein Festzelt mehr beisteuern, sondern uns ein überarbeitetes Konzept überlegen“, sagt Sascha Nerlich.

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