Stadtmeisterschaft: Am Ende doch müheloser Erfolg des Landesligisten

Von: Lukas Franzen
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Viel Tempo im Kampf um die Krone: Die Mannschaften aus Atsch und Breinig im Finale. Richtige Spannung aber lassen die Breiniger Spieler nicht aufkommen, schlagen den Gegner locker mit 7:0. Foto: Lukas Franzen
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Spiel um Platz 3 zwischen Schevenhütte und Columbia Stolberg. Foto: Lukas Franzen

Stolberg-Münsterbusch. Was in der Vorrunde mit einem fehlenden Flutlichtschlüssel und einem Münzwurf, der über den Sieger der Partie TSV Donnerberg gegen VfL Vichttal entscheiden musste, begann, setzte sich in den folgenden Turnierrunden mit den Überraschungserfolgen der vermeintlich „kleinen“ Clubs wie BSC Schevenhütte (Kreisliga D) und Columbia Stolberg (Kreisliga C) fort.

Die Liste an Kuriositäten bei der diesjährigen Fußball Feld-Stadtmeisterschaft war lang. Doch der große Finaltag im Stadion Glashütter Weiher gehörte ganz den Favoriten, die sich in allen drei Begegnungen letztendlich durchsetzen konnten.

Oder doch David gegen Goliath? Egal welchen Titel man vor dem Finale zwischen ASA Atsch und dem SV Breinig bevorzugte: Am Ende triumphierte der „Goliath“ aus der Landesliga mühelos gegen den drei Klassen tiefer spielenden Überraschungssieger des letzten Jahres – und zwar standesgemäß mit 7:0. Eine gute Viertelstunde hielt die Atscher Abwehr, bis Marvin Meurer (17.) den schwarz-gelben Titelträumen einen ersten Dämpfer verpasste. Kurz darauf schloss Sven Novak (20.) einen sehenswert herausgespielten Treffer zum 2:0 für den SVB ab.

Keine Zweifel gelassen

Die letzten Zweifel an einem Breiniger Turniersieg beseitigte Emrah Cebeci (30., 35.) mit seinem Doppelpack – zunächst aus dem Spiel heraus, anschließend per Foulelfmeter – quasi im Alleingang. Mit 4:0 ging es in die Pause, doch auch nach dem Seitenwechsel hatte Breinigs Torfabrik noch nicht genug. 10 Minuten waren in der zweiten Hälfte gespielt, als der Atscher Schlussmann Heiko Jahn nicht von seinen Händen Gebrauch machte und mit seinem etwas un-konventionellen Fußabwehrversuch demonstrierte, warum er normalerweise nicht zwischen den Pfosten, sondern im Angriff aufgestellt wird. Einen durchaus haltbaren Schuss des Doppeltorschützen Cebeci (55.) lenkte Jahn ins eigene Tor. Keine Chance ließen die Breiniger der Atscher Notbesetzung hingegen bei den beiden letzten Treffern des Spiels. Novak (77.) und Meurer (84.) trugen sich zum jeweils zweiten Mal in die Torschützenliste des Endspiels ein und sorgten für ein Ergebnis, welches auch in dieser Deutlichkeit gerechtfertigt war.

„Wir haben das Turnier von der ersten Runde an ernst genommen und alles gegeben. Unseren Verein haben wir gut vertreten. Das war uns wichtig“, zeigte sich Breinigs Trainer Michael Burlet nach dem Finale zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft, die das Turnier nach vier Spielen mit einem eindrucksvollen Torverhältnis von 24:1 beenden konnte.

Nicht die maximale Qualität

„Leider sind nicht alle Vereine mit der 1. Mannschaft angereist. Das schmälert natürlich das Niveau des Turniers“, übte Burlet auch Kritik, etwa am großen Stadtrivalen VfL Vichttal, der bereits im Viertelfinale ausgeschieden war. „Das war ein hochverdienter Sieg von Breinig, der in dieser Höhe absolut in Ordnung geht. Uns hat es einfach an Aggressivität gefehlt. Aber dennoch ist der Finaleinzug ein schönes Ergebnis für uns“, hielt sich die Enttäuschung bei ASA-Coach Achim Sarlette nach der deutlichen Niederlage seines Teams in Grenzen.

Im „kleinen Finale“ der beiden Überraschungsmannschaften BSC Schevenhütte und Columbia Stolberg hatte sich zuvor bereits die Columbia knapp mit 2:1 den dritten Platz beim Sparkassenpokal gesichert. Anas Belkouteb (75.) erzielte das 1:0 für die Columbia, bevor Thomas Keutmann (77.) im direkten Gegenzug ausgleichen konnte. Der eingewechselte Spielertrainer Tuncay Kuruoglu (80.) sicherte seiner Mannschaft in der Schlussphase den Platz auf dem „Treppchen“.

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