St. Markus: Sanierung der Kirche läuft mit Hochdruck

Von: mlo
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Uli Krott zeigt auf eine Stelle des Mauerdurchbruchs, der 1944 nach Sprengung des Kirchturms half, den lSchutt im Innern der Kirche leichter abtransportieren zu können.
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Überall, wohin man in der Kirche schaut, blicken einen Gerüststangen an. In der Pfarrkirche von Mausbach wird derzeit kräftig gearbeitet. Foto: M.L. Otten

Stolberg-Mausbach. Momentan finden die Gottesdienste in Mausbach im katholischen Pfarrjugendheim St. Markus hinter der Kirche statt. Der Grund ist die momentane Sanierung im Inneren des Gotteshauses.

Aufgefallen waren Feuchteschäden durch Abplatzungen von Stellen im Putz in der Apsis, dem halbkreisförmigen Chorraum. Langzeitmessungen an den betroffenen Stellen ergaben signifikante Feuchtigkeit bis zu 90 Prozent. Die Bistumsarchitektin, Noemi Richarz, wurde zu Rate gezogen, denn der bloße Anstrich reichte als Maßnahme nicht aus. Richarz veranlasste zunächst, weitere Proben zu nehmen.

Letztendlich stellte sie fest, dass der gesamte Kirchenraum, das heißt alle Wände, mit einer Dispersionsfarbe gestrichen waren (1968). In späteren Jahren wurde zudem eine Glättschicht aufgeputzt, die dann noch mehrfach übermalt wurde; mit anderen Worten: Die Mauer konnte nicht mehr atmen. Frau Richarz empfahl, dass die Dispersionsfarbe abgenommen werden müsse. Das Architekturbüro Scholl schrieb die Aufträge für die verschiedenen Gewerke (Gerüstbau, Schreiner, Putzer, Maler) aus und, wie es beim Kirchenvorstand normalerweise üblich ist, wählte dieser das günstigste Angebot.

Orgelteile demontiert

Vierzehn Tage nach Ostern musste die Kirche ausgeräumt werden. Bänke und Stühle wurden daher ins Bistumslager nach Wenau verlegt. Die 2005 montierte Orgel wurde nur zum Teil demontiert und ist beim Orgelbauer eingelagert. Der Rest des Teils musste staubdicht eingepackt werden. Wegen eventuell herunterfallender Gegenstände vom Gerüst auf den Fußboden wurde dieser mit Spanplatten abgedeckt, so dass nichts beschädigt werden kann.

Und auch die Fenster sind gegen Steinschlag gesichert. Das aufgebaute Gerüst steht und ist komplett begehbar in zehn Meter Höhe auf der gesamten Fläche des Kirchenschiffs. Beim Entfernen der Farb- und Putzschichten bis hinter die Dispersionsfarbe durch die Firma Kelleter aus Herzogenrath zeigte sich dann, dass weit mehr schadhafte Stellen als angenommen vorhanden sind und der überwiegende Teil des Putzes bis aufs Mauerwerk abgetragen werden muss.

Dann muss neu aufgeputzt werden, an vielen Stellen sogar dreilagig, weil das Wandniveau einheitlich sein soll. Erst dann erfolgt der Anstrich. „Die Dauer der Bauzeit war bis Mitte September geplant, allerdings kommt das nicht hin“, erzählt Ulrich Krott vom Kirchenvorstand. „Wir können froh sein, wenn Weihnachten alles fertig ist.“ Krott ist gelernter Zimmermann und hat viel Erfahrung auf allen möglichen Baustellen. Seit einem Jahr ist er in Rente. Zwölf Jahre war er Vorsitzender des Pfarrgemeinderates (von 1980-2000), seit 2003 arbeitet er im Kirchenvorstand mit und ist zeitgleich Vorsitzender des Kirchenchores.

Auf die Frage der Kosten antwortet er, dass die Finanzierung von augenblicklich 453 000 Euro steht. Das Bistum beteilige sich mit 60 Prozent an den Baukosten bis in Höhe von 300 000 Euro. Alles darüber hinaus wird mit 70 Prozent unterstützt. Der Restbetrag kommt aus eigenen Rücklagen, die speziell für Renovierungsarbeiten zurückgelegt wurden.

Außerdem hat der Kirchenvorstand den Förderverein der Pfarre um eine Beteiligung an den auf die Pfarre St. Markus anfallenden Kosten gebeten. Nach der Kompletterneuerung des Daches (Eindeckung), der Bleiabdeckung auf den Pfeilervorlagen und der neuen Verfugung des Mauerwerkes sind die Maßnahmen zur Innenrenovierung in vollem Gange. Wenn sich der Wunsch von Uli Krott erfüllt, haben die Mausbacher Gläubigen anschließend für längere Zeit Ruhe.

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