Stadt Stolberg ist eine einzige Baustelle

Von: Ottmar Hansen
Letzte Aktualisierung:
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In Breinig ist die Raiffeisenstraße mindestens für 14 Tage voll gesperrt. Foto: D. Müller
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An jeder Ecke ein Umleitungsschild, der Autofahrer verliert in Stolberg völlig die Orientierung. Foto: D. Müller
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Im Tiefental zwischen Dorff und Büsbach geht inzwischen auch nichts mehr. Grund ist ein Wasserrohrbruch. Foto: D. Müller
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Am Atscher Dreieck wurden jetzt inzwischen die Baustellenabsperrungen errichtet. Zum Bahnhof führt damit nur noch ein weiter Umweg. Foto: D. Müller

Stolberg. Wer aus den südlichen Stadtteilen Richtung Zentrum fahren will, muss entweder besonders ortskundig sein oder sehr viel Geduld mitbringen. Inzwischen sind fast alle Zufahrten zur City voll gesperrt. Die Umleitungsstrecken, sofern sie denn ausgeschildert sind, sind entsprechend überlastet.

Die Einwohner von Zweifall, Venwegen, Breinig und Dorff hat es besonders erwischt. Von Dorff nach Büsbach geht fast nichts mehr. Nach einem Wasserrohrbruch ist die Straße Tiefental komplett gesperrt. Die Arbeiten dauern mindestens bis Ende der Woche an. Die Fahrt über die Pfarrer-Gau-Straße zwischen Breinig und Dorff erübrigt sich damit.

Aus Breinig geht es damit momentan fast nicht mehr raus. Die Raiffeisenstraße ist voll gesperrt. Als Alternative wird die Corneliastraße ausgewiesen. Eine verkehrsberuhigte Straße mit Fahrbahnverengungen und Blumenkübeln auf dem Asphalt. Dass es hier nur im Schritttempo vorwärts geht, ist eigentlich gewollt, führt jetzt aber zu langen Staus.

Die Kreuzung Nachtigällchen ist wegen der lange währenden Bauarbeiten am geplanten Kreisel ohnehin besser zu umfahren. Über die Kurt-Schumacher-Straße von Mausbach aus dorthin geht es derzeit jedenfalls nicht mehr: Vollsperrung! Grund ist: An dieser Stelle muss eine Stützwand für den Kreisel eingezogen werden. Damit der Bagger hier nicht ungewollt auf ein Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg stößt, muss der Kampfmittelräumdienst das Areal zuvor penibel auf Fliegerbomben absuchen.

In Büsbach wird schon seit Wochen an einem Altenheim an der Bischofstraße gearbeitet. Vor allem die Kinder, die morgens zur Grundschule wollen und nachmittags nach dem Unterricht wieder nach Hause, haben einen gefährlichen Schulweg entlang der Baustelle vor sich. Zwar wurde ihnen mit Absperrungen und Baken eine Fußgängergasse gebildet, doch schweben ständig Lasten, die von Kränen bewegt werden, über ihren Köpfen. Überlegt wird, die Bischofstraße während der Bauarbeiten zur Einbahnstraße umzugestalten, darüber würden sich dann die Autofahrer weniger freuen.

Die Aachener Straße zwischen Büsbach und Oberstolberg ist ja schon längere Zeit gesperrt. Und das wird wegen der Straßensanierung auch noch längere Zeit so bleiben. Aber immerhin: Die Arbeiten liegen im Zeitplan.

Seit Dienstag geht auch am „Atscher Dreieck“ fast nichts mehr. Wegen der Arbeiten an Rhenaniastraße und Sebastianusstraße. Die Zufahrt in die Rhenaniastraße ist nun nicht mehr möglich. Und damit auch die direkte Zufahrt zum Stolberger Bahnhof aus dieser Richtung unterbunden. Wer seinen Zug erreichen will, muss einen sehr weiten Umweg in Kauf nehmen. Bis zum Kreisel am St.-Gobain-Firmengelände und dann von dort aus weiter Richtung Bahnhof.

Auslöser der Arbeiten sei der neue Nahversorger, der in Atsch demnächst seine Läden eröffnen werde, sagte Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt am Dienstag auf Anfrage. Da in diesem Bereich durch die erwartete Kundschaft mit mehr Verkehr zu rechnen sei, müsse der Knotenpunkt umgebaut werden. Pickhardt: „Es gibt nicht nur eine neue Ampelanbindung, sondern auch neue Abbiegespuren.“ Von der Rhenaniastraße und von der Sebastianusstraße aus wird man über eigene Fahrspuren auf die Eisenbahnstraße einbiegen können.

Auch kleine Verkehrsinseln, die derzeit noch den Lkw-Verkehr behindern, werden im Rahmen der Baumaßnahme verschoben. Mit dem Bauprojekt in Atsch werde bereits berücksichtigt, dass der Pkw- und Lkw-Verkehr dort im Rahmen des geplanten Autobahnanschlusses weiter zunehmen werde, so Pickhardt.

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