Stadt wartet auf Dorfwettbewerb

Von: Jürgen Lange
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Am Montag in aller Frühe: Der Plattenbelag vor der Eisdiele an der Ecke von Konrad-Adenauer- und Bischofstraße wurde ausgetauscht und Unebenheiten behoben. Die Stadt hatte dazu ein Unternehmen beauftragt. Foto: J. Lange

Stolberg-Büsbach. Für die Mitarbeiter des Tiefbauunternehmens ist der Job ein Klacks am frühen Morgen – und in ein, zwei Stunden bereits erledigt. Im Laufe des Vormittags stehen schon wieder Tische und Stühle des Eiscafés dort, wo zuvor das Pflaster saniert wurde.

Im Bereich der Einmündung von Bischof- und Konrad-Adenauer-Straße wurden überalterte gegen neue Platten ausgetauscht, Unebenenheiten und Stolperfallen im Auftrag der Stadt beseitigt. Das muss erst einmal für die nächsten Monate reichen. Ebenso wie auf der gegenüberliegenden Seite vor dem Zeitschriftengeschäft, wo vor wenigen Tagen noch Mitarbeiter des Technischen Betriebsamtes ein Stück des Parkstreifens neu asphaltiert haben.

Denn „zeitnah“, so betonten es jetzt die Sprecher der Fraktionen im Ausschuss für Stadtentwicklung, soll die Umgestaltung des Büsbacher Dorfkerns angegangen werden. Das Konzept soll aus einem Guss sein. Deshalb werden die Vorstellungen, die die Büsbacher selbst im Rahmen eines Workshops erarbeitet hatten, nun durch ein Fachbüro als Entwurfsplanung ausgearbeitet.

Im Sommer sollen bereits erste Skizzen erkennbar sein, so dass die Büsbacher darüber diskutieren können, damit sie im Rahmen des städteregionalen Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ beim Besuch der Kommission im September schon verdeutlichen können, welche Perspektiven für den Mittelpunkt des Barenlandes aufgezeigt werden.

In drei unabhängig voneinander arbeitenden Gruppen hatten die Bürger übereinstimmend die Marschrichtung aufgezeigt: Der Markt soll ein großer Platz werden unter niveaugleicher Einbeziehung der angrenzenden Straßen, es soll Platz für Außengastronomie geben und mehr Parkplätze, um die ansässigen Geschäfte zu stärken.

Steht einmal das Konzept für das Ganze in seiner Detailplanung, kann es – je nach Bereitstellung der Finanzen – abschnittweise wie ein Puzzle in die Realität umgesetzt werden: „Zeitnah“, wie der Ausschuss betonte; also nach der Planungsphase ab 2015.

Unter dieser Prämisse, dass die Büsbacher ihr Dorf einheitlich herausputzen wollen, stand denn auch die Beratung im Ausschuss über einen Bürgerantrag zur Sanierung des Plattenbelages im Bereich des Zeitschriften- und Reisebüros. Nachdem eine Passantin dort im März 2012 gestolpert war und sich verletzt hatte, wurde die Forderung nach einer kompletten Sanierung erhoben. Ein weiterer Unfall ereignete sich im November 2012.

In beiden Fällen habe die Verwaltung unverzüglich reagiert, erklärte Fachbereichsleiter Bernd Kistermann. Erkennbare Problemstellen seien behoben worden. Nach erneuter Intervention des Bürgers im Beschwerdeausschuss wurde die Wasserdurchlässigkeit und Standfestigkeit im Bereich der Trassen von Versorgungsträgern überprüft.

„Das Ergebnis war nicht befriedigend“, so Kistermann. Betroffene Versorgungsträger hätten die Mängel behoben, soweit Gewährleistungsfristen bestanden hätten – mit einer Ausnahme, in der noch ein Gerichtsverfahren anhängig ist.

„Sobald abeschließende Ergebnisse für die Gestaltung des Büsbacher Marktes und seines Umfeldes vorliegen“, erläuterte Bernd Kistermann, wolle das Tiefbauamt besagten Bereichkomplett erneuern: „Aber nur einmal aus Kostengründen.“ Einstimmig nahm der Ausschuss dieses Vorgehen der Verwaltung zur Kenntnis.

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