Stadtkirmes bleibt, wie sie ist: Knatsch gibts oben drauf

Von: Robert Flader
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Bis hier und nicht weiter: Wä
Bis hier und nicht weiter: Während der Stadtkirmes wird die Rathausstraße ab Bastinsweiher für den Verkehr gesperrt. Foto: D. Müller

Stolberg. Die Stadtkirmes bleibt, wie und wo sie ist. Und genau deswegen gibt es im Vorfeld reichlich Knatsch. Wenn am 29. Juni der Jahrmarkt seine Pforten öffnet, dann wird es rund um die Salmstraße einen verkaufsoffenen Sonntag geben.

Auf der Mühle soll wie in den vergangenen Jahren die Stadtkirmes ihre Zelte aufschlagen und mit Autoscooter und Karussell die Menge bespaßen, wohingegen auf dem Kaiserplatz zeitgleich traditionell die Schützen ihr großes Fest feiern. So weit, so gut.

Nach 2011 liegt die Organisation der Kirmes wieder in Händen der Schaustellerdienste der Städteregion Aachen. Und in den vergangenen Jahren gab es aus Veranstaltersicht wenig Grund, etwas am Konzept zu ändern.

Genau das aber sah die Gesellschaft für Stadtmarketing Stolberg (SMS) ein bisschen anders. Der erst in der vergangenen Woche als SMS-Sprecher zurückgetretene Patric Peters sprach kürzlich davon, dass die „veränderten Rahmenbedingungen” für die Stadtkirmes entgegen der Absprachen im Rat von der Verwaltung nicht an den Schaustellerverband angetragen worden seien, die Kirmes also exakt so wie in den Vorjahren geplant werde.

Die SMS wollte eine Art Rundgang auf der Mühle, so dass die Geschäfte am Bastinsweiher verkehrstechnisch weiter erreichbar bleiben. „Parkplätze werden dort auch weiterhin verfügbar sein”, beschwichtigt Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt und ergänzt: „Es bleibt alles wie gehabt.” Heißt: Zwei oder drei Kurzzeitparkplätze vor der Bäckerei gegenüber dem Weiher, dazu noch zwei Schwerbehindertenparkplätze auf der anderen Straßenseite.

Kritik kommt auch vom Schaustellerverband, Grund ist aber ein anderer: „Einen halben verkaufsoffenen Sonntag nur mit den Geschäften an der Mühle kann ich nicht befürworten”, sagt Kirmesorganisator Rolf Offermanns vom Schaustellerverband, der bis Dienstag „nichts” von einem verkaufsoffenen 1. Juli in der Innenstadt wusste.

„Es wäre ideal, wenn die Distanz von der Kirmes bis zum Kaiserplatz mit offenen Geschäften vor allem an der Rathausstraße überbrückt werden könnte.” Laut SMS gab es dafür aber kein ausreichendes Interesse unter den Geschäftsleuten in der Innenstadt.

Offermanns ist mit der aktuellen Lösung nicht glücklich: „Die Gäste, die nicht aus der Stadt kommen, wissen ja nicht, dass nur ein paar Geschäfte geöffnet haben.”
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