St. Patrick‘s Day: Irisches Flair mitten in der Kupferstadt

Von: Toni Dörflinger
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Für Irish Folk vom Feinsten sorgten aus Anlass des Altstadt-St. Patrick‘s-Day im Piano Wolfgang Klauß (l.) und Hermann-Josef Schulte. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Der St. Patrick‘s Day – der irische Nationalfeiertag schlechthin – scheint der Altstadt wie auf den Leib geschneidert zu sein. Diesen Eindruck konnte man gewinnen wenn man am Samstagabend einen Rundgang durch die Kneipen der Altstadt startete.

Denn überall – ob beispielsweise im „The Savoy“ am Alten Markt oder im „Postwagen“ am Steinweg – herrschte eine tolle Atmosphäre, die von irischer Musik, Speisen und Getränken gekennzeichnet war.

Passender Kopfschmuck

Die Kneipen waren gut besetzt und ein reichhaltiges auf irische Gewohnheiten und Geschmäcker abgestimmtes Angebot sorgte für gute Laune und eine ausgezeichnete Stimmung. Mit zu der tollen Atmosphäre trug bei, dass die Gaststätten Innen wie Außen mit irischen Flaggen, Girlanden, Transparenten und sonstigen auf Irland und seine Kultur und Lebensgewohnheiten abgestimmte Accessoires geschmückt waren.

Die zahlreichen Gäste wussten das zu honorieren, denn bis spät in den Abend hinein sah man kleinere und größere Gruppen aller Generationen, die von einer Gaststätte zu anderen wanderten und sich mitunter mit den für Irland typischen grünen oder andersfarbigen Zylinderhüten ausgestattet hatten.

Anlass und Auslöser für die große Resonanz, die der St. Patricks Day fand, war eine konzertierte Aktion, auf die sich die Altstadtwirte ohne Ausnahme verständigt und eingelassen hatten. Die Entschlossenheit gefördert, ein neues Angebot zu installieren, hatten die positiven Erfahrungen, die man bei vergangen Veranstaltungen wie „Stolberg goes Irland“ und der „Halloween-Party“ gewonnen hatte. Denn damals waren die Kneipen ebenso gut frequentiert gewesen und ein abwechslungsreiches Musikangebot hatte gleichfalls wie am Samstag die Besucher ausnahmslos begeistert.

Handgemachte Livemusik

Starten konnte man seinen Rundgang am Kunsthandwerkerhof Rose, wo in der Bodega von Christian Clément eine drangvolle Enge herrschte. Selbst ein im Innenhof aufgebautes Zelt konnte die vielen Besucher kaum fassen. Hochbetrieb herrschte auch im unterhalb gelegenen „The Savoy“, wo DJ Thomas Kettenis den Plattenteller eigens mit irischer Musik und fetzigen Rhythmen bestückt hatte.

Rund 40 Portionen Irish Stew – dem traditionellen aus Lammfleisch, Kartoffeln, Zwiebeln, Möhren und Pastinaken bestehendem irischen Eintopfgericht – präsentierte im „Weißen Röss‘l Gaststätten-Inhaber Manfred Blumberg seinen Gästen. Mit handgemachter Livemusik warteten im „Piano“ an der Burgstraße die Stolberger Musiker Wolfgang Klauß (Gitarre und Banjo) und Hermann-Josef Schulte (Geige) auf. Sie hatten sich überwiegend der irischen Folkmusik verschrieben. Auf jeden Fall auch im nächsten Jahr wieder mit dabei ist Piano-Wirt Otmar Matheis, der allgemein nur „Otto“ genannt wird.

„In den nächsten drei Jahren fällt der irische Nationalfeiertag auf das Wochenende. Ein Anlass um das Fest zu Ehren des heiligen Patrick an seinem angestammten Tag, dem 17. März, zu feiern. In diesem Jahr hinken wir ja zwei Tage hinterher“, sagte Matheis mit einem Schmunzeln, der sich ebenfalls wie seine Gastronomenkollegen über zahlreiche, gut gelaunte Besucher freuen konnte.

Ganz in Grün getaucht waren die Getränke, die im Burghaus der KG Fidele Zunfthäre von der CDU-Nachwuchsorganisation „Junge Union“ angeboten wurden. Sie hatten herkömmliches Bier fantasievoll mit grüner Lebensmittelfarbe versetzt. Die Mitglieder der Jungen Union begingen im Kreise von vorwiegend jungen Menschen eine fröhliche und ausgelassene Party.

Turbulent ging es auch in der unweit des Vichtbaches gelegenen Gaststätte „Alt-Stolberg“ zu. Dort hatte Wirt Axel Gesell ebenfalls für eine reichhaltige Angebotspalette gesorgt. Der Renner war dort ein als irische Flagge bezeichneter aus den Farben Grün, Weiß und Orange bestehender Cocktail, den der Gastronom in hohen Likörgläsern präsentierte.

Gesell hatte auch bei einem Bierverlag die zum St. Patricks-Day passenden Accessoires und Dekorationen besorgt. So waren bei ihm sechs große Kartons prall gefüllt mit auf Irland abgestimmte Girlanden, Hüten, T-Shirts und Transparenten angekommen, die der Wirt an seine Gäste und seine gleichfalls im Gastgewerbe tätigen Kollegen verteilt hatte.

Für Musik hatte auch Konrad Von Hoegen im „Raubritter“ gesorgt. Der als der „Singende Altstadtwirt“ bezeichnete Gastronom, versorgte als Alleinunterhalter seine Gäste mit niederländischen und deutschen Schlagern der 70er, 80er und 90er Jahre. Ansonsten gab es in fast allen Gaststätten frisches Guinness vom Fass sowie andere irische Biersorten und der traditionelle Whiskey zu genießen. Somit bleibt als Fazit: Premiere gelungen und Wiederholung im nächsten Jahr garantiert.

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