Stadt Stolberg mit vielen Aktionen nach vorne bringen

Von: Ottmar Hansen
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Die Weihnachtsbeleuchtung soll dieses Jahr noch festlicher werden verspricht die Gesellschaft für Citymarketing. Foto: J. Lange

Stolberg. Die Gesellschaft für Stadtmarketing will Stolberg mit einer Vielzahl von Aktionen nach vorne bringen. Vorstandsmitglied Marita Matousek stellte die Ideen jetzt bei einer Sitzung des Gremiums vor.

Ganz aktuell soll die Stadt sauberer werden. „Wer irgendwo eine verdreckte Ecke entdeckt, sollte sich bei uns melden. Wir setzen uns dann mit der Stadtverwaltung in Verbindung“, versprach Marita Matousek bei der Versammlung im Büro der Gesellschaft in der Villa Lynen. Auch bei der Neugestaltung der Innenstadt wolle die Gesellschaft ein Wörtchen mitreden. „Wir müssen den Kaiserplatz wieder mit Leben füllen.“ Im laufenden Jahr soll mit zwei verkaufsoffenen Sonntagen für die Stadt geworben werden.

Am 30. November und am 21. Dezember sollen die Geschäfte in der Innenstadt zumindest nachmittags geöffnet werden. Auf dem Kaiserplatz wird der Kupferstädter Weihnachtstreff stattfinden, an sieben Tagen in der Woche geöffnet, und mit dem Adventkalender in den Fenstern des Rathauses. Auf dem Burghof wird es zudem an den Wochenenden den beliebten Weihnachtsmarkt geben. „Die Unterscheidung zwischen Treff und Markt haben wir ganz bewusst getroffen“, so Matousek.

Der Wunsch mancher Besucher, den Weihnachtsmarkt statt um 20 Uhr erst um 21 Uhr zu schließen, wird wohl nicht erfüllt werden. Viele Anbieter sträuben sich offenbar, ihren Stand länger offen zu halten, hieß es. Auch der Versuch, leer stehenden Schaufenster im Steinweg weihnachtlich zu dekorieren ist zunächst gescheitert - am Widerstand der Vermieter.

Dafür wird die Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt wohl ausgebaut werden. Die hellen LED-Lichter werden auch in der Enkereistraße, der Sonnentalstraße und der oberen Klatterstraße erstrahlen. Die Gesellschaft für Stadtmarketing hat die entsprechenden Sponsoren besorgt. Mit diesen Lichtern soll sich Stolberg an einem Wettbewerb für die beste Weihnachtsbeleuchtung beteiligen, es winkt ein Preisgeld von 7000 Euro.

Für das kommende Jahr ist eine „Laufkarte“ im Gespräch. Will heißen: Wer die Weihnachtsmärkte in Monschau, Sittard, Lüttich, Valkenburg, Aachen und Stolberg besucht, kann sich an jedem der sechs Orte seine Karte abstempeln lassen. Wer vier Stempel zusammen bekommt, gewinnt einen Preis. Mit diesem Marketingvorstoß sollen mehr Touristen nach Stolberg gelockt werden. Voraussetzung sei natürlich, dass es in der Altstadt eine öffentliche Toilette gebe und die Gastronomen ihre Lokale öffneten und den Besuchern eine warme Mahlzeit anböten.

Ein weiteres Thema war der Wochenmarkt. Die Standgebühren seien einfach zu hoch, um dieses Angebot dauerhaft in der Stadt zu etablieren. Die Forderung der Gesellschaft: Der Markt sollte auf dem Kaiserplatz angesiedelt werden, und die Beschicker zunächst nur geringes Standgeld zahlen müssen. Die Termine für die verkaufsoffenen Sonntage 2015 stehen schon im Grundsatz fest: Zu „Stolberg goes“, zum „Frühlingsfest“ Ende April, zum Stadtfest im September und an einem Adventssonntag. Außerdem gibt es Planungen, im kommenden Jahr ein Weinfest auf dem Kaiserplatz zu etablieren.

Die Gesellschaft für Stadtmarketing will auch mehr für junge Bewohner Stolbergs tun. Vertreter des Jugendparlaments berichteten bei der Sitzung, in welche Richtung die Wünsche der Jugendlichen gehen. Am ehesten umsetzbar sind dabei ein Skaterpark in Münsterbusch, mit Basketballkörben und Sprayerwänden gleich nebenan.

Sylke Skrobek schlug vor, auch das Parkdeck an der Arnoldsmühle zum Verschönern durch die Graffiti-Künstler frei zugeben. Außerdem sollte zumindest ein Sportplatz für die Jugendlichen geöffnet werden. Zum Fußballspiel oder auch nur zum Klönen. Bislang sind die Sportplätze für Jugendliche über 15 Jahren gesperrt. Und auch eine Soccer-Halle könnte bereit gestellt werden. Matousek: „Wir müssen den Bürgermeister ansprechen, damit er uns hilft.“

Die Jugendlichen und die Marketing-Vertreter setzen sich dafür ein, mehr Werbung für die drei Jugendtreffs in Büsbach, Donnerberg und Innenstadt zu machen. Über die Internetseite der Stadt sowie über die Internetportale Youtube und Facebook. Außerdem sollten geschlossene Jugendtreffs, wie der in Münsterbusch, wieder zugänglich gemacht werden.

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