St. Markus: Sanierungsarbeiten dauern bis Herbst

Von: Tyrone Schwark
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Ein verschachteltes Stahlgerüst nimmt den Innenraum der Mausbacher St. Markus Kirche vollkommen ein. In diesem Herbst sollen die Arbeiten beendet sein. Foto: Tyrone Schwark
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Von außen ist nichts von der andauernden Sanierung der Mausbacher St. Markus Kirche zu erkennen.

Stolberg. Bis auf ein Baustellenschild deutet an der St. Markus Kirche in Mausbach nichts auf die anhaltenden Sanierungsarbeiten hin. Wirft man allerdings einen Blick in die Räume des Gotteshauses, denkt man, man wäre auf einer Großbaustelle. Von Altar, Beichtstuhl und Sitzbänken ist keine Spur, ein aufwendig verstricktes Stahlgerüst ragt bis unter das Dach.

„Das ist schon ein Kunstwerk für sich. Trotzdem sind wir froh, wenn es abgebaut wird“, scherzt Ulrich Krott, Mitglied des Kirchenvorstands. Er und Pfarrer Norbert Bolz besuchen regelmäßig die Baustelle und sehen schon erhebliche Fortschritte. „Vor ein paar Monaten sah es hier noch deutlich schlimmer aus“, sagt Bolz.

Eigentlich war geplant, das Osterfest wieder in der Kirche zu feiern. Daraus wurde allerdings nichts. „Denn immer wieder haben kleine bis größere Verzögerungen für eine Verlängerung des Projekts gesorgt“, sagt Krott. Deswegen musste die Gemeinde erneut nach Gressenich ausweichen.

Schlimm finden die Verantwortlichen das nicht, da sich die Gemeinschaft der Gemeinden während der aufwendigen Baumaßnahmen „von ihrer besten Seite gezeigt hat“, was Bolz besonders freut. „Bis zum Herbst diesen Jahres sollten wir aber endlich fertig sein“, möchte Krott nicht mehr allzu lange auf die Unterstützung angewiesen sein. „Und die Leute hier vermissen die Kirche auch“, fügt Bolz hinzu.

Gottesdienste und andere Feierlichkeiten müssen in der Zeit, in der die Kirche noch geschlossen ist, weiterhin entweder im Pfarrheim oder in einer anderen Gemeinde stattfinden.

Keine neue Kirche

Zur Eröffnung soll sich das Kirchengebäude dann aber von seiner besten Seite zeigen. Auch wenn die Planung für die endgültige Gestaltung noch nicht zu hundert Prozent feststeht, weiß Krott: „Die Gemeindemitglieder werden keine völlig neue Kirche vorfinden. Wir werden uns selbstverständlich auch an dem alten Konzept orientieren.“

Trotzdem wird es einige Verbesserungen geben; auch welche, die zu Beginn der Sanierung gar nicht geplant waren. „So werden wir eine spezielle Anlage einbauen, die Besuchern mit schlechtem Gehör eine bessere Akustik bietet“, sagt der gelernte Zimmerer weiter.

Auch wenn Krott vom Fach ist, „habe ich während der ganzen Arbeiten immer wieder etwas Neues dazu gelernt“.

Neu waren für ihn und Bolz auch einige außergewöhnliche Aktionen. Zum Beispiel das Krippenspiel zu Weihnachten in einem echten Mausbacher Pferdestall. Dieser sei sinnbildlich für „viele positive Nebeneffekte“ gewesen, wie Bolz es nennt. Aus Notlösungen wurden Erinnerungen fürs Leben. „Ob wir auf solche Ideen gekommen wären, wenn unsere Kirche zur Verfügung gestanden hätte, glaube ich nicht“, sagt der Pfarrer. Die Aktion sei so gut angekommen, dass die Überlegung im Raum steht, diese Veranstaltung zu wiederholen.

Neugierige Gemeinde

Insgesamt liegen die Kosten des Projekts bei 560.000 Euro, das Bistum beteiligt sich zu 70 Prozent an diesem Betrag. „Und wir liegen gut in dieser Kalkulation“, ist sich Krott sicher, dass diese Summe trotz der Verzögerung am Ende nicht überschritten wird.

Bei so viel Geld wurden einige Gemeindemitglieder neugierig, besuchten die Baustelle ohne Genehmigung. „Deswegen hängt vor dem Eingang auch jetzt ein Betreten-Verboten-Schild“, sagt Norbert Bolz.

„Trotzdem können sich Interessierte gerne bei uns melden, dann kriegen wir das schon irgendwie hin, mal reinzugehen“, sagt Krott. Dann würden die Gemeindemitglieder nämlich auch sehen, dass sich die Verzögerung durchaus gelohnt hat. Denn: „Das komplette Konzept und die Arbeiten sind zukunftsorientiert extrem wichtig“, sind sich die beiden Verantwortlichen auf Anhieb einig.

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