Stadion Glashütter Weiher: Düstere Aussichten für die Sanierung

Von: Michael Grobusch
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Der erste Eindruck täuscht: Im Stadion Glashütter Weiher gibt es einen erheblichen Sanierungsbedarf. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Die Worte des Bürgermeisters fielen deutlich aus: „Ich wäre ja schon froh, wenn wir es in den nächsten Jahren schaffen, das Stadion Glashütter Weiher uneingeschränkt weiter nutzen zu können”, erklärte Ferdi Gatzweiler im Sportausschuss zum Zustand der Sportstätte in Münsterbusch und zu den Chancen auf eine umfassende Sanierung.

Die sind quasi gleich Null, so ließ sich den Ausführungen von Gatzweiler entnehmen, weil die Stadt kurz vor der Insolvenz stehe und Finanzmittel für eine solche Maßnahme schlichtweg nicht aufbringen könne.

Nicht entsprechen wollte der Bürgermeister deshalb auch dem in der Sitzung geäußerten Wunsch, eine Auflistung aller im Münsterbuscher Stadion erforderlichen Reparaturen und der damit verbundenen Kosten zu erstellen. „Das wäre nicht aufrichtig, weil dadurch der Eindruck erweckt werden könnte, dass wir das als Stadt auch leisten können. Dem ist aber leider nicht so,” erklärte Gatzweiler.

Ganz konkret und aktuell betrifft das die Reparatur der Tribüne, durch deren Stufen regelmäßig Regenwasser in die darunter liegenden Materialräume der Leichtathleten dringt. Die Geräte werden dabei arg in Mitleidenschaft gezogen, und auch für die Bausubstanz ist dieser Zustand alles andere als zuträglich. Mehrfach haben Stadtsportverband und die betroffenen Leichtathleten der LG Stolberg diesen Zustand angeprangert. Ändern aber wird er sich in absehbarer Zeit wohl nicht.

Gleiches gilt auch für den Rasenplatz, der zum Teil große Unebenheiten und Löcher aufweist und für die Nutzer deshalb ein erhebliches Verletzungsrisiko birgt. Für die Sanierung fehlt das Geld, selbst in Mausbach, wo inzwischen die Unterschichten des abgenutzten Tennenplatzes ans Tageslicht kommen, beschränkt man sich notgedrungen auf eine Erneuerung der Deckenschicht.

25.000 Euro werden dafür zur Verfügung gestellt und damit die nächsten fünf bis sieben Jahre überbrückt. Eine umfassende und auf 15 bis 18 Jahre ausgelegte Sanierung hätte mit 85.000 Euro zu Buche geschlagen - zu viel für die hoch verschuldete Stadt.

Einen kleinen Lichtblick in der ganzen Tristesse gibt es dann doch noch: Die Verwaltung hat die von den Leichtathleten herbeigesehnte Hochsprungmatte zwischenzeitlich angeschafft. Die Freude bei der LG ist groß - und deshalb auch die Nachsicht: Im Rathaus war eine Panne passiert, vergessen wurde zunächst, auch die erforderliche Abdeckung anzuschaffen, die die Matte vor den Witterungseinflüssen schützt. Sie ist nachbestellt worden und soll nun in Kürze geliefert werden.
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