Stadtmarketing: Party und Kirmes aus einem Guss

Von: Jürgen Lange
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Mitglieder werben und Geld sam
Mitglieder werben und Geld sammeln: Patric Peters hat wieder die Aufgabe des Sprechers des Vorstandes der Gesellschaft für Stadtmarketing Stolberg übernommen. Foto: J. Lange

Stolberg. Erneut mit gewohnter Stimme spricht die Gesellschaft für Stadtmarketing Stolberg: Patric Peters hat die Aufgabe des Sprechers des Vorstandes wieder aufgenommen, nachdem er von dieser Funktion vor drei Monaten zurückgetreten war. Der Stolberger Rechtsanwalt, dessen Wahlperiode noch zwei Jahre läuft, hatte die Rückendeckung seines Vorstandes vermisst.

Seitdem trugen einige interne Gespräche zur Aufklärung bei; seit der jüngsten Vorstandssitzung amtiert Peters wieder als Sprecher und hat gleich eine traurige Neuigkeit zu verkünden. Neben Anja Hoschatt, seit zehn Monaten Schatzmeisterin, hat Michael Krajewski seinen Rückzug angekündigt: „Ohne Gründe zu nennen”, sagt Peters. Und „wir alle bedauern diesen Schritt sehr”.

Krajewski engagiert sich seit den Anfangstagen für die SMS, gilt als Aktiv- und Kreativposten. Klärende Gespräche sollen ebenso noch folgen wie bei der Mitgliederversammlung im späten Herbst weitere Mitstreiter für eine kontinuierliche Vorstandsarbeit gewonnen werden sollen. Neben Peters und Ferdi Gatzweiler, der als Bürgermeister geborenes Mitglied ist, gehören dem Vorstand derzeit Marita Matousék, Ahmet Ekin und Wolfgang Weber an.

„Wir haben uns jetzt erst einmal neu aufgestellt und packen wieder die inhaltliche Arbeit an”, verkündet Peters die Schwerpunkte des Vorstandes, die gar nicht so neu, aber weiterhin aktuell sind. Einer davon ist die Stadtkirmes, die der Einzelhandel am Bastinsweiher in der praktizierten Form als kontraproduktiv für das Geschäft empfindet. Gegeben hat es bereits mehrfach Gespräche zwischen der SMS und der Kaufmannschaft, geplant ist eine öffentliche Veranstaltung, bei der Stadtkirmes und Bastinsweiher auf das Podium kommen soll.

Eine neue Idee zu dem Thema ist bereits geboren, soll aber noch in Einzelgesprächen mit den Beteiligten, wie den Stolberger St. Sebastianusschützen und dem Schaustellerverband, durchaus auch kontrovers diskutiert werden. „Man könnte einmal darüber nachdenken, Stadtparty und Stadtkirmes in eine gemeinsamen Veranstaltung zu fassen”, nennt Peters den Lösungsansatz, der Synergieeffekte eröffnen könnte.

Schaustellern und St. Sebastianus könnten ein größerer Rahmen und breiteres Publikum geboten werden, und bei Schützenfest und Kirmes auf der Mühle werde die Einbeziehung des Stadtteils in eine die gesamte Innenstadt umfassende Veranstaltung vereinfacht. Und mit dem Blick auf die Finanzen ermögliche eine Bündelung der Kräfte verbesserte Möglichkeiten. „Man sollte offen und unvoreingenommen einmal darüber reden”, meint der SMS-Vorstand.

Der ist auch noch damit beschäftigt, die Kriterien für die zusätzliche Weihnachtsbeleuchtung für Burg und Altstadt zu erfüllen. Mit 50 Prozent der Kosten beteiligt sich zur Förderung des Tourismus die Städteregion; der Eigenanteil von 12 000 Euro muss durch Spenden und Sponsoring aufgebracht werden. Um die fehlenden Mittel auszugleichen, möchte die SMS auf ein alt bewährtes Mittel zurückgreifen: 2005 half eine „Lampenparty” mit Musik und Versteigerung im Foyer des Rathauses, Finanzen für die Weihnachtsbeleuchtung aufzubringen. Eine entsprechende Party für dieses Jahr wird derzeit vorbereitet.

Darüber hinaus läuft ab Montag eine neue Mitgliederoffensive an. Zuerst mit einem Motivationsbrief, sodann mit persönlichen Besuchen sollen Geschäftsleute und Gewerbetreibende in der Kupferstadt zu einer Mitgliedschaft, gerne auch zu einem Engagement bewegt werden. „Wir zählen derzeit 55 Mitglieder, schreiben aber 300 Gewerbetreibende an”, erklärt Peters, dass der Vorstand zum Jahresende die 100er-Marke wieder überschreitet wissen will.

Hilfreich dabei soll auch eine komplette Neuordnung der Beitragssatzung werden, die die Mitgliederversammlung noch beschließen muss. „Als Konsequenz aus bisherigen Erfahrungen” soll es nur noch drei Staffeln geben. Vorgesehen ist, dass Privatpersonen 60 Euro und Gewerbetreibende 150 Euro zahlen. Darüber hinaus soll es Fördermitglieder mit einem individuell zu vereinbarenden Satz ab 500 Euro geben, denen SMS auf Wunsch beispielsweise die Nutzung des Newsletters oder eine Anzeige auf der Homepage einräumt.

Für die Betreuung der Internetpräsenz, aber auch für die Bearbeitung des Immobilienmanagements werden noch Mitstreiter gesucht. „Ideen, die umgesetzt werden sollen, sind bereits vorhanden”, sagt Peters, „was fehlt, sind die personellen Ressourcen, die sie in die Tat umsetzen.”
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