Stadtmeisterschaft: Gastgeber raus, FC Stolberg stark nach Pause

Von: Niklas Coopmann
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Seltenes Duell: In der Nachspielzeit der Partie SG Stolberg gegen SV Breinig trafen die beiden Torhüter direkt aufeinander. Foto: N. Coopmann

Aachen. Nachdem bereits Columbia Donnerberg und BSC Schevenhütte als Halbfinalisten der Stolberger Fußball-Stadtmeisterschaft feststanden, wurde am zweiten Viertelfinaltag die zweite Paarung ermittelt. Während sich Gastgeber SG Stolberg selbst ins Bein schoss und gegen den SV Breinig ausschied, drehte der FC Stolberg gegen Adler Büsbach erst nach der Pause richtig auf.

Als Ausrichter bis zum Ende dabei sein, das wünschte sich der SG Stolberg im Vorfeld. Dafür brauchte es aber einen Sieg gegen den SV Breinig, der genauso wie Vichttal am Vortag seine Zweitvertretung schickte. Also ein Duell auf Augenhöhe zweier A-Ligisten.

Platzverweis nach Schubser

Die Anfangsphase bestimmte die Heimmannschaft. Jedoch dauerte es bis zur 17. Minute in dem 60-minütigen Aufeinandertreffen, ehe die SG sich dafür belohnte. Dennis Tümmers schloss eine schöne Einzelleistung gekonnt ab, die Führung für die Hausherren. Zwar kam Breinig zu einigen Gelegenheiten, in der 24. Minute probierte es Moritz Braun via Flugkopfball, doch die SG hatte das Spiel im Griff. Bis sie sich selbst schwächte: Kevin Hiltdorf schubste seinen Gegenspieler im Zweikampf rüde um, der Schiedsrichter zögerte nicht und schickte ihn vom Feld. Dezimiert, aber in Führung, ging es für die Stolberger in die Halbzeit.

Breinig nimmt Heft in die Hand

Torwart und Kapitän Ralf Horbach forderte seine Mannschaft auf, Charakter zu zeigen. Dies war schließlich nötig, um dieses Spiel zu gewinnen. Und es lief zunächst gut an: Tümmers, in der ersten Halbzeit noch erfolgreich, war kurz nach Wiederanpfiff vor dem Tor zu egoistisch und scheiterte am Breiniger Torwart.

Mit zunehmender Spieldauer nahmen die Spieler des SV Breinig das Heft in die Hand. Den verdienten Ausgleich erzielte Moritz Braun per Kopf in der 46. Minute, nachdem der Ball von den Stolbergern nicht geklärt werden konnte. Die SG war zwar weiterhin darauf bedacht, das Spiel in Unterzahl irgendwie über die Zeit zu retten, doch Breinig nutzte die personelle Überlegenheit nun aus.

Der eingewechselte Glody Miakoloso traf 10 Minuten vor Spielende. Das Spiel schien dadurch entschieden, doch Stolberg warf nochmal alles nach vorne. Breinig wirkte hinten alles andere als souverän, oft boten sich noch Lücken für die Heimmannschaft. Doch die Spieler des SV Breinig überstanden die Druckphase in der vierminütigen Nachspielzeit und zogen so ins Halbfinale ein.

SG-Trainer Uwe Daun bescheinigte dem Gegner eine gute Leistung und einen verdienten Sieg, ihn ärgerte es sehr, „nach dem 1:1 total die Ordnung verloren“ zu haben. Er hofft allerdings, dass es sich bei der Niederlage nur um die „verpatzte Generalprobe“ handelt, man spiele schließlich im ersten Meisterschaftsspiel erneut gegen die Zweite vom SV Breinig.

Während man im ersten Spiel keinen klaren Favoriten ausmachen konnte, ging der FC Stolberg als höherklassige Mannschaft ins Duell mit Adler Büsbach. In der 6. Minute war es allerdings Pascal Weyand, der die Adler in Führung brachte.

Anfang verschlafen

Der FC Stolberg war zu diesem Zeitpunkt noch überhaupt nicht wach, auch nach dem Gegentor brauchte es eine Zeit, bis sie ins Spiel fanden. In der Offensive kam man zwar zu einigen guten Gelegenheiten, doch verstrickten sich die Spieler zu oft in Einzelaktionen und übersahen meistens den besser postierten Mitspieler. Daher ging es mit einer Führung für Büsbach in die Pause, die sich ebenfalls noch einige gute Gelegenheiten herausspielten.

Keine 60 Sekunden dauerte es allerdings in der zweiten Halbzeit, bis Bogovci das Spiel ausgleichen konnte. Der FC Stolberg im zweiten Durchgang hatte nichts mehr mit dem der ersten Halbzeit gemein. Ein weiteres Tor von Bogovci und drei Tore von Fatlind Statovci schraubten das Ergebnis auf den Endstand von 5:1.

Der FC Stolberg trifft nun am Freitag auf den SV Breinig. Das Finale findet am Sonntag um 16 Uhr statt, wie alle Partien auf dem neuen Kunstrasen in Gressenich.

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