Stolberg - St. Lucia: Gospel mit Inbrunst und Leidenschaft

St. Lucia: Gospel mit Inbrunst und Leidenschaft

Von: Marie Luise Otten
Letzte Aktualisierung:
6685449.jpg
Mit Inbrunst und Leidenschaft präsentierte der Projektchor die Advents- und Weihnachtslieder aus dem vorangegangenen Gospelworkshop beim Gottesdienst in St. Lucia. Foto: Otten
6685683.jpg
Regionalkantor René Rolle gab sich besonders viel Mühe bei der Abschlussprobe, das „Gloria“ im Chorsatz von Dieter Falk mit dem imposanten Chor einzustudieren. Foto: Otten

Stolberg. Ungefähr 150 Kinder, Jugendliche und Erwachsene kamen am Samstag in die Aula des Ritzefeld-Gymnasiums, um an dem ganztägigen Gospelworkshop teilzunehmen. Unter dem Motto „Come, let us sing“ probten die Sängerinnen und Sänger neue Stücke der aktuellen Gospelszene zum Thema Advent und Weihnachten.

Dabei stammten sie nicht nur aus den „Jungen Chören“ Alsdorf, Würselen und Stolberg, wie Regionalkantor René Rolle verriet. Einzelanmeldungen gab es aus dem Raum Simmerath, Kesternich, Herzogenrath, Baesweiler und Kohlscheid. Was vor fast zehn Jahren von Hermann-Josef Schulte und ihm als eine Veranstaltung für Jugendchöre geplant war, entwickelte sich im Laufe der Zeit in Zusammenarbeit mit dem Büro der Dekane für Aachen-Stadt und -Land zu einem generationsübergreifenden Event.

Nahezu pünktlich begrüßte der Stolberger Kirchenmusiker und Leiter des „Jungen Chores St. Lucia“ Hermann-Josef Schulte die Teilnehmer an diesem Samstagmorgen. Dann ging es für alle mit Aufwärm- und Atemübungen los.

Seine Stimme optimal zu nutzen und zu trainieren hat sehr viel damit zu tun, ein Gefühl für den eigenen Körper zu bekommen. Wichtig ist dabei das Ein- und Ausatmen. Das Zwerchfell ist der größte Muskel und trennt den Bauch- von dem Brustraum. Immer wenn in den Bauch eingeatmet wird, sollte das Zwerchfell angespannt werden, um beim Singen die nötige Stütze zu haben, so Schulte.

Chorleiter Josef Voußen aus Alsdorf setzte die Probe mit kirchenmusikalischen Stücken wie dem „Halleluja“ von Léon Guillou fort. Es ist dem neuen Gotteslob entnommen, das ab dem ersten Adventssonntag benutzt wird. Das letzte Lied, das im Abschlussgottesdienst in der Pfarrkirche an der Burg mit allen gesungen wird, ist das von Ludger Edelkötter komponierte „Jetzt ist die Zeit“, für das Alois Albrecht den Text geschrieben hat.

Für die Einzelproben verteilten sich die einzelnen Stimmgruppen in die entsprechenden Räumlichkeiten. Katja Henkes-Rolle arbeitete zunächst mit dem Sopran an „Tochter Zion“ im Arrangement von Maria Nordenbank während ihr Mann zeitgleich mit dem Tenor an dem Chor „Gloria“ nach Johann Sebastian Bach und arrangiert von Dieter Falk probte. Josef Voußen hatte sich für das „Good news“ im Arrangement von Wolfgang Kelber entschieden, das er mit dem Bass einstudierte.

Hermann-Josef Schulte teilte erst mal Komplimente aus für die 40 Altistinnen, die hier am stärksten vertreten waren. Es erschien noch eine weitere Teilnehmerin, die sich erkundigte, wo sie hin müsse. Da sie ihre Stimmlage nicht kannte, weil sie noch nie gesungen hat, aber sich hat anstecken ließ von der Begeisterung, die die Gospelmusik immer wieder auslöst, schickte Schulte sie zu den „Sopränen“. Bei „This Child“ von Jeff Gullen gab es gleich verschiedene Meinungen zur Aussprache von „chance“. Schulte tendierte für die amerikanische Version und hoffte, dass die anderen Stimmgruppen seine Meinung teilten.

Dreißig Minuten später wechselten die Chorleiter die Räume und probten ihr jeweiliges ausgesuchte Stück mit den anderen Gruppen. Nach dem Mittagessen kamen in einer zweiten Probenrunde die Männer- und Frauenstimmen zusammen. Eine Stunde später war gemeinsame Probe in der Aula.

Nach der Kaffeepause ging es in die Kirche St. Lucia, wo zusammen mit der Band – James Ervens (Schlagzeug), Uwe Böttcher (E-Bass) und den Chorleitern in wechselnder Folge (Piano) – für den Abendgottesdienst geprobt wurde. Endlich war es so weit, und die Abendmesse begann. Was mit Inbrunst und Leidenschaft alles zu erreichen war, stellte der Projekt-Chor eindrucksvoll dar.

Pastor Hans-Rolf Funken war sichtlich bewegt über so viel Engagement und freut sich schon jetzt auf die Mitternachtsmesse an Heiligabend, wo auch der Junge Chor wieder mitwirkt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert