Stadtarchivar erhält Auszeichnung für seine Arbeit

Von: slg
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Der Stadtarchivar Christian Altena in seinem Element: Der Historiker ist für seine Arbeit rund um die Burg geehrt worden. Foto: T. Dörflinger

Stolberg/Aachen. Schon als Jugendlicher hat er sich für das Wahrzeichen seiner Heimatstadt interessiert. Und spätestens in der Vorbereitung seiner Magisterarbeit in Baugeschichte hat sich Stolbergs Stadtarchivar Christian Altena in einer Art und Weise mit der Stolberger Burg beschäftigt, wie sie bislang einmalig ist. Nun ist der passionierte Historiker für seine Arbeit ausgezeichnet worden.

Im Rahmen der Verleihung des Helmut A. Crous-Geschichtspreises der Region Aachen hat Christian Altena am Montagabend im Aachener Stadtarchiv eine Anerkennungsurkunde bekommen. Das gab es bisher noch nie.

„Ich habe meine Magisterarbeit 2012 über die Stolberger Burg geschrieben“, erzählt Christian Altena im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Arbeit habe auch einen Forschungsaspekt beinhaltet, was bei Abschlussarbeiten in geisteswissenschaftlichen Fächern nicht unbedingt üblich ist. Doch an dieser Stelle hörten Altenas Bemühungen rund um das alte Gemäuer nicht auf: Es entstehen Informationstafeln für Touristen, ein Burgführer, Konzepte für Burgführungen, die er auch selbst anbietet.

Potenzial in den Kommunen

„Die Arbeit von Herrn Altena ist ganz im Sinne des Crous-Geschichtspreises“, erklärt Fabian Müller-Lutz vom Region Aachen-Zweckverband nach der Preisverleihung. Es gehe darum, dass Geschichte nicht nur im Elfenbeinturm der Universitäten stattfinde, sondern „in die Region hinein“ wirken solle. Und das habe Christian Altena getan: kreativ, pfiffig und mit Herzblut habe er Stolberger Erkenntnisse der Öffentlichkeit präsentiert.

„Und wir hoffen, dass wir noch mehr solcher Beispiele in der Region finden.“ Dem kann sich Altena selbst nur anschließen: „Im Bereich der Regionalgeschichte ist noch viel Potenzial“, so der Historiker. Und das, was in den Kommunen an Wissen über die Vergangenheit vorhanden sei, solle nicht nur dem Fachpublikum zugänglich sein.

Dass Altena eine Anerkennungsurkunde bekommen hat, ist in der Geschichte des Crous-Geschichtspreises ein bislang beispielloser Vorgang. „Das Bewerberfeld war in diesem Jahr besonders stark“, erklärt Fabian Müller-Lutz, „in einem anderen Jahr hätte Herr Altena sicherlich den Preis alleine erhalten.“

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