Stadt testet ein Elektromobil

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Autoabgase vergiften das Klima in der Stadt. Foto: stock/Insadco

Stolberg. Die Stadt Stolberg setzt im Kampf gegen Feinstaub und Lärm auf Elektromobilität. Langfristig soll die Belastung der Atemluft in Stolberg durch Kohlenstoffdioxid und Feinstaub reduziert werden. 70 Beschäftigte aus dem Rathaus können drei Wochen lang ein Elektroauto fahren.

In Stolberg werden circa 33 Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes durch den motorisierten Verkehr verursacht. Die Elektromobilität kann, sofern sie CO2-neutralen Strom verwendet, einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Gleichzeitig verursachen Elektrofahrzeuge, im Vergleich zu Pkw mit herkömmlichem Verbrennungsmotor, nahezu keine Feinstaub- und Lärmemissionen. Sie tragen somit zu einer Erhöhung der Lebensqualität und Verbesserung des Stadtklimas in Stolberg bei. Die Kupferstadt wird daher in Zukunft verschiedene Klimaschutzprojekte zur Stärkung der Elektromobilität einleiten.

Nach der Nutzung von Pedelecs im vergangenen Jahr wird die Stadtverwaltung in Kooperation mit der Energie und Wasserversorgung (EWV) drei Wochen die Nutzung eines Elektrofahrzeugs für Dienstfahrten testen. Die EWV nutzt selbst vier Elektrofahrzeuge und betreibt 15 Ladesäulen in ihrem Versorgungsgebiet, eine davon in Stolberg.

Ab dem 22. Februar werden die rund 70 Mitarbeiter des Dezernats III einen Mitsubishi i-MiEV mit einer Reichweite von etwa 150 Kilometern für Dienstfahrten testen können. Der i-MiEV wird im Parkhaus Rathaus Zentrum einen guten und auch öffentlichkeitswirksamen Stellplatz erhalten. Außerdem sind im Eingangsbereich gegenüber dem Büro an prominenter Stelle für unbestimmte Zeit zwei Stellplätze für Elektrofahrzeuge reserviert. Die Betankung über ein 230 Volt Ladekabel ist kostenfrei und wird von der Firma Pfennings getragen.

Inzwischen wurde das Parkhaus unter energetischen Aspekten optimiert. So ist neben der Installation einer LED-Beleuchtung die gesamten Parkhaus-Technik überholt sowie ein neuer Aufzug eingebaut worden. Aktuell werden die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach und die Installation zweier Ladestationen geprüft. Die Erkenntnisse aus den Testwochen werden in die Erstellung eines Mobilitätsmanagementkonzeptes für die Stadtverwaltung einfließen.

Schon vor Beginn der Testwochen hat Klimaschutzmanager Georg Trocha der Stadt Stolberg erste positive Reaktionen von seinen Kollegen erhalten. Sie freuen sich, erstmals die Möglichkeit zu erhalten, ein Elektrofahrzeug zu fahren und das „Gokart-Gefühl“ einmal selber zu erleben. Auch wenn es die aktuellen Benzin- und Dieselpreise nicht vermuten lassen, können durch ein Elektrofahrzeug die jährlichen Energiekosten um bis zu 500 bis 700 Euro reduziert werden. Sollte die diskutierte Anreizprämie beim Neukauf eines Elektrofahrzeuges in Höhe von 5000 Euro vom Bundestag verabschiedet werden, wird die Anzahl von Elektrofahrzeugen in der Region spürbar ansteigen.

Weitere geplante Mobilitätsprojekte der Stadt Stolberg: Beantragung von Fördergeldern zur Erstellung eines Klimaschutzteilkonzeptes „Klimafreundliche Mobilität“ - umfassendes Mobilitätskonzept unter Betrachtung aller Verkehrsmittel zur Weiterentwicklung der Verkehrsplanung in Stolberg unter Klimaschutzaspekten; EWV Pedelec Testwochen der Stadtverwaltung für Dienstfahrten zwischen dem 9. Mai und dem 30. Mai; Erstellung eines betrieblichen Mobilitätsmanagementkonzeptes im Rahmen des Projektes Mobil.Pro.Fit; Parkhausneubau am Hauptbahnhof Stolberg und Schaffung klimafreundlicher Verkehrsinfrastruktur (Radverkehrsinfrastruktur, Elektromobilität, etc.).

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