Stadtmeisterschaft im Schach: Entscheidung am 23. November

Von: Christoph Hahn
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Wettkampf in Stille und mit höchster Konzentration: Aktive bei der Stolberg Stadtmeisterschaft im Schach, ausgetragen im Konferenzraum des Seniorenzentrums am Amselweg. Foto: Christoph Hahn

Stolberg. Wie schon die Apostel sind sie zu zwölf. Ein Dutzend schachinteressierter Menschen, elf Männer und eine Frau, die alle zwei Wochen im Konferenzraum des Senioren- und Sozialzentrums am Amselweg auf der Liester zu den Stadtmeisterschaften in ihrer Lieblingssportart antreten.

Noch einmal müssen sich die Meister im Wartestand zum Wettkampf stellen – und zwar wie zuvor an einem Mittwoch (23. November) ab 19.30 Uhr. Pokal und Urkunde werden dann Anfang 2017 bei der Jahreshauptversammlung der Ausrichter vom Stolberger Schachverein überreicht.

Fast wie in einem Kloster

Die Atmosphäre im Konferenzraum wirkt still, fast wie in einem Kloster. Gesprochen wird kaum, höchstens ab und zu mal im Flüsterton. Dann gibt es mal ein Geräusch, etwa, wenn die beiden Kontrahenten die Uhr betätigen. Sekunden und Minuten vergehen, bevor die Spielfiguren wie König, Dame, Springer oder Bauer bewegt werden. Es ist eine Oase der Ruhe, nur wenige Meter von der viel befahrenen Prämienstraße entfernt. Zum Greifen nahe scheinen hier die meditativen Gedankenspiele, mit denen die Aktiven ihre Winkelzüge bedenken und immer wieder den Reaktionen des Gegners gemäß fein abstimmen. Die hohe Kunst, Finesse um Finesse dem Kontrahenten den Garaus, ihn schachmatt zu setzen – auf der Liester können Beobachter, die in der Schachwelt „Kiebitze“ genannt werden, genau das erleben.

Nur noch eine Runde müssen die Titelkandidaten hinter sich bringen. Das System erklärt der Vorsitzende des Schachvereins, Heinz-Jürgen Wagemann, griffig und für Laien einleuchtend: „Es treten immer die jeweils Spielstärksten gegeneinander an.“ Will sagen: Der Erste spielt gegen den Zweiten, der Dritte gegen den Vierten und so weiter. Es ist ein Sport, der die Generationen verbindet: „Der jüngste Spieler ist gerade elf Jahre alt, der älteste 84“, weiß Wagemann. Fair geht es zu, ohne Wenn und Aber. Darum wird, wer – zum Beispiel Pendler – nicht schlag 19.30 Uhr am Spielbrett sitzt, auch nicht direkt ausgeschlossen. Preisgelder gibt es hier nicht. Und es gibt auch keinen Zwang zur Vereinsmitgliedschaft.

Einzige Vorbedingung: Der Teilnehmer muss innerhalb der kommunalen Grenzen der Kupferstadt wohnen. Willkommen bei den Wettkämpfen ist aber im Grund jeder – zwar jetzt nicht mehr als Mitspieler, aber immer noch als Kiebitz.

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